Wegekreuze
(auch:
Flurkreuze) sind Mahnmale, die Menschen seit alters her aufgestellt
haben, zur Erinnerung oder zum Dank an ein Ereignis. Sie zeugen vom
Glauben und der Frömmigkeit vergangener Generationen und des
Könnens der Steinhauer und Schmiede die Sie geschaffen haben. Sie
können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie etwa Holz,
Stein oder Metall. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe gestaltet.
Steinkreuze werden auch Hussitenkreuze, Schweden- oder Sühnekreuze
genannt.
Viele
Flurkreuze dienten einfach als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung
schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf
Wegekreuzungen.
An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen
ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von
wem.
Bei meinen
Cache-Touren sind mir diverse dieser frommen Kunstwerke
aufgefallen.
Da sie oft eine
interessante Geschichte haben stelle ich sie hier in einer offenen
Reihe vor.
Das
Gewitterkreuz
:

Das
Kreuz wurde 1902 in schönen neugotischen Formen errichtet. Die
Seiten des achteckigen Sockels sind oben mit gotischem Maßwerk
geziert. Das bekrönende Kreuz ist ohne Korpus.
Die Inschriften auf dem Sockel lauten:
Auf der Frontseite:
O Jesus!
Rett uns
vom ewigen
Seelentod
Und schütz
uns hienieden
vor
Hunger u. Not.
Auf der rechten Seite:
Errichtet
von der Kapelle
Gemeinde
Stommeler Busch
1902
1996 wurde das Gewitterkreuz
restauriert.
Quelle: Verein für Geschichte e.V. Pulheim