Wegekreuze
(auch:
Flurkreuze) sind Mahnmale, die Menschen seit alters her aufgestellt
haben, zur Erinnerung oder zum Dank an ein Ereignis. Sie zeugen vom
Glauben und der Frömmigkeit vergangener Generationen und des
Könnens der Steinhauer und Schmiede die Sie geschaffen haben. Sie
können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie etwa Holz,
Stein oder Metall. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe gestaltet.
Steinkreuze werden auch Hussitenkreuze, Schweden- oder Sühnekreuze
genannt.
Viele
Flurkreuze dienten einfach als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung
schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf
Wegekreuzungen.
An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen
ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von
wem.
Bei meinen
Cache-Touren sind mir diverse dieser frommen Kunstwerke
aufgefallen.
Da sie oft eine
interessante Geschichte haben stelle ich sie hier in einer offenen
Reihe vor.
Das
Hering
kreuz

Das steinerne Kreuz (Trachyt) ist 2,86 m hoch. Die Einzelteile sind
miteinander verschliffen, und die Nische endet in einem
"Eselsrücken"
Das Kreuz trägt am Sockel die Inschrift:
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DIESES C REVTZ
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INGS ERBEN ZV E
HREN GOTTES
HIE HINGESETZ
T SO GESCHEHEN
IM JAHR 1722
Im Dezember 1983 wurde zur Stabilisierung und Sicherung am
Mittelstück eine Eisenmanschette durch den Schmied
Kronenberg-Breuer angebracht.
Ambrosius Häring oder Hering hat am 12.05.1675 in Zons Magdalene
geborene Kriess geheiratet und ist am 31.03.1703
gestorben.
Über seinen Beruf haben wir keine konkreten Angaben: Nach der
Kopfsteuerliste von 1692 gehörte er eindeutig zu den wohlhabenden
Einwohnern (er hatte einen Knecht und zwei Mägde), und die Angabe
"wegen Closters Braweiler Knechtsteden" ist der einzige
Anhaltspunkt für seine Tätigkeit in Zons.
Seine Witwe heiratete am 27.01.1707 in zweiter Ehe in Zons Heinrich
Cratz und starb am 20.12.1721, wenige Monate nach ihrem zweiten
Mann (10.05.1721).
Quelle: Geschichtsverein für Dormagen, Nievenheim und Zons
e.V.