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... aus alten Zeiten Traditional Cache

This cache has been archived.

ag1956: Heute bei einer Cachkontrolle festgestellt, sowohl Cache als auch das Versteck wurden entfernt.
Deshalb müssen wir den Cache leider archivieren.

Gruß Anne und Georg (ag1956)

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Hidden : 4/12/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Dieser Cache führt euch an einen echten „Lost Place“ in Werl.



Die Bunkeranlage an den angegebenen Koordinaten gehörte einstmals zu einem großen Militärgebiet der ehemaligen Besatzermächte in Deutschland. Bereits zu Zeiten des zweiten Weltkrieges existierte in Werl ein militärisch genutzter Flughafen.

Nach dem Krieg entstand dann auf eben diesem Gelände ein großzügig angelegtes Militärgebiet. Vor allem die Belgier waren hier präsent. Vielen alteingesessenen Werlern sind die jährlichen Flugshows, die an den regelmäßig stattfindenden „Tagen der offenen Tür“ veranstaltet wurden, noch sehr gut in Erinnerung. Ein besonderes Highlight war dabei das so genannte Flugbalett mit 12 Hubschraubern des Typs „Alouette“, die am Himmel Quadrille und Walzer zu tanzen schienen. Der Standort Werl wurde auch von verschiedenen belgischen Ehrenträgern besucht, wie zum Beispiel auch dem belgischen Königspaar am 26. Oktober 1976.

Ab 1957 waren auch die Amerikaner in Werl stationiert. Seit dieser Zeit wurden in den Bunkeranlagen, die heute noch zu sehen sind, amerikanische Waffensysteme eingelagert. Im Westbunker befanden sich vermutlich 24 Atomköpfe für die Kurzstreckenrakete Lance, im Ostbunker 30 bis 40 Atomköpfe für 155mm- und 203mm Haubitzen. Nur wenige Werler kannten die Sicherheitsmaßnahmen, mit denen diese beiden Betonbunker beschützt wurden. Bewacht wurde das Waffenlager von ca. 120 belgischen Soldaten, die auch die Waffen vorhielten, mit denen die Sprengköpfe verschossen werden konnten. Nach außen wurde die Anlage durch ein geordnetes Schussfeld mit Schützengräben, Doppelzaun, nächtlicher starker gelblicher Beleuchtung und einer Fernsehüberwachung geschützt. Zusätzlich waren 2 Wachtürme Tag und Nacht besetzt, von denen auch heute noch einer an der Bunkeranlage zu sehen ist.

Im Juni 1992 wurde das Waffenlager aufgegeben. Bereits 1989 wurden von den Amerikanern die Sprengköpfe abgezogen, so dass bis zum Abzug der Streitkräfte nur noch Attrappen von den belgischen NATO-Kollegen bewacht und aus Gründen der militärischen Täuschung regelmäßig bewegt wurden.
(Quelle: Werler Erinnerungen – Helmut Euler)

Nach dem Abzug der Truppen aus Werl lagen die militärischen Gebäude brach. Nach unterschiedlichen Nutzungsansätzen wurde 1995 damit begonnen, die nun frei gewordene Fläche auf „Altlasten“ zu untersuchen. Im Jahre 1998 wurde das Gelände dann verkehrstechnisch erschlossen. Heute spricht man an dieser Stelle vom KonWerl-Gebiet, das im Rahmen des „KonWerl2010“-Projektes als Industriegebiet und als Baugrund für den „Energiepark KonWerl“ dient. Seit 1998 haben sich bereits viele Unternehmen, vor allem aus der Logistikbranche, im KonWerl angesiedelt.



Neues vom Cache (26.01.2013): Die Bunkeranlagen (siehe Fotos) wurden komplett mit Erde zugeschüttet und sind nur noch als Hügel erkennbar. Da wir aber finden, dass dieser historische Ort weiterhin einen Cache verdient hat, haben wir die Dose, nach Rücksprache mit dem Reviewer, um ca. 120 Meter verlegt. Sie liegt nicht auf einem Privatgelände.



Happy Hunting!



Additional Hints (No hints available.)