Kansteinburg bei
Langelsheim (Mini
Multi)
Nordöstlich von Langelsheim
begrenzt der über 30 Meter hohe Steilhang der Kansteinhochfläche
die Aue der Innerste. Hier stand im Frühmittelalter während des 9.
und 10. Jh. eine äußerst bedeutsame Wallburg, von der wenig bekannt
ist und die in der Nachkriegszeit durch Kalksteinabbau nahezu
vollständig zerstört wurde. Die Burg lag strategisch besonders
günstig, da sie zwei Furten im Zuge der südlichen Trasse der Via
regis kontrollierte. Dieser Königsweg (im allgemeinen
Sprachgebrauch „Hellweg“ oder „Alte Straße“ genannt) war im frühen
Mittelalter wohl die wichtigste Fernverbindung, die die Pfalz
Aachen im Westen über Paderborn mit der zunächst östlichsten
Grenzpfalz Magdeburg verband. Kaiser KARL DER GROSSE (748-814)
benutzte diese vermutlich schon in der Jungsteinzeit bestehende
Wegeverbindung bei seinen Feldzügen gegen die Sachsen. Die nur
teilweise ergrabene Burg dürfte nach der fränkischen Eroberung
Sachsens zur Landsicherung gegründet worden sein. Die in den
Abwehrkämpfen gegen die Ungarn und als Königsburg der an die Macht
gelangten Liudolfinger wichtige Kansteinburg verlor wahrscheinlich
mit dem Tod OTTOS III. (980-1002) ihre Bedeutung, als sein
Nachfolger HEINRICH II. (973-1024) das nahe gelegene Goslar
ausbaute und 1017 die Pfalz von Werla an der Oker nach Goslar
verlegte. Der weite Blick nach Norden in die Innersteaue,
nach Westen über die Stadt Langelsheim, nach Süden auf den Harzrand
und nach Osten über die Kansteinhochfläche und das Harzvorland
lässt die strategische günstige Lage deutlich werden. Der Kanstein
ist Bestandteil der neu eingerichteten „Wege deutscher Kaiser und
Könige des Mittelalters“, die vom ottonischen Königshof in Brüggen
über die ehemalige Pfalz Dahlum (beide Landkreis Hildesheim) mit
einem Abstecher zur Kaiserpfalz Goslar zur ehemaligen Pfalz Werla
(Landkreis Wolfenbüttel) führen.
Der Start befindet sich an der Infotafel neben der
Kreisstrasse. Hier findet ihr die Zielkoordinaten. Achtung! Keine
Filmdose.
Von hier aus führt ein Weg zur ehemaligen Burglage von
der allerdings nicht meht alzuviel erkennbar ist.
Von der Cachelage habt ihr einen guten Blick auf einige Mauerreste.
Auf dem Weg zum Cache habt ihr eine wunderbare Aussicht.
Achtung ihr müsst nicht klettern!!
Kalkstein ist brüchig!!
MotoCross Spuren führen euch in die Nähe des
Caches.