Heidenburg
ERBAUT: unbekannt - bauliche Anlage, Mauerwerksstruktur weisen auf eine Entstehung nicht vor 1100.
ZERSTÖRT: unbekannt
LAGE: Auf langgestrecktem zum Teil senkrecht abfallenden Bergrücken östlich vom Ort.
ANLAGE: Der Bergrücken ist durch einen natürlichen, vielleicht künstlich erweiterten Halsgraben in eine kleinere nördliche Hälfte, auf der sich die Burg erhob und eine bedeutend größere südliche Hälfte getrennt. Auf beiden Plateaus wurde eine Besiedlung von der Bronzezeit bis in römische Zeit archäologisch nachgewiesen. Die Südkuppe in wenigstens zwei Bauphasen 3./5. Jh. als spätrömische Befestigung ausgebaut. An der Südwestspitze schwache Spuren eines unregelmäßig viereckigen, wohl Turmartigen Baues, daran anschließend Reste der Umfassung im Bereich der östlichen Kante. Entlang der westlichen Steilflanke längsrechteckiges, in vier Raumeinheiten getrenntes Gebäude (als Mannschafts/Kasernengebäude gedeutet). Ein nordöstlich davon, isoliert in der Mitte der Südkuppe liegendes Mauerviereck wird als frühchristliches Gotteshaus interpretiert? Nur mehr geringe stark verschliffene Fundamentreste erkennbar. Auf der Nordkuppe die Reste einer einfachen hochmittelalterlichen Burganlage über polygonalem Grundriss. Im Nordosten überschneidet die Ringmauer ein spätrömisches Gebäudeviereck. Hinter ihr, gegen Süden stand der freistehende Bergfried über schwach rechteckigem Grundriss.
Grundmauerreste der Ringmauer im Süden und Norden und die ausgegrabene Innenseite des Turmes sind noch zu sehen.
An der ganzen Anlage wurden 1939 - 1941, 1945 und 1947 archäologische Ausgrabungen gemacht.
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