Die Schlange mit dem goldenen Schlüssel
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Dieses ist der zweite Cache neben „Die große Flut“ (GC18PQG), der euch die Geschichte unseres Heimatortes Wörth näherbringen soll. Der Spaziergang ist etwa 2 km lang, jedoch nicht kinderwagengeeignet. Folgende Sage erzählt man sich bei uns:
„In alten Zeiten stand am Heilbach, auf dem Rheinhochufer bei Wörth, das stolze Schloss Affolterloch: Seine Insassen waren gefürchtete Raubritter. In ihrer endlosen Gier nach Reichtum und Schätzen lauerten sie von ihrer hochgelegenen Burg aus auf ahnungslose, vorüberziehende Kaufleute. Mit fürchterlichem Gebrüll stürzten sie sich auf die wehrlosen Opfer, raubten und plünderten und schreckten auch vor einem Mord nicht zurück. So trieben die Raubritter vom Affolterloch viele Jahre hindurch ihr grausames Spiel am Rande des Bienwaldes. Endlich – nach langem Bitten der verängstigten Leute – sammelte der Kaiser eine Heeresmacht und ließ die trutzige Raubburg so gründlich zerstören, dass kein Stein auf dem anderen blieb. An der Stelle aber, wo das stattliche Schloss einst stand, gähnte noch lange Zeit ein schauerlicher Abgrund.
„Die Schätze der Raubritter sind im Innern der Höhle vergraben“, flüsterten die Dorfbewohner an langen Winterabenden einander zu. „Wer sie findet, ist ein reicher Mann seiner Lebtag“, seufzten die jungen Burschen. Wohl mancher hat nach dem verborgenen Gold der Raubritter vom Affolterloch heimlich gesucht, aber keiner wusste es zu finden.
Eines Tages hüteten Wörther Knaben in der Nähe des Kästenberges ihre Ziegen. Sie vertrieben sich nach Bubenart die Langeweile mit allerlei munteren Spielen. Dabei kamen sie auch an den Eingang der geheimnisvollen Höhle. Getrieben von jugendlicher Abenteuerlust, beschlossen sie, den rätselhaften Gerüchten um eine unterirdische Schatzkammer nachzuspüren.
Der mutigste unter ihnen band sich den Strick einer Ziege um den Leib und ließ sich, von seinen Gefährten gehalten, hinab in den Abgrund gleiten. Zuvor aber hatte er mit ihnen verabredet, dass sie ihn schleunigst emporzögen, falls er bei drohender Gefahr um Hilfe riefe. Das war gut so. Kaum hatten ihn seine Freunde ein Stück hinuntergelassen, da gellte auch schon ein furchtbarer Schrei aus der Höhle. Mit zitternden Händen und fliegendem Atem zogen sie den Spielkameraden eilends ans Tageslicht. Kreideweiß vor Schrecken, bebend an allen Gliedern, stammelte der Waghalsige den gespannt lauschenden Gespielen sein unheimliches Erlebnis:
„Eine greuliche Schlange, groß und dick wie ein Wiesbaum, haust da unten! Hoch und immer höher hat sie sich aufgerichtet, als sie mich erblickte. Ihre starren Augen wollten mich durchbohren. Die feurige Zunge zischte um meinen Leib. Ihre glänzende Schuppenhaut schillerte in tausend Farben. Und… o unfassbares Wunder… einen goldenen Schlüssel trug sie um ihren glitzernden Hals…!“
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde von der gräßlichen Schlange mit dem goldenen Schlüssel in ganz Wörth. Lange Zeit mieden die Knaben jene mit Apfelbäumen bestandene Anhöhe. Immer wieder berichteten Besucher dieser Gegend, die Schlange mit dem goldenen Schlüssel habe sie erschreckt und mit ärgerlichem Zischen bis ins Tal hinab verfolgt.
Bis auf den heutigen Tag blieb die Schatzkammer der Burg Affolterloch verschlossen. Keinem von uns würde das Gold der Raubritter Glück bringen. Zu viel Blut, zu viel Tränen, zu viel Leid haftet an ihm.“ (Aus: Bader, Ritter, Schwarz: Wörth am Rhein. Ortschronik Bd.1,Wörth a. Rh. 1983, S. 147.)
Vielleicht gelingt es dir, den Schatz zu finden… Mach dich auf die Suche!
Parken bei N 49 02,705 – E 008 15,641.
Begib dich zu Stage 1 bei N 49 02,683 – E 008 15,651. Dort findest du den Bade- und Waschplatz der Raubritter. Bilde die Quersumme aller Zahlen auf dem rot umrandeten Schild = A
Stage 2: N 49 02,(A*41+7) – E 008 15,(A*42+8). Hier findest du einen Hinweis. Überquere dann den Bach! Wenn du Glück hast, kannst du auf der linken Seite noch Tiere sehen, welche die Wörther Buben einst hüteten.
Stage 3: An dieser Brücke kämpften die Raubritter einst gegen wilde Reitervölker aus dem Südosten. Zähle hier die vertikalen Streben auf beiden Seiten (dicke und dünne!). Diese Zahl ist B. Bleibe auf der Südseite des Baches und begib dich zur nächsten Stage!
Stage 4: N 49 02,(B*6+41) – E 008 14, (B*8-10). Mit diesem Objekt konnten unsere Raubritter zu ihren Zeiten natürlich noch nichts anfangen, heizten sie doch noch mit Holz! Bilde die Quersumme aller schwarzen Zahlen auf gelbem Grund! Diese Zahl ist C! Überquere nun den Bach und gehe zu Stage 5!
Stage 5: N 49 02,(C*13-23) – E 008 15, (C*6-1). Hier siehst du noch ein Relikt, mit dem die Raubritter ihr Territorium markierten. Ordne dem letzten Buchstaben auf der Nordseite die Position im Alphabet zu und addiere die Zahl auf der Ostseite, um D zu erhalten.
Stage 6: N 49 02,(D*3-62) – E 008 15, (D*2+92). Dichtung oder Wahrheit? Hier erfährst du mehr über die historischen Hintergründe!
Deutsche Bedeutung des mhd. Wortes? Anzahl der Buchstaben = E
Im wievielten Jhd. erbaut? = F
Aus welchem Land stammt das wilde Reitervolk aus dem
Südosten? Anzahl der Buchstaben = G
Im wievielten Jhd. wurde die Burg aufgelassen? = H
Und nun kannst du den Schatz der Schlange mit dem goldenen Schlüssel suchen bei
N 49 02,(G*B-E-G) – E 008 15, (C*2+D*2-F-H)
Die Koordinaten sind recht sprunghaft. Die Stages sind jedoch problemlos zu finden. Für den Final gegebenenfalls den Hint benutzen! An Stage 2 bitte auf die Nachbarn achten und den Final wieder gut tarnen, da hier häufig Kinder spielen! Tauscht fair!
Viel Spaß beim Suchen!
Additional Hints
(Decrypt)
Onhzfcnygr, hagra