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Gotteshäuser: St. Mariä Himmelfahrt in Neuhonrath Traditional Cache

Hidden : 6/17/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Neuhonrath

St. Mariä Himmelfahrt

Als im August 1738 der Generalvikar der Erzdiözese Köln die Errichtungsurkunde der Pfarrei Neuhonrath unterzeichnete, hatte die Gemeinde eine lange Zeit der provisorischen Seelsorge hinter sich. Mit der Erhebung zur selbstständigen Pfarrei war übrigens gleichzeitig der (Orts-)Name »Neuhonrath« entstanden. Bereits im 12. Jahrhundert gab es einige Kirchen und Kapellen in der Gegend um Honrath und Wahlscheid, dem heutigen Einzugsgebiet der Pfarre Neuhonrath. Doch als sich im Zuge der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges die ›Obrigkeit‹ zum evangelischen Glauben bekannte, wurden die Kirchspiele Honrath (1614) und Wahlscheid (1645) zu evangelischen Kirchengemeinden. In dem nun überwiegend evangelischen Gebiet erhielten die verbliebenen katholischen Familien die heiligen Sakramente von Geistlichen im benachbarten Rösrath, Seelscheid oder Overath.

Dieser wenig erfreuliche Zustand sollte geraume Zeit andauern, denn erst 1710 erhielt der Guardian der Seligenthaler Minoriten die Genehmigung, für die in Honrath und Wahlscheid ansässigen Katholiken seelsorgerisch tätig zu werden – der erste Impuls für die Entstehung der Gemeinde war damit gegeben. Doch es sollte noch 20 Jahre dauern, bis mit dem Bau einer eigenen Kirche begonnen werden konnte. Nachdem die adligen Familien von Ley und von Proff die finanziellen Mittel und Wilhelm Balthasar Meyer zu Weeg ein geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt hatten, konnte die Gemeinde endlich mit den Bauplanungen beginnen. Am 23. Juli 1732 segnete der geistliche Missionar Heinrich Kramer den ersten Stein zum Fundament der Neuhonrather Kirche, 1735 war der Rohbau fertig gestellt. Nachdem in den folgenden drei Jahren noch verschiedene finanzielle Fragen, Stiftungen und Patronatsrechte als Voraussetzung für die Erhebung zur Pfarrgemeinde geklärt worden waren, stellte der Generalvikar der Erzdiözese Köln, Johannes Andreas von Franken-Siersdorf, am 23. August 1738 die Errichtungsurkunde aus, und am 21. September 1738 wurde das neue Gotteshaus auf den Titel »St. Mariä Himmelfahrt« geweiht.

Die Kirche thront weithin sichtbar auf einem kleinen Hügel in der malerischen Umgebung des Bergischen Landes. Das im Stil des Barock aus Bruchstein errichtete Gebäude ist seit der grundlegenden Restaurierung im Jahre 1969 mit einem ockerfarbenen Putz versehen, um Witterungsschäden einzudämmen. Fünf Rechteckfenster mit Hausteingewände lassen das Licht von Südwesten und Nordosten in den Innenraum fallen. Das Gotteshaus ist also entgegen der kirchlichen Bauregel nicht nach Osten, sondern nach Südosten ausgerichtet; hier befinden sich der dreiseitige Chorabschluss sowie die erst 1969 errichtete achteckige Sakristei. Das nordwestliche Areal des Kirchengrundstücks dient seit 1780 als Friedhof der Gemeinde. Sowohl das große Langhaus als auch die Anbauten im Südosten sind mit Schiefer gedeckt; besonders auffällig ist der große Dachreiter mit Zwiebelhaube, der als Glockentürmchen dient. Ursprünglich bildete der dreiseitige Chor den Abschluss des Gebäudes nach Südosten, doch was heute als kleiner Übergang zwischen dem Langhaus und der ›neuen‹ großen Sakristei dient, ist die erste Sakristei, die im Jahre 1865 angebaut wurde. Den Eingang in das Gotteshaus bildet an der nordwestlichen Giebelseite ein großes Portal mit profiliertem Hausteingewände. In das Gewände ist die Inschrift »Domus mea est Domus orationis« – »Mein Haus ist ein Bethaus« – gemeißelt, und im Schlussstein ist die Jahreszahl 1732 zu lesen. Zum Komplex um St. Mariä Himmelfahrt gehört neben einem großen Kindergarten noch das alte Schulhaus, das im Jahre 1868 bezogen wurde und heute als Pfarrbibliothek dient.

