Historischer Spaziergang in Iptingen
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Multi in Iptingen
Parken: nahe N 48°53.195 E 008°53.870
Finde in ca. 100 m Luftlinie Richtung 150°
Station 1:
Wie viele Becken hat der Brunnen:
Zahl A
Welche Jahreszahl finden wir am Eingang zum Gasthaus Rössle?
Anm.: Jahr der Renovierung, erbaut wurde das Haus deutlich früher, und zwar gegen 1550!!!
Zahl B
gehe weiter zu
Station 2:
N 48°53.244 E 008°53.744
Wie heisst das Haus, wer ist der Gründer?
Welche Jahreszahl finden wir auf der Tafel?
Zahl C
Station 3:
findest du in ca. 100 m Luftlinie, Richtung 150°
Wer wurde im grössten Grab von Iptingen begraben?
Wie viele Buchstaben hat der Name des Toten?
Zahl D
Station 4:
gleich nebenan wichtigster religiöser Bau am Ort!
Wie lange war Paul Schempp Pfarrer in Iptingen?
Zahl E
Station 5:
suche einen Ort in ca. 25 m Entfernung, Richtung Ost, beschrieben im alten Testament unter Psalm 104, Vers 22
Welchen Zweck hatte der Ort?
Final
N= (C - B + A*D + E + 5)° (E*D + 8), (C/8 - 3)
E= 4*A° (E*D + 8), (B/2 - 70)
Inventar:
* Logbuch
* SIA -Anstecker (societé des ingenieurs automobil)
* Armband
Burg und Kirche in Iptingen
"Wo heute die Iptinger Kirche steht, auf vorgeschobener Bergzunge, nach drei Seiten frei, mag einst der Alemanne Ubito (Ubto oder Ubiti) Opfer dargebracht haben, nachdem durch seine Sippe der Ort Iptingen gegründet worden war.
In der Stauferzeit um 1100 entstand dort eine Fluchtburg mit mächtiger Wehrmauer, die der edelfreie Ritter Ulrich von Ubetingen 1194 dem Kloster vermachte. Ulrich soll nach seinem Aufenthalt im Kloster beim 4. Kreuzzug (1202/04) verstorben sein.
In der Urkunde von 1194 wird von Burg und Dorf Iptingen und der Kirche in "Winresheim" geschrieben, was darauf schließen läßt, daß die Burg wohl nur eine Kapelle hatte, aber die Mutterkirche in Wiernsheim stand.
Nicht lange darnach wurde unmittelbar an den Burgturm eine spätromanische Stephanuskirche angebaut. Der alte Dachansatz ist auf dem Dachboden der "Wehrkirche" noch deutlich sichtbar. Der Heilige Stephan kam mit der Cluniazensischen Bewegung in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts wieder auf.
Nach 1194 wurde die einstige Burgkapelle dann Pfarrkirche, Patron der Pfarrkirche wurde das
Kloster Maulbronn, das wohl auch die Burgkapelle zur Pfarrkirche erhob.
1237 wird der Name des Kirchenheiligen genannt und zugleich erscheint auch der erste mit Namen bekannte Pfarrer von Iptingen, ein Marquard, der 1237 und 1254 in Urkunden genannt wird.
In der Zeit des Wehrkirchenausbaus um 1250 wuchsen bald die "Gaden", Ringscheuern zur Vorratshaltung in Notzeiten hinzu, die auf dem Gewölbekranz der Burgmauer erstellt wurden. Die Nordwand der größten Gade ist noch die alte Burgmauer. Innerhalb des Rings um die Kirche war der "Kirchhof" mit einem Fruchtkasten des Klosters Maulbronn. Der rings um die Anlage führende Zugang hat große Ähnlichkeit mit den Zugängen zu mittelalterlichen Burgen.
Im Jahr 1513 beauftragte Abt Entenfuß (Maulbronn 1512/18) den Baumeister und spätereren Bauernführer im Bauernkrieg Hans Wunderer aus Pfaffenhofen mit einem spätgotischen Neubau der wohl zu kleinen Kirche. (Steinmetzzeichen und Jahreszahl 1513 über dem Eingang.)
Das Chorturmgewölbe und Fresken an den Wänden entstehen, ebenso Taufstein und Kruzifix. 1557 wird Maulbronn evangelische Klosterschule; der erste evangelische Pfarrer Martin Ubermam beginnt 1558 seinen Dienst.
1583 wird der Fruchtkasten abgebrochen.
