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Holzerwald III - Gut Holzheu Multi-Cache

Hidden : 2/9/2008
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   large (large)

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Geocache Description:


Der Holzerwald ist ein etwa 400 ha großes Waldstück in den Landkreisen Unter- und Ostallgäu und erstreckt sich entlang der „Halde“, den östlichen Günztalhängen zwischen Engetried und Ronsberg und über die daran anschließende Hochebene auf Höhen von rund 680 m von der Günz her bis auf 804 m am höchsten Punkt, der Holzheuer Höhe. Die Wege im Wald sind bis auf wenige Ausnahmen für den öffentlichen Verkehr gesperrt, sie sind jedoch beliebte Routen für Radfahrer, Jogger, Walker oder Spaziergänger. Und auch für Geocacher gibt’s was zu entdecken, die Holzerwaldserie umfasst nämlich 6 Teile. Nacheinander angegangen ergeben sie die Form eines 8ers und sollen an schöne, wenig bekannte Stellen führen. Alle hintereinander schätze ich schon fast als Tagesaufgabe ein.
Ein Teil des Waldes, die Rohrhalde, ist ein „Naturwaldreservat“, d.h. dass dort keine Bewirtschaftung des Waldes stattfindet, also auch abgestorbene Bäume nicht gefällt werden, die dann bei stärkeren Winden zu gefährlichen Prügelgeschossen werden können. Dies betrifft insbesondere Holzerwald II und V, gerade diese Caches eignen sich also nur für Tage mit ruhigem Wetter, begebt euch also nicht unnötig in Gefahr.
Bedenkt außerdem, dass ihr euch bei diesen Caches, wie der Name ja sagt, meistens im Wald aufhaltet und der Empfang daher oft nicht optimal ist. Dies wird sich also auch auf die Qualität der Koordinaten auswirken. Verlasst euch deswegen ruhig öfter mal auch verstärkt auf eure Intuition als nur auf die Zahlen.
So wünsch ich euch nun viel Spaß, interessante Eindrücke und einen schönen Spaziergang!

Holzerwald III - Gut Holzheu

Sinnvolle, größere Teilrunden durch den Holzerwald mit diesem Cache: V - II - III - IV
oder III - IV - V - II, Gesamtlänge ca. 9 km
auch jeweils ohne den IVer als Runde machbar

Diesen Cache würde ich über drei Eigenschaften beschreiben:
- wenn man ihn im Anschluss an den Zweier macht, hat man gleich zu Beginn eine besonders reizvolle Landschaft, dann mal
- einen Blick nach draußen ins Günztal und schließlich kann man
- eintauchen in einen Aspekt der historischen Vergangenheit des „Holzheu-Waldes“

Die Weglänge vom Ausgangspunkt zum Ziel beträgt nicht ganz 2 km, allerdings fast nur auf Pfaden – wenn überhaupt!

Zunächst eine Wegempfehlung für diejenigen, die vom Ziel des Zweiers aus mit dem Dreier weitermachen wollen:
Ich persönlich mag diesen Zwischenabschnitt besonders gerne, vielleicht kann der eine oder andere das ja dann nachvollziehen. Für diese Route geht ihr also vom IIer-Cache ein Stück zurück in die Richtung, aus der ihr hergekommen seid, sehr bald geht ein Pfad nach rechts den Berg hinunter und ihr seid ein Stockwerk tiefer auf einer Art Terrasse. Auf dieser führt der Pfad weiter über N 47° 54.69’ E 10° 24.48’ und später N 47° 54.60’ E 10° 24.55’, wo sich der Pfad zu einem Weg verbreitert. Diesem folgend erreicht ihr etwas bergab die erste Station, wo ihr auch schon den angekündigten Blick aus dem Wald ins Günztal werfen könnt.

Der Holzerwald III ist auch nicht ungeeignet um hier in die (noch nicht fertige) Holzerwaldrunde einzusteigen, eine gute Parkmöglichkeit gibt’s nahe der Staatsstraße nördlich von Ronsberg bei N 47° 54.495’ E 10° 24.478’. Von dort schlängelt sich ein Feldweg durch die Viehweiden den Berg rauf, auf halber Höhe kurz vor dem Wald ist man dann beim Startpunkt angelangt.

