Die Judenbuche - Das Dorf B.
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Kurze Inhaltsangabe der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff:
Die Geschichte spielt in der Mitte des 18. Jh. im westfälischen Dorf Bellersen. Holz- und Jagdfrevel sind an der Tagesordnung der Dorfbewohner, ebenso tägliche Straftaten.
In diese Welt wird Friedrich Mergel hineingeboren und sein Lebensweg ist damit im
Voraus geprägt. Friedrich, entwickelt sich von einem verstörten, zurückgezogenen Kind zu einem sehr hochmütigen und stolzen, aber auch erregbaren und gewaltbereiten Mann.
Bei einer Tanzveranstaltung wird Friedrich mit der Restschuld von 10 Talern beim Juden Aaron bloßgestellt. Aaron wird noch in dieser Nacht ermordet und unter einer Buchte tot aufgefunden. Friedrich flieht überstürzt ins Ausland.
Die Juden des Ortes gehen zum Gutsbesitzer Herr von S. und kaufen diese Buche. Folgender Spruch wird eingeritzt:
"Wenn du dich diesem Baum näherst, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast."
Nach einiger Zeit gesteht ein anderer Jude diese Tat.
28 Jahre später kehrt Friedrich unter dem Namen seines Freundes Johannes Niemand ins Dorf zurück. Er arbeitet dort einige Zeit als Tagelöhner. Die Judenbuche, der Ort des Verbrechens, zieht ihn immer wieder irgendwie an und er wird letztendlich erhängt an der Buche aufgefunden.
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„Friedrich Mergel, geboren 1783, war der einzige Sohn eines sogenannten Halbmeiers oder Grundeigentümers geringerer Klasse im Dorf B., das, so schlecht gebaut und rauchig es sein mag, doch das Auge jedes Reisenden fesselt durch die überaus malerische Schönheit seiner Lage in der grünen Waldschlucht eines bedeutenden und geschichtlich merkwürdigen Gebirges.“ (...) Das Dorf B. galt für die hochmütigste, schlauste und kühnste Gemeinde des ganzen Fürstentums. Seine Lage inmitten tiefer und stolzer Waldeinsamkeit mochte schon früh den angeborenen Starrsinn der Gemüter nähren...“ („Judenbuche“)
Die literarische Gestalt Friedrich Mergel erlebt hier in Bellersen seine mehr oder weniger
düstere Kindheit. Auch der Hermann Winckelhan, der im weitesten Sinne als reale
Vorlage für den Friedrich Mergel in der Novelle der Droste gilt, ist hier geboren.
Station 1, Ortseingang:
N 51° 46,239
E 009° 11,227
Welche Inschrift ist auf dem Kreuz zu finden:
Im Kreuz ist Heil A = 468
Erneuert 1985 A = 312
Dir aus Liebe nachzufolgen A = 524
Station 2 „Doch nicht auf den Schindanger“
N 51° 46,602
E 009° 11,438
„Am Abend, als es dunkel geworden war und der Mond schien, sah man ihn im Schnee auf dem Kirchhof herumhumpeln; er betete bei keinem Grabe, ging auch an keines dicht heran, aber auf einige schien er aus der Ferne starre Blicke zu heften.“ („Judenbuche“)
Nur noch wenige Grabsteine erinnern an den jahrhundertealten Gottesacker an der Kirche. Irgendwo unter dem Rasen ruhen auch die sterblichen Überreste des „Täters“ Hermann Winckelhan, der nach den Eintragungen des Sterbebuches der Gemeinde am 18. Sept. 1806 im Alter von 43 Jahren ein christliches Begräbnis fand, entgegen der Novellenversion, nach der die Droste den Leichnam des Mörders als „auf dem Schindanger verscharrt“ beschreibt. Ein gnädiger Pfarrer half sich mit der Etikettierung des Selbstmörders als „Bettler und lediger Tunpf“ (was soviel wie „geistesschwach“ bedeutet) über das Problem hinweg, dem Toten ein christliches Begräbnis verweigern zu müssen. So ruht denn hier der Ausgestoßene doch unter seinen Zeitgenossen.
Bis wann wurden die Fürsten von Haxthausen auf dem Friedhof beigesetzt?
Antwort = B
Final „Der literarische Tatort“
N 51° 46, B - 1008
E 009° 10, A
„Jetzt nahten die beiden sich der Stelle des Teutoburger Waldes, wo das Brederholz den Abhang des Gebirges niedersteigt und einen sehr dunklen Grund ausfüllt... Kennst Du das Holz da vor uns? Das ist das Brederholz.“ („Judenbuche“)
In diesen Wald hat die Dichterin den Tatort „ihrer“ Friedrich-Mergel-Kriminalgeschichte gelegt. Die literarischen Stationen dieses noch immer majestätischen Waldes seien noch einmal vor Augen geführt: Hier findet der alte Mergel seinen Tod und hier geistert er später als Gespenst herum; hier schlagen die Blaukittel, jene Holzfrevlerbande, nächtens ganze Schneisen in den Wald, und hier lockt der junge Friedrich als Viehhüter den armen Förster in die tödliche, falsche Richtung. Hier hinauf sieht man „an einem Abend wohl gegen sechzig Juden, ihren Rabbiner an der Spitze, in das Brederholz ziehen, alle schweigend und mit gesenkten Augen“, und hier findet man schließlich die Leiche des sich in der Judenbuche erhängten Friedrich Mergel.
BITTE EINEN STIFT MITBRINGEN
Der Final ist seit Januar 2012 um einige Meter verlegt worden, die alten Koords sind in der Berechungn aber geblieben.
! Als Hinweis: Ecke Zaun !
Additional Hints
(Decrypt)
hagre Fgrva