1592 (Jahreszahl und unbekanntes Steinmetzzeichen über der Sakristeitür) wird das Schiff nach Osten hin verlängert, einige Gaden abgebrochen und Chor und Sakristei mit ihren Tonnengewö1ben angebaut. Die Keller unter Sakristei und Chor sind Reste der Gaden. Die Kirche erhält Bänke, Empore und Kanzel. Weitere Fresken entstehen.
Zwar heißt die Kirche noch 1601 "Stephanuskirche", doch muss bald nachdem 1558 das Nonnenkloster durch Maulbronn und die Steine vermutlich teils für die Kirche, das erste Iptingcr Schulhaus und die 1611 neu erbaute Sorgenmühle (spätgotische Rosette über dem Portal) verwendet wurden, der alte Kapellenname auf die Pfarrkirche übergegangen sein, die heute "Kirche zur Heiligen Margareta" heißt.
Die Sakristei wurde später, wohl nach der Orgelstiftung durch Johannes Huber, noch einmal nach Osten erweitert, um Platz für einen Blasebalg zu schaffen. Damit bekam die Kirche ihr heutiges äußeres Gesicht.
Nachdem 1927 bereits der Turm abgesichert worden war (Jahreszahl in Schmiedeeisen an der Südseite), brachte eine gründliche Renovierung 1933 der Kirche neues Gestühl, neue Empore Kanzel und Altar; die Orgelempore wurde entfernt und die Orgel nach unten versetzt. Rudolf Yelin (geb. 1902) schuf Farbglasfenster (Symbole Jesus als Arzt). Die noch unter dem Putz schlummernden Fresken (Anbetungsszene an der Nordwand, überlebensgroße Apostel an den übrigen Wänden) wurden übertüncht, da sie teils zerstört, teils künstlerisch wertlos sind.
Das Lutherbild über der Kanzel schuf Jakob Grünenwald (1822-96) im Jahr 1885, wie Rudolf Yelin Professor an der Kunstakademie in Stuttgart.
1805 war die Kirchenorgel so sehr ruiniert, dass sie wiederhergestellt und ganz gestimmt werden musste, Kosten 38 fl. 20 x. Da nun das Piumcorpus (Stiftungspflege) durch sonstige viele Bauwerke sehr geschwächt war, trug das Bürgermeisteramt mit 16 fl. zur Kostendeckung bei.
Die Orgel wurde im Jahr 1836 anstelle des alten, unbrauchbaren Instruments von Johannes Huber gestiftet. Zuvor hatte die bürgerliche Gemeinde noch von jedem Bürger den jährlichen "Orgeltaler" kassiert.
Infos zu Johannes Huber
Der Mann muß hmaus ins feindliche Leben, muß wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen,
muß wetten und wagen, das Glück zu erjagen.
Eine Feier ganz eigener und seltener Art fand am 24. Juni, Johannistag, 1842 zu Iptingen im k. württembergischen Oberamte Maulbronn statt, die nicht bloß diese Gemeinde, sondern die ganze Umgebung in freudige Bewegung und Teilnahme versetzte.
Johannes von Huber, Bankier in Honfleur, Department Calvados, in Frankreich, Ritter des Ordens der württembergischen Krone, wurde am 2. April 1760 in Iptingen in eben nicht sehr glänzenden äußeren Verhältnissen geboren; doch hatte ihn das Glück mit geistigen Gaben dafür um so reichlicher entschädigt.
Schon in seinem 11. Lebensjahr konnte der lebhafte Knabe leicht bestimmen, das heimatliche Tal gegen den Aufenthalt in einer großen Stadt zu vertauschen. Sein Onkel, der in Frankfurt a.M. als Schuhmacher lebte und damals bei den Seinigen zu Besuch in Iptingen anwesend war, machte ihm , vielleicht nur im Scherze, den Antrag, mit ihm nach Frankfurt zu gehen und alsbald willigte der Knabe ein und verließ das heimatliche Tal, wo er voraussichtlich sein Leben in niedriger Dunkelheit zugebracht hätte und wanderte hinaus in die Fremde, in welcher ihm Glück, Reichtum und Ehre blühte.
In Frankfurt genoss er eine bessere Schulbildung und erlernte nach vollendeten Schuljahren die Profession seines Oheims. In seinem 18. Jahre verließ er Frankfurt und ging nach Stuttgart, wo er 5 Jahre bei einem der ersten Meister dieser Stadt als Schuhmachergeselle arbeitete. Von da ging er nach Paris, wo er sich 18 Monate aufhielt, und von da nach Pontaudemer, wo er ebenfalls als Schuhmachergeselle 4 1/2 Jahre lang arbeitete.