1. Station bei N 47° 54.53’ E 10° 24.55’
Hier befinden sich in nächster Nähe einige wässrige Angelegenheiten wie Quellfassungen und Schompentränken. Eine dieser Viehtränken ist aus einem der Länge nach aufgeschnitten Fass gemacht. Auf der dem Weg zugewandten Seite ist eine fünfstellige Nummer zu lesen.
Notiert euch die Ziffern: ABCDB

Zur 2. Station geht’s den Weg weiter bergan, für diejenigen, die vom Holzerwald II her kommen, geht’s ein kurzes Stück zurück.
Folgt also dem Weg, der nach Norden führt. Wo der Weg immer schwächer erkennbar wird und wieder steiler wird, seid ihr bald bei einer Wasserfassung mit einem Schachtdeckel mit daraufgesetzter Pyramide, der
2. Station bei N 47° 54.626’ E 10° 24.558’
Mess- oder Schätzaufgabe hier: Schaut euch eine der vier Grundseiten der Pyramide an. Wie viele Dezimeter lang ist eine solche Grundseite hier?
Euer Ergebnis (auf ganze dm gerundet) = E

Folgt dann den letzten noch erkennbaren Metern des Weges weiter bergan. Wo dieser vollends aufhört geht bei dem großen, morschen Baumstumpf ein kurzer, schmaler, steiler Pfad nach links rauf. Gleich oben nach der Kante steht ihr überraschend auf einem Fahrweg, bergab führt er zum Rohrhof ins Günztal zurück, von oben her kommt ihr, wenn ihr vom Ziel aus auf Fahrwegen zurück zum Ausgangspunkt laufen wollt, ab dieser Stelle kennt ihr dann schon den Rückweg.
Der weitere Verlauf des Holzerwald III führt aber sofort wieder weg vom Weg, die grobe Richtung für den restlichen Verlauf ist im Mittel Südost. Die
3. Station bei N 47° 54.616’ E 10° 24.624’
ist ein alter Grenzstein mit einer eingemeißelten Bruchzahl.
Wie lautet der Nenner? Nenner = F

Wer sich freut, wenn er Grenzsteine entdeckt, der wird gerade in diesem Bereich aus dem Entzücken gar nicht mehr heraus kommen, denn fast alle paar Meter gibt es hier welche. Dies liegt daran, dass sich talseitig sehr schmale Waldflurstücke den Berg heraufziehen, diese heißen schon in einer alten Flurkarte von 1835 „Schinderhölzel“, also ein Anzeichen dafür, wie schwer diese steilen Grundstücke schon oder auch gerade damals zu bewirtschaften waren.

Viele Grenzsteine weiter, bei der
4. Station bei N 47° 54.574’ E 10° 24.712’
könnt ihr euer F kontrollieren, denn die eingemeißelte Zahl muss hier FF heißen.

Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt befindet sich entlang dieser Hangkante zu den Grenzsteinen hinzu eine Art zusätzliche Grenzsicherung mit dem künstlich ausgehobenen Graben. Und wie ihr merken werdet, zieht sich dieser ein beachtlich langes Stück immer an dieser Kante entlang, die ja eigentlich schon allein für sich ein wiedererkennbares topographisches Landschaftselement wäre, das den Grenzverlauf gegen Manipulationen (Grenzstein versetzen...) sicherer machen würde. Trotzdem war es anscheinend den damaligen Eigentümern nicht genug, und sie ließen vor wohl Hunderten von Jahren dieses heute noch gut erkennbare Bodenbauwerk, diesen kleinen Limes, errichten.

