Zeche Verlorener Sohn Traditional Cache
eigengott: Da hier offensichtlich keine Wartung durch den Owner durchgeführt wird, archiviere ich das Listing. Siehe dazu auch die Guidelines:
http://www.gc-reviewer.de/guidelines/#maint
Sollten sich innerhalb der nächsten drei Monate neue Umstände ergeben, kontaktiere mich bitte per E-Mail. Sofern der Cache den Richtlinien entspricht kann ich das Listing dann auch wieder aus dem Archiv holen.
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Bitte keine Steine aus den Wänden entfernen!!!
Manchmal ist die Zeche sehr überwuchert von Sträuchern, jedoch immer gut erkennbar.
Meist schlechtes GPS-Signal.
Bei der Schachtanlage Verlorener Sohn handelte es sich um eine Kleinzeche im Hattinger Ortsteil Winz-Baak und im Bochumer Stadtteil Linden. Reste der bis zu 260 Meter tiefen Schachtanlage wie z.B. die Verladerampe über die 1 Mio. Tonnen Kohle verladen wurde, findet man heute noch auf der Strasse "In der Aar". Ihr ursprünglicher Name war Verlohrner Sohn, die Steine des Stolleneinganges wurden in der Nachkriegszeit für die Reparatur einer nahgelegenen Scheune verwendet.
Bereits im 18. Jahrhundert urkundlich erwähnt, war die Anlage zumindest von 1839 bis 1924 in Betrieb. 1913 gehörte sie zur Bergbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Vereinigtes Glückauf. Im Oktober 1924 meldete der Betreiber Konkurs an. Danach wurde nach Überlieferungen auf den Winz-Baaker Ruhrhöhen noch bis ca. 1926 weiter gefördert. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt nördlich das Grubenfeld der Kleinzeche Nordpol an der Surenfeldstraße in Bochum-Linden sowie westlich die Zeche Vereinigte Dahlhauser Tiefbau.
Während und nach dem 2. Weltkrieg wurde der Kohleabbau weiterhin "schwarz" betrieben. Die Deutsche Steinkohle (DSK) hat später die Zeche frei von jeglicher Belastung übernommen, so dass für zukünftig erforderliche Sicherungsmaßnahmen der Grundstückeigentümer aufkommen muss. Die durch den Abbau verursachten und entstandenen Bergschäden wurden nämlich im Rahmen eines Konkursverfahrens im Jahre 1924 mit Amtsgerichtsbeschluss vom 06. November 1926 abschließend abgegolten. Im Rahmen einer Versteigerung hat die Bergbau AG Baak im Jahre 1925 das Grubenfeld der Zeche "Verlorener Sohn" übernommen. Heute gehört es zum Stillstandsbereich Poerting / Carl Funke.
Von den Stollen und den Teilsohlen aus sind bis zum 17. November 1913 folgende 3 Flöze vom Hangenden zum Liegenden gerechnet, gebaut worden:
1. Flöz Silberbank, Mächtigkeit 2m Kohle, in den Jahren 1908 - 1910 sowohl über als auch unter der Stollensohle mit Bergeversatz
2. Flöz Grosse Nebenbank, Mächtigkeit 0,82m Kohle, in den Jahren 1908 und 1909 über der der Stollensohle mit Bergeversatz
3. Flöz Sonnenschein, Mächtigkeit 3m Kohle in den Jahren 1909 - 1911 über und unter der Stollensohle bis zur 2. Teilsohle mit Bergeversatz
Beginnend von der verbliebenden Verladerampe befinden sich diese Flöze und somit auch das Abbaugebiet parallel zu den Straßen Im langen Siepen und Bachstraße in nörd-östlicher Richtung. Sie queren die Dahlhauser Straße zwischen den Häusern 87 und 99. Dort befand sich eine Maschinenkammer und ein Gesenkschacht. Laut Gutachten des Bergamtes Gelsenkirchen vom 17. November 1913 hat im Flöz Silberbank kein starker Abbau stattgefunden. Zwischen den anderen beiden Flözen gab es in der Bergmannsprache mindestens 5 Aufbrüche und eine Richtstrecke.
Ein Großteil der Flöze wurde nicht verfüllt, sodass es in den 60er Jahren zu größeren Tagesbrüchen kam. So entkam im Jahre 1955 ein Kind mit seinem Roller nur knapp einem Unglück. Am 12. Februar 1970 ereignete sich nördlich der Straße Im langen Siepen auf der Dahlhauser Straße der größte Tagesbruch Hattingens. Mit einer Tiefe von 80 Meter einer der größten im ganzen Ruhrgebiet. Gegen 18:45 bildete sich in Höhe der Hausnummer 87 von der Straßenmitte aus ein Krater von ca. 15 Meter Durchmesser. Nur mit einem geglückten Manöver des Busfahrers entging der Linienbus 59 (heute 359) mit 31 Fahrgästen einer schrecklichen Katastrophe. Ein 15 Meter hoher Stromgittermast verschwand spurlos in der Tiefe, später sackte laut WAZ Zeitungsbericht vom 5. Februar 2000 auch noch ein Transformatorenhäuschen ab. Der Transformator konnte nicht mehr gerettet werden.
Der Tagesbruch wurde mit einer großen Betonplatte abgedeckt, für die mehr als 130 Kubikmeter Beton verbaut wurden. Das Gebiet wird regelmäßig vom zuständigen Bergamt Gelsenkirchen untersucht.
Additional Hints
(Decrypt)
Jre ibe qre Vasbezngvbafgnsry fhpu(r)g, qre svaqrg!
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