Am 25. Oktober 1789 kam er in Honfleur an, wo er sich als Stiefelmacher etablierte.
Sogleich als guter Arbeiter bekannt, erwarb er sich in kurzer Zeit eine bedeutende Kundschaft, und durch seine Tätigkeit und Sparsamkeit sammelte er sich innerhalb 14 Jahren, wiewohl er in den kritischen Finanzverhältnissen während der französischen Revolution durch das Assignatengeld vieles zu verlieren hatte, ein Vermögen von 80 000 Franken.
Im Jahre 1803 verließ er die Schuhmacher-Profession und fing das Wechselgeschäft an, das er, begünstigt durch seine Talente und seine Geschäftsgewandtheit, sowie durch günstige Umstände bisher mit dem glücklichsten Erfolge betrieben hat und noch zur Zeit des oben erwähnten Festes in seinem 83. Jahre betrieb, und wodurch er im Laufe der Zeit sein Vermögen beträchtlich vermehrte. J
In den Besitz bedeutender Reichtümer gelangt, verleugnete er, obgleich er schon seit 70 Jahren (einige Besuche, die er von Honfleur aus hier machte, abgerechnet) von seiner Heimat entfernt gelebt hatte, deutsche Gesinnung, und treue Anhänglichkeit an seine Heimat nicht, sondern beurkundete es, wie treu er derselben seine Liebe bewahrt habe, in so manchen reichen Gaben, mit denen er von Zeit zu Zeit, besonders in den Jahren 1803, 1808, 1811 und 1813, teils die Gemeinde, teils seine Angehörigen und Verwandten bedachte.
Die Schenkungen, die er seinen Angehörigen in Iptingen machte, mögen sich auf die Summe von 60 000 fl. belaufen.
Ebenso schickte er seinen beiden Schwestern, die nach Amerika ausgewandert waren, 100 000 Franken dorthin. Auch die Ortsbeamten von
Iptingen bedachte er von Zeit zu Zeit mit ansehnlichen Geschenken.
Vor allem aber verdienen seine gemeinnützigen Stiftungen und Schenkungen, die indem bei der Pfarrei befindlichen Stiftungsregister einzeln verzeichnet sind und herkömmlich jedes Jahr am Johannisfeiertage, als am Namenstage des Stifters, zum dankbaren Andenken an denselben auf der Kanzel verlesen werden, der Erwähnung.
Seine kleineren Schenkungen, die er in den Jahren 1808 und 1811 den Ortsarmen, den Ledigen und der Schuljugend machte, belaufen sich etwa auf 320 fL Im Jahre 1815 gab er aus Veranlassung der Hochzeit des einzigen Sohnes seines Bruders 1000 fL, um damit der ganzen Gemeinde ein Hochzeitsmahl zu bereiten, ebenso gab er dann auch zweimal je 10 Louisdor zu einer Mahlzeit für die Ledigen, welchen er später wieder viermal jedesmal 4 Louisdor schickte.
Am 6. Juni 1829 wurde von ihm eine bleibende Stiftung von 3200 fl. zur Unterstützung der Armen und für die Schulen in Iptingen errichtet, auch zu Anschaffungen einer neuen Orgel in die dasige Kirche 800 fl. angewiesen.
Um diese Zeit stiftete er drei neue zinnerne Nachtmahlskannen, einen neuen silbernen vergoldeten Kelch, eine solche Patine und eine silberne, innen vergoldet; Hostienkapsel in diese Kirche. 1830 ließ er, von dem Wunsche beseelt, daß seine Hülle dereinst' in der heimatlichen Erde ruhen möge, sich eine Gruft um 1500 fl. auf dem Kirchhofe von Iptingen erbauen, welche jetzt ebenso eine Zierde desselben wie auch ein neuer schöner Beweis seiner Anhänglichkeit an die Heimat ist.
Am 26. Juli gab er 200 Franken zur Anschaffung einer Fahne für den kurz zuvor gegründeten Gesangverein seines Geburtsortes und am 20. November 1841 stiftete er ein bleibendes Kapital von 500 fl., dessen Zins alljährlich zum Besten des Gesangvereines verwendet und dem jeweiligen Vorstand desselben zur Verfügung gestellt werden soll.