Beim Eintritt in den gut 20 Meter langen und fast 9 Meter breiten Innenraum beeindruckt zunächst die gelungene farbliche Ausgestaltung. Bedingt durch die südöstliche Ausrichtung des Gebäudes scheint das Licht den Raum von allen Seiten gleichmäßig zu beleuchten. Der Fußboden besteht aus schwarzen und weißen, diagonal verlegten Marmorplatten und begründet die Harmonie des Raumes. Das ›Prunkstück‹ der Ausstattung von St. Mariä Himmelfahrt ist der große Hochaltar im Chor. Den barocken Altar erwarb die Gemeinde im Jahre 1958 aus der abgebrochenen Hubertus-Kapelle zu Wormersdorf. Das aufwändige Werk stammt aus der Werkstatt des Isaac Ferber aus Flerzheim und dürfte zu Beginn des 18. Jahrhunderts hergestellt worden sein. Bei der gründlichen Restaurierung wurde das verlorene Altarbild durch ein frühbarockes Kruzifix ersetzt; im oberen Giebelfeld erstrahlt das Symbol der Dreifaltigkeit, im Antependium befindet sich ein geschnitzter Lorbeerkranz mit Öl- und Palmenzweig. Zum barocken Stil des Hochaltars passt die farblich schön gefasste Kanzel mit erneuertem Schalldeckel, den eine Figur Johannes des Täufers bekrönt; sie wurde 1747 in der Werkstatt des Meisters Rüthger von Much verfertigt. Der Altartisch und der Ambo sind hingegen moderne Stücke aus schwarzem Granit, die jedoch farblich und formal gut mit dem Raum und den übrigen Ausstattungsgegenständen harmonieren.

Zu diesen wenigen, kostbaren und sehenswerten Stücken gehören unter anderem eine Maria mit Kind, die um 1770 in einer rheinischen Werkstatt geschnitzt worden sein dürfte. Der Blickfang im Nordwesten ist die um 1857 eingebaute Empore für die Orgel, deren reich verzierter Prospekt ein passendes Gegenbild zum Hochaltar darstellt. An der Wand unter der Empore steht auf einer Konsole ein von Pfeilen durchbohrter heiliger Sebastian, dessen dramatischer Ausdruck die am Schauspiel orientierte Bildauffassung des Barock widerspiegelt. Ebenso expressiv und erhaben wirkt der heilige Josef, der sich an der gegenüberliegenden Wand befindet; die von einem lebhaft bewegten Gewand umhüllte Figur wurde um 1770 in Frankreich hergestellt. Die Ausstattung und die Architektur von St. Mariä Himmelfahrt zeugen nicht nur von stilsicherem Geschmack, sondern gestalten vor allem eine würdige Stätte des Gebets und der Gottesdienste und den Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde.

Text: Dr. Christian Frommert. Literatur: Bernhard Walterscheid-Müller, 250 Jahre Kath. Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt Neuhonrath, (Hg. Heimat- und Geschichtsverein Lohmar e.V., Dokumentation G 22), Lohmar 1988. Quelle: http://www.kirche-des-monats.de/2004/08/haupttext.html

 


Ach ja: Der Hint bezieht sich auf 2 Zitate aus dem Film "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug". Bitte hinterlasst den Cache wie vorgefunden. Danke im Voraus!

Der Cache ist bei Schnee nicht zu finden. Auch befindet er sich nicht an oder zwischen den Gräbern (ist wohl logisch).

Der Cache wurde in Absprache mit Pfarrer und Kirchenvorstand versteckt. Die Küsterin der Kirche hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, interessierten Cachern auch den Innenraum der Kirche zugänglich zu machen, wenn Sie gerade Zeit dazu hat. Das Küsterhaus ist das Fachwerkhaus mit der Nummer 20 auf der Ecke der Kreuzung vor der Kirche. Viel Spaß beim Suchen und einen schönen Besuch!

Additional Hints (Decrypt)

"Qre ohßsregvtr Znaa jveq orfgrura." "...abpu avr ung rva K ... rvara orqrhgraqra Chaxg znexvreg."

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)