An einem sonnigen Frühlingstag kam es am Bruchsee in Halle zu einem inoffiziellen Treffen der ortsansässigen Geocachegemeinde,
um nach dem harten Winter bei etwas Frischluft ein bißchen zu fachsimpeln. Neben Anekdoten über einige Caches und dem Herumreichen jeder Menge Klimbim mit Aluschildchen dran kam es auch zu Debatten über inflationäres Cachelegen und Quotencacherei. Nachdem nahezu alle Teilnehmer ihre Meinungen darüber losgeworden waren und das Grüppchen drohte, in zwei Lager zu zerfallen, meldete sich ein Cacher zu Wort, um die Harmonie wiederherzustellen. Er berichtete in ausgeglichener Stimmlage von seinem persönlichen Geheimrezept, um ein ausgewogenes Cacheverhalten zu wahren. Demnach dürfe das Verhältnis aller gefundenen Caches zur Anzahl der gefundenen Traditionals nicht das Verhältnis aller gefundenen Traditionals zur Anzahl aller anderen gefundenen Caches übersteigen und umgekehrt.
Nur wenn seine Statistik dieser Bedingung genüge, könne er abends schlafen, erzählte er weiter. Der Großteil der Anwesenden verzog ungläubig das Gesicht, nur ein paar wenige fragten noch einmal nach, da sie nicht ganz folgen konnten.
Als der besagte Cacher den Sachverhalt für die Fragenden anhand seiner eigenen Statistik erläutern wollte, bemerkte er die Unausgewogenheit seines Cacheverhaltens, da er auf dem Weg zu diesem Treffen bereits A Traditionals gefunden hatte. Also machte er sich sofort auf den Weg, um in Halle noch ein paar Mystery- und Multicaches mitzunehmen. Die verbleibenden Anwesenden waren über den plötzlichen Aufbruch des Cachers sehr verwundert und kamen nach kurzer Zeit doch noch zu einer Einigung. Wenn man durch eine Faustregel solchen Zwängen unterliegt, so bleibt der ganze Spaß am Cachen auf der Strecke. Deshalb sollte jeder einfach so cachen wie er will. Mit diesen Worten fand das Treffen sein Ende und der Cacher hatte letztlich doch sein Ziel erreicht: Friede, Freude, Eierkuchen. Als das Treffen zu Ende war, pausierten einige joggende Studenten am Ort des Geschehens. Dabei entdeckten sie die mit einem Stock in die Erde gekritzelte Formel des Cachers. Sie erkannten sofort das berühmte Prinzip und joggten mit einem Lächeln im Gesicht weiter.
Zu jedem Cachertreffen gehört natürlich auch ein eigens dafür ausgelegter Cache. Dieser befindet sich vom oben angegebenen Punkt in X m Entfernung mit dazugehörigem (abgerundetem) Winkel.
Wenn Y die Anzahl der Caches ist, die der Cacher noch finden muss, um die beschriebene Ausgewogenheit seines Cacheverhaltens zu erreichen, dann ergibt sich der Wert für X aus der B-ten bis C-ten Nachkommastelle von Y. Natürlich gibt es keine "halben" Caches, aber sonst wäre es wohl auch zu einfach. Um A, B und C zu bestimmen, musst du nur folgende Fragen beantworten:
- Unter welchem Name ist der Bruchsee noch bekannt? A ist die Summe der Alphabetspositionen des zweiten und vierten Buchstabens des Names.
- Von 19DE-19FG gab es dort eine Badeanstalt. Es ist B=D+E und C=B+G.
Um den Cache zu finden, ist es nicht erforderlich irgendwelche Zäune, Absperrungen o.ä. zu überwinden. Da es im Bruchsee schon zu mehreren Todesfällen gekommen ist, sollte man sich an die Verbotsschilder halten.
| Happy hunting wünscht sk81. |
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