In den Jahren 1841-1842 ließ er den sogenannten Hochberg, eine bisher ungenützt liegende, durch ihr kahles Aussehen Dorf und Gegend verunstaltende Bergfläche von 26 Morgen, welche als der Gemeinde angehörig ihm auf seinen Wunsch von derselben zu beliebigen Gebrauche überlassen worden war, auf seine Kosten kultivieren, mit 1800 veredelten Obstbäumen bepflanzen und mit einer Akazienhecke und einer Steinmauer einfassen mit der den Wohltätigkeitssinn des edlen Gebers wiederum so schön beurkundende Bestimmung, dass der einstige Ertrag dieses Berges alljährlich zu wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken verwendet werden soll Hierzu übersandte er vorläufig 6500 fl.
Der erhoffte Reinertrag ist nie gekommen, sondern die ganze Pflanzung auf dem ungeeigneten Boden eingegangen. Die statt dessen gepflanzten Forchen kamen besser voran. Nicht einmal der neue Name statt des alten "Hohberg" hielt sich.
Diese letzte Wohltat, in Verbindung mit den vielen vorangehenden, erwarb ihm die ehrende Auszeichnung Sr. M. des Königs, so dass ihm in Folge einer Bittschrift des Gemeinderates von Iptingen vermöge höchster Entschließung vom 19. Jan. 1842 in Anerkennung seiner Verdienste das Ritterkreuz des Ordens der württembergischen Krone verliehen wurde. Nach Herstellung dieser Baum-Anlage sollte der Berg nach dem Wunsche des Herrn Bankier v. Huber statt seines bisherigen Namens "Hochberg" zur bleibenden Erinnerung an den Stifter den Namen "Johannes Hubers Berg" erhalten.
Hr. v. Huber hatte sich, weil von dem Gemeinderat zu Iptingen der Wunsch gegen ihn ausgesprochen worden war, es möchte, da die Gemeinde eines Armenhauses sehr benötigt sei, der einstige Ertrag des Johannes Hubers Bergs, statt dass er alljährlich zu wohltätigen Zwecken verwendet werde, so lange zu Kapitalien angelegt werden dürfe, bis die Summe zur Erbauung eines neuen Armenhauses hinreiche, alsbald entschlossen, seiner Heimatgemeinde um seine einmal ausgesprochene Bestimmung hinsichtlich des Berges nicht abändern zu dürfen, lieber sogleich ein Armenhaus erbauen zu lassen, wozu denn auch alsbald Vorkehrungen getroffen wurden. Schon bei Veranlassung der am 21. September 1841 zu Iptingen gefeierten Fahnenweihe, welche wegen des dabei von den ledigen Leuten an den Tag gelegten geordneten Benehmens den vollkommensten
Beifall des Hrn. v. Huber erhalten hatte und sein Wohlwollen, welches von früher von Mehreren, die in gar keinem Verhältnis zu ihm standen, ihm gemachte bettelhafte Zumutungen entfremd.._ worden war, der Gemeinde wieder zuwendete, hatte Hr. v. Huber die Summe von 1 000 fl., welche zu diesem Feste verwendet werden sollten, mit der Bemerkung gestiftet, dass, wenn diese Summe nicht zureichen sollte, er das Fehlende noch nachträglich geben werde. Es sollten nach seinem Wunsche an dem genannten Tage, nach vorgenommener Namensveränderung des Berges, nicht nur die Bezirksbeamten des Maulbronner und der benachbarten Oberämter, die Ortscollegien, die ganze Bürgerschaft, die Schuljugend von Iptingen, sondern auch mehrere benachbarte Liederkränze etc. mit einem angemessenen Mittagessen bewirtet werden.
Mehrere Tage zuvor sendete er seine beiden, in Honfleur bei ihm wohnhaften Neffen, Jonathan Wagner und Johannes Lang, als Deputation zu dieser Feier nach Iptingen, die seinen Wunsch ankündigten, dass zugleich mit der Namensveränderung des Hochbergs auch die feierliche Grundsteinlegung zu dem von ihm zu erbauenden Armenhauses verbunden werden sollte.
Der Tag dieser doppelten Feier brach endlich an und versammelte bald eine ungewöhnliche Menge Fremder in dem festlich geschmückten Dorfe.
Nach dem Morgengottesdienste ordnete sich der Festzug in der zuvor schon festgesetzten Weise, voran die Schuljugend, dann eine herrliche Militärmusik, die Bezirksbeamten, etliche Liederkränze, die Ortscollegien, die Bürgerschaft, fünfzig Arbeiter am Hochberge, die Ledigen etc.
