Skip to content

Das Gold des Weserberglandes Traditional Cache

This cache has been archived.

Max+Moritz: gone

More
Hidden : 1/29/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Brauerei Allersheim

1854: Das Bier kam nach Allersheim





Die Wurzeln der Brauerei gehen zurück ins Jahr 1854. Otto Baumgarten, seit 1847 Pächter der Domäne in Allersheim, suchte nach einem zweiten Standbein zum Ackerbau. Landwirtschaftliche Brennereien hatten ihren Höhepunkt überschritten und der Bau einer Zuckerfabrik ließ sich nicht verwirklichen. Konsequenz: Gründung einer Brauerei.


 

    
    

Es existierte bereits ein Braurecht, da auf der Domäne bereits obergäriges Bier auf einfache Weise hergestellt wurde. Otto Baumgarten eignete sich 1851/52 in München das notwendige Wissen an und startete ein Jahr später in Allersheim mit dem Bau einer Brauerei und Mälzerei. Die Gerste lieferte die Domäne und der Hopfen musste zunächst von außerhalb zugekauft werden. Auf Beverns Burgberg wurde ein Hopfengarten in der Größe von rund fünf Morgen angelegt, der nach drei Jahren gute Erträge brachte. Frühe Aufzeichnungen belegen, dass schon das erste Bier aus Allersheim sehr beliebt war. Die Produktion stieg kontinuierlich. Gastwirte kamen von weit her, um sich ihr Bier selbst abzuholen. Die Nachfrage war größer als die Produktion. Bezahlt wurde in bar und sogar ein Trinkgeld fiel für die Brauer ab.

 

 

1887 starb Otto Baumgarten und hinterließ einen gut situierten Betrieb. Seine Witwe Anna Baumgarten verwaltete fünf Jahre lang die Brauerei mit ihren volljährigen Kindern, ihrem Vater und dem Vetter. Domäne und Brauerei wurden in dieser Zeit zwei selbstständige Unternehmen. 1893 folgte Carl Scheidemann, der den Betrieb im Jahr 1900 umbaute und die Kapazität auf 40.000 Hektoliter Bier im Jahr verdoppelte.

 

    
    

Zur Erweiterung des Vertriebsgebietes wurden vor der Jahrhundertwende Niederlassungen mit Eiskellern geschaffen. Sie waren mit Pferdefuhrwerken in ein- oder zweitägigen Touren zu erreichen. Beispiele sind Lenne, Dassel, Gandersheim, Eschershausen, Uslar, Bodenwerder, Hardegsen und Trendelburg. 17 Pferde standen im Allersheimer Stall.

 

Nach dem Tod von Carl Scheidemann im Jahr 1948 ging die Brauerei mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Walter Berns in die dritte Generation und erlebte nach den Kriegs- und Rezessionsjahren wieder eine stetige Aufwärtsentwicklung. Die Brauerei Allersheim agiert auf einem soliden Fundament. Unternehmenshistorisch weiterhin von Bedeutung ist das Jahr 1967. Erstmals lagen die Geschäfte der Brauerei in den Händen eines angestellten Geschäftsführers und nicht mehr auf Gesellschafterseite. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    

Additional Hints (No hints available.)