Er liegt etwas versteckt an der
Samernschen Straße:
Der jüdische Friedhof
erinnert daran, dass es auch innerhalb der Stadtmauern von
Schüttorf eine jüdische Gasse gab. 19 Grabsteine in einem kleinen
Wäldchen, zwei steinerne Pfeiler, ein eisernes Tor, das
verschlossen ist, denn das Betreten ist nicht erwünscht
(anders als in
Bentheim - ich empfehle GCY0DV, man kommt am dortigen
wunderschönen jüdischen Friedhof vorbei). Aber
das Wichtigste lässt sich auch über den Zaun in Augenschein
nehmen.

Der älteste noch erhaltene Grabstein zeigt
die Jahreszahl 1813, die letzte Bestattung war 1936,
zwei Jahre vor der Reichsprogromnacht. Auch Schüttorfer Juden
wurden verschleppt und ermordet. Einige konnten fliehen, nach
dem Krieg kehrte jedoch keiner von ihnen nach Schüttorf
zurück.
Der Friedhof ist damit zu einem
Mahnmal für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte
geworden.