Wo heute das Güstrower Schloss steht, stand einst eine Burg der Fürsten von Werle. Mit dem Aussterben der Fürsten von Werle ging die Burg in den Besitz der Herzöge von Mecklenburg über und wurde deren zweiter Wohnsitz. 1557 brannte der Südflügel der Burg ab. Dies nutzte Herzog Ulrich von Mecklenburg, die alte Burg seinem Rang entsprechend von dem Architekten Franz Parr als prunkvolles Renaissanceschloss aus- und neu bauen zu lassen.
Mit dem Aussterben der Linie der Herzöge von Mecklenburg-Güstrow im Jahr 1695 kam Güstrow an die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Das Schloss wurde jedoch kaum noch genutzt und begann zu verfallen. 1795 musste der Ostflügel schließlich wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Ab 1800 erfolgte die Nutzung als Kriegslazarett und ab 1817 als Landesarbeitshaus, hier wurden nach der Bauernbefreiung nicht versorgte Personen untergebracht. Später wurde das Schloss in ein Altenheim umgewandelt. Im Rahmen dieser Nutzungen wurde die alte, prachtvolle Ausstattung vielfach umgebaut oder auch zerstört.
Von 1963 bis 1978 erfolgte eine umfassende Restaurierung des Schlosses. Seit 1972 wird das Schloss Güstrow als Museum für norddeutsche Kunst des Mittelalters, Jagd- und Prunkwaffen und zeitgenössische Kunst genutzt. Es ist heute einer der Standorte des Staatlichen Museums Schwerin. Der Schlosspark im Stil eines Renaissancegartens wurde ebenfalls restauriert und gehört zu den seltenen Beispielen einer solchen Gartenanlage in Deutschland
Die Besichtigung des Schlosshofes und Schlossgartens ist kostenlos möglich. Das Schlossgelände ist geöffnet in der Sommerzeit täglich von 06.00 bis 20.00 Uhr und in der Winterzeit von 06.00 bis 19.00 Uhr. Geparkt werden kann gleich schräg gegenüber des Schlosses auf dem Franz-Parr-Platz (tagsüber in der Woche kostenpflichtig) oder auf dem Parkplatz am Fuße des Schlossberges (kostenlos).
Das Schloss wird zur Zeit umfangreich saniert. Es kann zu Einschränkungen kommen.
Kurzmulti:
Begebt euch zum Eingang des Schlossgartens. Von der Startposition N53° 47.478 E12° 10.719 (nicht die Listingkoordinaten nehmen) peilt ihr 103 Meter in 181 Grad.
Die Dose ist ohne zu graben, zu klettern und ohne jegliche Hilfsmittel zu finden und zu bergen. Also zerlegt uns bitte nicht das Schloss bzw. Schlossgelände... ;-)