Wegekreuze
(auch:
Flurkreuze) sind Mahnmale, die Menschen seit alters her
aufgestellt3, haben, zur Erinnerung oder zum Dank an ein Ereignis.
Sie zeugen vom Glauben und der Frömmigkeit vergangener Generationen
und des Könnens der Steinhauer und Schmiede die Sie geschaffen
haben. Sie können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie
etwa Holz, Stein oder Metall. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe
gestaltet. Steinkreuze werden auch Hussitenkreuze, Schweden- oder
Sühnekreuze genannt.
Viele
Flurkreuze dienten einfach als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung
schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf
Wegekreuzungen.
An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen
ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von
wem.
Bei meinen
Cache-Touren sind mir diverse dieser frommen Kunstwerke
aufgefallen.
Da sie oft eine
interessante Geschichte haben stelle ich sie hier in einer offenen
Reihe vor.
Das
Mülleposskreuz
:

Das 3,28
m hohe Kreuz besteht im Sockel aus Trachyt, im Mittelteil aus
Sandstein und die Abdeckhaube wieder aus Trachyt.
Vom ehemaligen Kreuz sind lediglich der Sockel und ein Stück des
Mittelteils erhalten, der heute als Sockel für das jüngere
Holzkreuz, das in Dreipässen endet und mit einem giebelförmigen
Baldachin ausgestattet ist, dient. Auf dem geschweiften Teil sind
lediglich noch die stark verwitterten Buchstaben "V L" zu
entziffern.
Es wurde vom Zonser Bürgermeister Mathias Melchior Aldenhoven neben
dem sechseckigen, 1,30 m hohen Trachytstein errichtet, der den
Stürzelbergern als "Ruhepfosten" zum Abstellen der Getreide- bzw.
Mehlsäcke auf dem Weg zur bzw. von der Zonser Mühle diente, weshalb
man den Pfosten "Mülleposs" (Mühlenpfosten)
nannte.
Der Block unterhalb des Kreuzes trägt die
Inschrift:
Der gute Hirt
gibt sein Leben
für seine Schafe
Mit der Verbreiterung und Begradigung der Stürzelberger Straße im
Zuge der Flurbereinigungsmaßnahmen in den 1960er Jahren wurden
Wegekreuz und "Mülleposs" 1967 an den jetzigen Standort
versetzt.
Im Dezember 1983 wurde der "Mülleposs" bei einem Verkehrsunfall
umgefahren und anschließend durch den Steinmetz Franz Davertzhofen
wieder aufgestellt.
Quelle: Geschichtsverein für Dormagen, Nievenheim und Zons
e.V.