Die 5. Station bei N 47° 54.585’ E 10° 24.907’ ist konsequenterweise wieder ein Grenzstein, die letzte Aufgabe für diesen Cache.
Wie heißt die letzte Ziffer der eingemeißelten dreistelligen Zahl? Ziffer = G

Hier ist auch langsam die Zeit gekommen, den historischen Bezug, den es bei diesem Geocache gibt, zu erwähnen, nämlich das Gut Holzheu. Praktisch der gesamte Bereich der Hochebene links des Grenzgrabens, bereits ab dem Weg nach der 2. Station, war bis etwa 1845 kein Wald – das ist fast der komplette heutige Ostallgäuer Anteil des Holzerwaldes. Vielmehr befanden sich dort Äcker, Wiesen und Weiden, und inmitten dieser offenen Landschaft ein großer Hof, das Gut Holzheu. Im Cache befinden sich als Zuckerle für Interessierte noch ein paar genauere Angaben dazu, so dass ihr, wenn ihr wollt, noch weitere Spuren dieses großen Gutshofes entdecken könnt.
Der damals nördlich an die Flächen des Guts Holzheu angrenzende Wald – in etwa der heutige Unterallgäuer Anteil – hieß damals noch „Holzheu-Wald“, und wohl erst, als das Gut Holzheu in Vergessenheit geraten war, änderte sich der Name zum phonetisch sehr nahe liegenden „Holzerwald“ und bezog sich dann auf das ganze, nunmehr größer gewordene Waldgebiet.

Zum Ziel ist es aber immer noch ein gutes Stück, einfach mal noch dem Grenzgraben folgen. Einmal ist er mit kleinen Fichten ziemlich zugewachsen, dort empfiehlt es sich ein kurzes Stück nach unten auszuweichen, dann geht die ganze Sache bequemer.
Auf einen besonderen Punkt möchte ich auch noch hinweisen:
Bei N 47° 54.430’ E 10° 25.047’ ist eine Lücke im dichten Wald, wo man einen wunderbaren Blick auf Ronsberg, das Günztal und bei guter Sicht die nicht mehr so weiten Berge, insbesondere den Grünten, hat.

Jetzt zum Cache: Am Versteck selber ist ein hundsmieserabler Empfang, Dickicht,...
Wer’s direkt suchen probieren will, hat mit diesen Koordinaten eine höhere Wahrscheinlichkeit zum Finden als ganz ohne:
N 47° 54.4(E)(F)’ E 10° 25.(A+B+D+E)(G-E)’

Eine andere Möglichkeit wäre die, über einen Referenzpunkt in der Nähe mit zwar nicht viel besserem Empfang, aber eindeutiger umschreibbarer Lage per Beschreibung zum Cache zu finden. Der Referenzpunkt liegt ungefähr bei
N 47° 54.4(D/E)(C)’ E 10° 25.(E)(F+G-2)’

Ihr müsst euch nun auf einem Weg mit ungefährem Blick nach Süden aufstellen. Von rechts kommt der bekannte Grenzverlauf in einer längeren, geraden, großzügig unbepflanzten, ... na ja, Lichtung wäre übertrieben, aus der ihr vorher wohl hergekommen seid.
Hinter eurem Rücken kommt ein schmaler Fahrweg, der bis zu euch hin fast eben verläuft und vor euch in einer leichten Linkskurve in ein stärkeres Gefälle übergeht, mit ein paar Grenzsteinen am Wegrand links und rechts.
Rechts von diesem Weg und wenn ihr richtig steht direkt vor euch ist das Dickicht mit dem Cache. Ein alter, zugewachsener Hohlweg, der sich darin bergab schlängelt, führt euch zum Cache, eine Rechtskurve, eine Linkskurve, vielleicht 25 m weg vom Referenzpunkt.

Wie gesagt, wer noch ein bisschen rumschauen will, im Cache gibt’s noch ein paar Stellen vom Gut Holzheu beschrieben und dazu ein paar geschichtliche Informationen.

Bitte den Cache danach wieder ein bisschen mit verfügbaren Naturmaterialien tarnen, sonst ist er gar so auffällig - danke!

Sinnvoller Rückweg zum Ausgangspunkt: Den Weg vom Referenzpunkt nach Norden gehen, immer links halten.

Hoffe es war ein interessanter Spaziergang im „Holzheu-Wald“, freu mich über Anmerkungen, Kritik, Kommentare usw.

Der Allgäuer

Additional Hints (Decrypt)

Va qre Yvaxfxheir nz yvaxra Enaq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)