Die Kirche St.
Jürgen
von Friedrich Frerichs

Das schönste, auch wohl älteste
mittelalterliche Gebäude im Bereich der Großgemeinde Lilienthal ist
die dem St. Georg geweihte Kirche "in den Wiesen zu St. Jürgen",
die "ecclesia beati Georgii in terra graminum". Sie liegt auf der
"Kirchwarf" wie auf einer einsamen Hallig, nur vom strohgedeckten
Pfarrhaus und dem Küsterhaus eingerahmt. Bis in die dreißiger Jahre
des vorigen Jahrhunderts war sie in jedem Winter vom Wasser
umgeben. Die Kirche ist älter als das Kloster Lilienthal, um 1190
gebaut und bereits 1230 erwähnt. Vieles weist darauf hin, dass hier
schon in vorchristlicher Zeit eine Kultstätte gewesen ist. St.
Georg, der Drachentöter zu Pferde, trat im frühen Mittelalter oft
an die Stelle des heidnischen Gottes Wodan. Auf diese Weise konnten
Gebräuche übernommen werden und alte Gefühle wurden nicht verletzt.
An hervorragender Stelle neben der jetzigen Kanzel stand eine große
mittelalterliche Holzplastik des Ritters St. Georg (St. Jürgen),
die von den Bauern besonders verehrt wurde. Bei den Umbauarbeiten
um 1758 ließ der energische Pastor Hönert diese Figur entfernen,
weil nach seiner Meinung "die Einwohner damit abergläubischen
Missbrauch trieben". Er stiftete später zur Versöhnung der
erzürnten Gemeinde eine kleine Alabasterplastik des Ritters St.
Georg, die noch heute die Nordwand schmückt.
Die Kirche liegt genau auf dem Meridian des Bremer Doms. Hat das
in der Frühzeit für die Wahl des Ortes eine Rolle gespielt?
Ursprünglich war die Kirche wohl ein Wachtturm und eine Wegkapelle
in dem unwegsamen Gelände von Bremen zur Osterholzer Geest. In
alten Berichten ist noch von einer alten niedrigen Kapelle südlich
der jetzigen Kirche die Rede. Die Kirchwarf, auch gleichzeitig der
Friedhof, musste von den Bauernschaften des St. Jürgenslandes
unterhalten werden. Schwere Sturmfluten rissen oft Sandmassen ab
und legten Gräber frei, wie die Alten berichten. Der Platz vor dem
Pfarrhaus war seit alters her der Ort, an dem der Unterrichter von
St. Jürgen "gehört", d. h. in einem Sessel dreimal emporgehoben und
auf diese Weise vor versammelter Gemeinde feierlich in sein Amt
eingesetzt wurde. Dabei wurden die Worte gesprochen: "Ich höge den
jungen Erbenrichter thom ersten, annern und darten Mahl". Dann
wurden ihm die Grenzen seiner "Jurisdiktion" vorgelesen. Man
"verzehrte" dann eine oder mehr Fässer Bier, die ihnen der
Erbrichter zum Besten gab". Die Kirche ist ein harmonisch
gegliederter Bau im romanischen Stil. Der wuchtige Turm trägt drei
mittelalterliche Glocken, das schönste Geläut der ganzen Gegend
(1474 und 1478, eine Glocke früher gegossen). Das Kirchenschiff
wird durch zwei wuchtige Kreuz-Gewölbe gegliedert, die in dem
niedrigeren Altarraum mit der anschließenden Apsis harmonisch
ausklingen. In den beiden Restaurationen der Kirche im Jahre 1931
(Architekt Schulze-Herringen) und im Jahre 1961 (Architekt Jan
Noltenius) wurde der romanische Raum in seiner ursprünglichen
Schönheit und Harmonie wiederhergestellt. Die St.-Georgs-Kirche ist
in unserer unruhigen Zeit ein Mahnmal des Friedens, das den
Besucher gefangen nimmt:
"Die Kirche auf der Insel im Grünen".
Hier nun zwei Fragen:
1. Wann wurde das Backhaus wiedererrichtet, dieses sei die Zahl
A.
2. Zähler alle Ösen an der Nordwand, dieses gibt die Zahl
B.
Rechne:
CCC = A / 4 + 48
DDD = B * 33 + 1
Die Dose findest du dann hier:
N 53° 10.CCC E 008° 48.DDD
The most beautiful, also probably the oldest
medieval buildings in the area of large-scale community Lilienthal
is the St. George church "in the meadows of St. Jürgen", the
"ecclesia beati Georgii in terra graminum". It lies on the
"Kirchwarf" as a lonely mound, only the with straw thatched
parsonage and the sacristan house surrounded. Up until the thirties
of the last century, it was always in the wintertime surrounded by
water. The church is older than the monastery Lilienthal, built
around 1190 and 1230 already mentioned. Many pointed out that
already in pre-Christian time that here was a place of worship. St.
George the dragon slayer on horseback, met in the early Middle Ages
often took the place of the pagan god Wodan. In this way, could be
accepted to pass old customs and old feelings were not hurt. An
excellent place adjacent to the current pulpit stood a large wooden
sculpture of the medieval knight of St. George (St. Jürgen), who
was particularly revered by the farmers. By the reconstruction
works in 1758 this sculpture was removed from the energetic pastor
Hönert, because he believes "the people ragging superstitious
abuse". Later he donated a small alabaster sculpture of the Knight
of St. George, for the reconciliation of angry community, which
still adorns the northern wall.
The church is located exactly on the meridian at the Bremen
Cathedral. Has this played a role in the early days for the choice
of location? Originally the church was probably a watchtower and a
chaple in the difficult terrain of between "Bremer Geest" and
"Osterholzer Geest". In old reports is still by an little old
chapel south of the church present the speech. The "Kirchwarf" and
also the cemetery, must to keep by the farmers of the St. Jürgen
country. Old reports says, that severe storm tides tore often sand
mass away and sets graves free. The square in front of the parish
has always been the place where the chieftains of St. Jürgen was
"heard", he was in a chair three times uplifted to established in
his job. These were the words spoken: "Ich höge den jungen
Erbenrichter thom ersten, annern und darten Mahl" Then was, the
border of his "jurisdiction" read out. Man "consumed" then one or
more barrels of beer. "The church is a harmoniously structured
building in the Romanesque style. The massive tower carries three
medieval bells, the beautiful bells of the whole area (1474 and
1478, one bell cast sooner). In the two restorations of the church
in 1931 (architect Schulze-Herring) and in 1961 (architect Jan
Noltenius) was romanische space to its original beauty and harmony
is restored. The St. George's church is in our troubled time a
monument of peace:
"The Church on the island amidst the greenery."
Here are two questions:
1. When the bakery house ("Backhaus") was rebuilt, this was the
number A.
2. Count all eyelets on the north wall, this gives the
number B.
Calculate:
CCC = A / 4 + 48
DDD = B * 33 + 1
You can find the box here:
N 53° 10.CCC E 008° 48.DDD
Happy Hunting
wünscht der
Moorteufel