Der Festzug bewegte sich zuerst auf den Bauplatz des Armenhauses außerhalb des Dorfes und reihte sich um den 33 Centner schweren Grundstein, neben welchem, nachdem von den Liederkränzen ein passendes Lied gesungen worden war, die Lebensgeschichte Hubers, wie sie die Vorstehendem gegeben ist, verlesen, auch von Oberamtmann Magenau eine kurze Rede gehalten wurde. Sofort wurden in einer blechernen Kapsel mehrere Urkunden, den Stifter dieses Hauses betreffend, ein Verzeichnis der in der Kugel niedergelegten Gegenstände, Exemplare von Gedichten, die aus Veranlassung dieser Feier von Stuttgart und Margröningen aus eingekommen waren, eine Anzahl verschiedener neuer Geldstücke, Wein, Früchte, etc. in den Grundstein niedergelegt, worauf, nach der bei der Grundsteinlegung üblichen Zeremonie, der Festzug durch das Dorf zurück den Weg auf den Johannes Huber Berg antrat, auf dessen beiden Spitzen zwei Riesenflaggen, die eine mit dem württembergischen, die andere mit den französischen Farben, wehten.
Dort angelangt reihte sich der Festzug um eine errichtete kleine Tribüne, auf welcher Oberamtmann Magenau nach Absingen eines Liedes durch die Gesangvereine eine gehaltvolle Rede hielt, nach deren Beendigung die Gesangvereine wieder ein Lied vortrugen, wonach sich der Zug, umdrängt von der nach strömenden Volksmenge, auf den unmittelbar unter dem Berge gelegenen Festplatze begab, wo seit mehreren Tagen viele Hände beschäftigt waren, Zurüstungen für die Aufnahme der Festgäste zu machen.
Es war für die Musik eine geschmackvolle Tribüne erbaut, geschmückt mit einem Ölgemälde Hubers wohlgetroffenem Brustbild, das auch hier wieder, wie schon oben auf dem Berge, wo es ebenfalls an der Tribüne angebracht worden war, die Augen der schaulustigen Menge, die sich um dasselbe drängte, auf sich zog.
Für die Ehrengäste war eine 170 Fuß lange bedeckte Gallerie errichtet, unter welcher sich eine ebenso lange Tafel hinzog, neben ihr in gleicher Länge eine Reihe anderer Tafeln für die aus 10 Orten anwesenden Liederkränze, für die Bürgerschaft, die Schuljugend etc. Die Schulkinder erhielten Erfrischungen und Geschenke. Etwa 800 Personen, die alle Herrn v. Hubers Gäste waren, hatten sich um diese Tische gereiht zum Mittagsmahl.
Für die übrigen Anwesenden waren von den Wirten selbst neben ihren Buden Tische und Bänke errichtet, wo ihnen gegen Bezahlung das Verlangte verabreicht wurde.
So verging der Nachmittag unter dem fröhlichen Treiben der Menge, den heiteren Weisen der Musik und den Wechselgesängen der Liederkränze.
Zum Schlusse der Festlichkeiten wurde Hubers Bild unter klingender Musik, begleitet von dem Iptinger Gesangverein, den Festordnern und einer Anzahl Festgäste in das Dorf zurückgebracht, um seinen gewöhnlichen Aufbewahrungsorte (in der Kirche an der von ihm gestifteten Orgel) .. zurückgegeben zu werden.
Noch einmal wurde dem edlen Geber, der aus weiter Ferne her diesen Freudentag bereitet, Toaste ausgebracht, in welche die Umstehenden aus vollen, dankbaren Herzen einstimmten.
So endete dieses wahre Volksfest, in welchem die dankbarste Anerkennung fand, dass was Fleiß und Redlichkeit errungen, edlen Sinn, Menschenfreundlichkeit und Vaterlandsliebe so schön anzuwenden wußten.
Das Rössle ist sehr zu empfehlen. Es gibt dort ein berühmtes Orchestrion (mech. Musikinstrument)
Öffnungszeiten:
Fr. ab 17 Uhr
Sa ab 11 Uhr
So ab 9.30 Uhr
1x im Monat gibt es Schlachtplatte!
Flyer s. unter Anlagen
Die St. Margaretenkirche kann besichtigt werden, und auch die bekannte Orgel kann erklingen (Mail an pianobiker: hat Schlüssel und ist Organist)
Additional Hints
(Decrypt)
Fgngvba 5 orsvaqrg fvpu hagreunyo qre Xvepur