Die Judenbuche - Bökerhof Traditional Cache
environmental_cacher: Da hier offensichtlich keine Wartung durchgeführt wird und keine Rückmeldung kam, archiviere ich jetzt das Listing.
Siehe dazu auch die Guidelines:
http://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx/#cachemaintenance.
Diese archivierten Listings werden nicht aus dem Archiv geholt. Wenn dieser Platz weiter genutzt werden soll, muss ein neues Listing erstellt werden.
Bitte entferne den noch vorhandenen Geomüll.
Viele Grüße
environmental_cacher
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Die Judenbuche - Bökerhof
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Kurze Inhaltsangabe der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff:
Die Geschichte spielt in der Mitte des 18. Jh. im westfälischen Dorf Bellersen. Holz- und Jagdfrevel sind an der Tagesordnung der Dorfbewohner, ebenso tägliche Straftaten.
In diese Welt wird Friedrich Mergel hineingeboren und sein Lebensweg ist damit im
Voraus geprägt. Friedrich, entwickelt sich von einem verstörten, zurückgezogenen Kind zu einem sehr hochmütigen und stolzen, aber auch erregbaren und gewaltbereiten Mann.
Bei einer Tanzveranstaltung wird Friedrich mit der Restschuld von 10 Talern beim Juden Aaron bloßgestellt. Aaron wird noch in dieser Nacht ermordet und unter einer Buchte tot aufgefunden. Friedrich flieht überstürzt ins Ausland.
Die Juden des Ortes gehen zum Gutsbesitzer Herr von S. und kaufen diese Buche. Folgender Spruch wird eingeritzt:
"Wenn du dich diesem Baum näherst, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast."
Nach einiger Zeit gesteht ein anderer Jude diese Tat.
28 Jahre später kehrt Friedrich unter dem Namen seines Freundes Johannes Niemand ins Dorf zurück. Er arbeitet dort einige Zeit als Tagelöhner. Die Judenbuche, der Ort des Verbrechens, zieht ihn immer wieder irgendwie an und er wird letztendlich erhängt an der Buche aufgefunden.
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Wenn auch der Bökerhof keinen inhaltlichen Bezug zur Novelle aufweist, so hat die junge Droste doch an diesem Ort ihre erste Berührung mit dem Stoff gehabt. Bei den Großeltern, der Freiherrlichen Familien von Haxthausen, war die junge Annette vermutlich schon 1805 zum ersten Mal zu Gast. Im Jahre 1813 verbrachte die nunmehr schon junge Dame wieder mehrere Monate in Bökendorf, ebenfalls in den Jahren 1818 und 1820. Vermutlich wird sie in dieser Zeit auch die 1818 erschienene Fassung des „Berichts von einem Algierer-Sklaven“ aus der Feder ihres Onkels kennengelernt haben. Das Dorf Bellersen scheint bei den Gutsbewohnern nicht den besten Ruf gehabt zu haben, jedenfalls lassen die Beschreibungen der Droste dies vermuten.
Auf Bökerhof verbrachte die junge Annette gemeinsam mit der Schwester Jenny, die übrigens bei den Freunden des Onkels August von Haxthausen weitaus mehr Erfolg hatte als die etwas „vorlaute“ (nach Wilhelm Grimm) Annette, schöne aber auch schmerzliche Ferientage. Wilhelm Grimm, einer der Freunde des Onkels, leitete die jungen Leute ganz im Sinne romantischen Zeitgeistes dazu an, volkstümliche Geschichten für ihn zu sammeln. Die Droste machte begeistert mit.
Die Bökerhof-Jahre nehmen für die Droste dann aber doch ein bitteres Ende, als sie in der gelegentlich mehr als freundschaftlichen Beziehung zu zwei häufig in Bökendorf weilenden Freunden des Onkels - August von Arnswaldt und Heinrich Straube - zwischen die Stühle gerät. Die beiden verbünden sich nach einer Aussprache gegen Annette und schreiben ihr aus Göttingen einen bitterbösen Brief, in dem sie ihr regelrecht die Freundschaft aufkündigen. Die Droste erinnert sich lebenslang an diese Schicksalswendung und an das unselige Ende der meist so frohen Tage auf Bökerhof.
Hier beginnt die junge Dichterin auf Anraten übrigens auch ihre Gedichtsammlung „Das Geistliche Jahr“, die 1838 in Münster erscheint.
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Genauigkeit +/- 5m
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(Decrypt)
npug bqre arha
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