Wusstest du
das?
Schneller Cache am Rande der
Salzburg, der zum Nachdenken anregen sollte.
Am ehemaligen Trabrennplatz,
wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft Roma und
Sinti zusammengetrieben und von dort in das Lager Maxglan
gebracht.
Nach Herausgabe des
Auschwitz-Erlasses wurde das Lager Maxglan Ende März/Anfang April
1943 aufgelassen.
Der Großteil der rund 300 Roma
und Sinti wurde nach Auschwitz, eine kleinere Gruppe nach
Lackenbach deportiert.
Geschichte des Lagers
Maxglan:
Salzburg war Durchzugsland für nomadisierende Sinti aus dem
süddeutschen
und ostösterreichischen Raum, bis durch Himmlers
Rassengesetzgebung 1935
größere Gruppen aus Deutschland nach Österreich auswichen und da
von
Gemeinde zu Gemeinde abgeschoben wurden.
Nach Heydrichs „Festsetzungserlass“ im Oktober 1939 wurden, wie
andernorts,
die gerade in Salzburg lagernden „Zigeuner“ auf dem schon
bestehenden
Sammelplatz in Maxglan zusammengefasst und durften sich nur noch
mit
behördlicher Erlaubnis entfernen. Die sanitären und räumlichen
Verhältnisse
waren so katastrophal, dass viele krank wurden und Gefahr von
Seuchen
bestand. Die Bevölkerung tat mit Beschwerden das Ihrige.
1940 wurden die Sinti und Roma
vorübergehend in die Rennbahn einquartiert
und arbeiteten an der Errichtung eines größeren und besser
eingezäunten Lagers
in Maxglan. Dieses wurde KZ-ähnlich geführt, die Eingesperrten zur
Zwangsarbeit
gezwungen. Ende März/Anfang April 1943 wurde das Salzburger Lager
geräumt
und der Grossteil nach Auschwitz-Birkenau transportiert. Ein
kleiner Teil kam
nach Lackenbach.
Von rund 11000 österreichischen
Roma und Sinti haben 90% die
nationalsozialistische Verfolgung nicht überlebt.
Nachkriegsgeschichte:
Nach dem Krieg ging die Diskriminierung der Roma und Sinti nahtlos
weiter.
Es waren die gleichen Beamten, Ärzte, Polizisten etc im Amt, wie
vorher.
Roma und Sinti wurden nicht als Opfer der nationalsozialistischen
Rassenpolitik anerkannt,
im Gegenteil wurden sie verleumdet als KZ-Schwindler und mussten
sich viel demütigenden Schikanen unterziehen, wenn sie es wagten,
ihren Standpunkt zu verteidigen.
Sinti, deren Familien seit dem späten 18. Jh. nachweislich in
Österreich wohnten, waren z.T. bis 1990 staatenlos,
weil Ihnen die NS alle Dokumente weggenommen hatten! (u.a. Rosa
Winter)
Durch das Verweigern von neuen Gewerbescheinen wurden sie in die
Illegalität gedrängt.
Späte Anerkennung und Gegenwart:
Nur einzelne Roma und Sinti wurden viel zu spät (in Ö. ab 1988)
als NS- Opfer zur Kenntnis genommen.
Die Ende der 80er/Anfang der 90er gegründeten Roma- und
Sinti-Vereine in Österreich erkämpften 1993 die Anerkennung als
ethnische Minderheit.
1994 fielen vier Roma im Burgenland einem Sprengstoff-Attentat zum
Opfer.
Ein furchtbarer Rückschlag.
Die Vereine arbeiten stetig an Aufklärung der Mehrheitsbevölkerung
und Verbesserung der Lebensverhältnisse von in
Österreich lebenden Roma und Sinti (s. z.B. die Schulprojekte in
Oberwart und Wien) und internationaler Vernetzung (Roma Parlament,
Vertretung in Brüssel).
Quelle: Friedensbüro Salzburg
Der Cache enthält:
1 Logbuch
BITTE STIFT MITBRINGEN
DU BRAUCHST NICHT AUF DAS DENKMAL STEIGEN, DA DER CACHE NUN AUF
EINER ANDEREN STELLE LIEGT !!
Ich wünsche viel Spaß
Euer
LemonSoda