Der Holzerwald ist ein etwa 400 ha großes Waldstück in den Landkreisen Unter- und Ostallgäu und erstreckt sich entlang der „Halde“, den östlichen Günztalhängen zwischen Engetried und Ronsberg und über die daran anschließende Hochebene auf Höhen von rund 680 m von der östlichen Günz her bis auf 804 m am höchsten Punkt, der Holzheuer Höhe. Die Wege im Wald sind bis auf wenige Ausnahmen für den öffentlichen Verkehr gesperrt, sie sind jedoch beliebte Routen für Radfahrer, Jogger, Walker oder Spaziergänger. Und auch für Geocacher kein weißer Fleck, die Holzerwaldserie umfasst 7 Multicaches plus 1 Bonus, die nacheinander angegangen die Form eines 8ers ergeben und an schöne, wenig bekannte Stellen führen sollen. Alle hintereinander schätze ich schon als knappe Tagesaufgabe ein.
Ein Teil des Waldes, die Rohrhalde, ist ein „Naturwaldreservat“, d.h. dass dort keine Bewirtschaftung des Waldes stattfindet, also auch abgestorbene Bäume nicht gefällt werden, die dann bei stärkeren Winden zu gefährlichen Prügelgeschossen werden können. Dies betrifft insbesondere Holzerwald II und V, gerade diese Caches eignen sich also nur für Tage mit ruhigem Wetter.
Bedenkt außerdem, dass ihr euch bei diesen Caches, wie der Name ja sagt, meistens im Wald aufhaltet und der Empfang daher oft nicht optimal ist, dies wird sich also auch auf die Qualität der Koordinaten auswirken. Verlasst euch deswegen ruhig öfter mal auch verstärkt auf eure Intuition als nur auf die Zahlen.
So wünsch ich euch nun viel Spaß, interessante Eindrücke und einen schönen Spaziergang!
Holzerwald V - Vom Ost- ins Unterallgäu
Sinnvolle, größere Teilrunden durch den Holzerwald mit diesem Cache: V - II - III - IV
oder III - IV - V - II,
auch jeweils ohne den IVer als Runde machbar
Diese Etappe ist die längste der Holzerwaldmultis, vom Startpunkt bis zum Dösle sinds knapp 3 km, plus An-, Abreise, Rückweg oder was auch immer, je nachdem wo man herkommt und wohin’s weitergehen soll.
Der zweite Abschnitt dieses Caches führt durch ein Naturwaldreservat und sollte wegen der Gefahr herabfallender Äste im eigenen Interesse nur bei ruhigem Wetter betreten werden! Und auch sonst selber abschätzen, ob man weitermachen will oder besser umkehrt!
Gerade das Zielgebiet ist sehr schön, aber eben auch gefährlicher als normale Waldgebiete, das bitte im Hinterkopf haben!
Parkmöglichkeit besteht am Wald- und Straßenrand bei Hahnenbühl oder beim empfohlenen Parkplatz vom HW-IV.
N47 54.542 E10 25.616
Der Startpunkt zu dieser Runde ist gleichzeitig der höchste Punkt im Holzerwald: die Holzheuer Höhe mit 804 m über dem Meer. Der Blick geht hier weit ins Unterland. Zur Zeit der Entstehung dieses Caches sah man im Nordosten bei nicht allzu schlechter Sicht die große Sendeanlage Wertachtal bei Ettringen, am Landkreisdreieck Unterallgäu, Ostallgäu und Augsburg, die es inzwischen aber nicht mehr gibt.
Die Frage hier am Startpunkt lässt sich aber mit einem Blick ganz in der Nähe beantworten: Nach Westen geht eine Lichtung in den Wald, hierin stehen relativ frei einige große Exemplare von einer bestimmten Baumart. Was sind das für Bäume?
Lärchen => A = 29
Kiefern => A = 39
Weißtannen => A = 49
Eichen => A = 59
Eschen => A = 69
N47 54.806 E10 25.526
Weiter am Wald entlang Richtung Unterallgäu geht’s zur 2. Station, einem Kreuz am Waldrand. Hier ist ein Bild angebracht.
Mit wie vielen Schrauben (die übrigens ein symmetrisches Bild abgeben) ist das Bild auf dem Holzuntergrund angebracht? Zählt hier genau, um auf die richtige, ungerade Zahl zu kommen.
Anzahl = B = _
Gleich ein paar Meter weite geht es jetzt den Weg links in den Wald. Ab hier bis zur 4. Station war der Verlauf dieses Weges die nördliche Grenze vom Gut Holzheu (Holzerwald III) – auf dem ersten Teilstück kann man am rechten Wegrand auch hier noch den Grenzgraben erkennen –, und heute treffen hier Ost- und Unterallgäu zusammen.
N47 54.791 E10 24.946
Bei der dritten Station treffen auch noch andere Gebietseinheiten zusammen, nämlich drei Waldviertel (Schläge). Welches ist an dieser Stelle falsch?
Buchstockerhöhe => C = 6
Holzheuer Höhe => C = 7
Elderschachen => C = 8
Das Schild für das Waldviertel im Nordwesten, den Allgaierschlag, hat leider jemand mitgenommen. Das für die Buchstockerhöhe im Nordosten möglicherweise auch.
Weiter geht’s zum Wege recyclen. Der Rest dieses Caches ist der Teil im Naturwaldreservat, der nur bei ruhigem Wetter gemacht werden sollte.
Wer schon den IIer gemacht hat, kennt schon einen kurzen Abschnitt, der jetzt kommt. Wer nicht, der hilft sich so: Immer weiter geradeaus auf dem Weg nach Westen, wo es nicht mehr geradeaus geht, ist übrigens der Ausgangspunkt vom Holzerwald II, und ein alter Fußweg, ein Hohlweg, geht den Berg hinunter. Macht das auch. Wo ihr beim angegebenen Referenzpunkt N 47° 54.828 E 10° 24.697 auf den Querweg trefft, geht es nach Norden weiter.
N47 55.092 E10 24.724
Die nächste Station ist meine Lieblingsfrage: Haltet inne und werdet ganz still. Was spürt ihr für einen „Puls“? Ihr könnt ihn fühlen, aber wahrscheinlich sogar besser hören.
Wählt aus den folgenden Möglichkeiten den Wert aus, der am ehesten passt: 30, 40, 60, 80 oder 105 Schläge pro Minute.
Damit habt ihr euer D.
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Unter Umständen kann es vorkommen, dass diese Frage hier nicht beantwortet werden kann. Dann muss leider ein unbequemer Umweg mit einer nervigen Aufgabe in Kauf genommen werden. Doch Vorsicht, der direkte Weg ist eigentlich kein Weg, so was gibt’s nur mit dem noch größeren Umweg über die 4. Station, wo man den Berg besser/sicherer/bequemer raufkommt. Sucht bei N47 55.12 E10 24.82 nach dem Infoblatt zur Geschichte des Holzerwaldes. Zählt alle, alle Ziffern auf diesem Blatt zusammen, nicht nur die von Jahreszahlen. Subtrahiert davon 24, und ihr habt auch euer D. Leider steht aber dort heute, anders als sonst, auch kein frisches Wasser zur Verfügung.
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N47 55.205 E10 24.754
Vom Widder weiter geht’s zur 6. Station, der Wasserversorgung einer Ortschaft. An welcher Stelle im Alphabet steht der erste Buchstabe im Ortsnamen?
Stelle = E = _
Nun geht’s zum Ziel der Reise, wie schon euer Weg seit der 4 Station im Unterallgäu gelegen, und das nicht gerade am bestzugänglichsten, dafür auch nicht am uninteressantesten Platz:
N 47° 55,(20*(C+E) + A)’ E 10° 24,(D*12-B-C)
Ergebniskontrolle mit der Quersumme aus allen Ziffern der Endkoordinaten: 56
Vorsicht: Das Cachefinale ist unter potentieller Beobachtung von 2 Jägerständen.
Man muss nicht graben und nicht klettern, allerdings schon ins Gelände, vom Weg ca. 15-20 Meter weg.
Beim Testen war der Empfang wegen der dichten Belaubung der Bäume nicht gut, der Hinweis sollte dann aber weiterhelfen.
Viel Spaß bei dieser Holzerwald-querbeet-Tour!