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 (small)
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Burg- Cache leicht zugänglich
Die Kirche Mariae Himmelfahrt in Burg bei Tengling
Die Kirche Mariae Himmelfahrt über der Ortschaft Burg liegt eindrucksvoll auf einem Moränenhügel, der nach Süden, Osten und Norden steil abfällt, während er von Westen her leicht zugänglich ist. "Der Anblick ist entzückend und bezaubernd. Es gibt wohl wenige Kirchen- und Burgenanlagen, die sich mit Maria Burg messen können" (Burger, S. 26). Bemerkenswert und in unserem Gebiet recht selten ist die vollständig erhaltene Umfriedung der gesamten Anlage durch eine Bruchsteinmauer. Von Osten her führt eine Steintreppe mit 66 Stufen zum Kirchenhof hinauf.
Kurze Geschichte der Grafen von Tengling
Ihre beeindruckende und romantische Lage verdankt unsere Kirche dem altbayerischen Grafengeschlecht der Tenglinger. Graf Friedrich von Tengling, aus der mächtigen Sippe der Sighardinger stammend, erbaute um das Jahr 1060/70 auf Eigengut die Burg Tengling in Burg, die für zwei Generationen zum Stammsitz der Herren von Tengling wurde; deren Namen sind im altdeutschen Epos "König Rother" (um 1150) rühmend erwähnt. Bedeutende Repräsentanten der Familie sind Graf Sighard, Patriarch von Aquileja (+1078) und Graf Heinrich, Bischof von Freising (+ 1137).
Im Jahre 1115 erlischt der Name Tengling in den Urkunden, während das Grafengeschlecht bis zu seinem Aussterben (1164) unter der Bezeichnung Herren von Burghausen weiterlebt. Die Burg Tengling und weitere Güter fielen an das Kloster Michaelbeuern (bei Salzburg), das die Sighardinger Grafen gestiftet hatten und das ihnen als Haus- und Grablegekloster diente. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg Tengling entweder zerstört oder aufgegeben.
Bei genauer Betrachtung läßt sich auch heute noch die Dimension der Anlage erkennen: Wo heute die Kirche steht, lag der Kernbereich der Burg, während sich nach Westen zu zwei Vorburgen im Gelände abzeichnen. Bei den letzten Restaurierungsarbeiten 1982 entdeckte man im Langhaus der Kirche Fundamente der ehemaligen Tenglinger Stammburg.
Geschichte der Kirche Maria Burg
Im Zusammenhang mit der Errichtung der Burg der Grafen von Tengling ist sicherlich auch eine Burgkapelle geweiht worden. Nach ihrer Zerstörung wurde aus den Resten der Burg vermutlich noch im 12. Jahrhundert eine neue Kirche gebaut, die als "ecclesia sancte Marie in Tenglingen . . . capella cum pertinentiis suis" (Kirche zur Hl. Maria in Tengling . . . Kapelle mit Grund) durch Urkunden der Päpste Innozenz III. (1213) und Gregor IX. (1232) mit dem Marienpatrozinium als Besitz des Klosters Michaelbeuern bestätigt wird.
Noch im 12. Jhdt. erhielt das Kloster die Betreuung verschiedener Pfarreien zugesprochen, darunter auch Tengling, das Mönche aus Michaelbeuern versorgten, die vermutlich in der Mönchspoint (Point = eingezäuntes Grundstück) unterhalb der Burg Törring lebten.
Die Herrschaftsrechte über die Kirche zu Burg gingen wie diejenigen in Tengling in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts vom Stift Michaelbeuern an die adlige Familie der Törringer über, die von 1328 bis zur Revolution von 1848 Herren der Vereinigten Hofmark Törring - Tengling waren.
Das Gotteshaus in Burg jedoch lag außerhalb des Hofmarksbezirks und gehörte von 1818 bis 1834 zur Gemeinde Törring. Erst 1864 kam es zur neugebildeten Gemeinde Tengling. Eigentümerin der Kirche war die Kirchenstiftung Burg die auch eine eigene Verwaltung besaß.
Maria Burg bildete früher einen umfangreichen Kirchenbezirk, der neben Tengling auch Teile der heutigen Gemeinden Taching und Palling umfaßte. Dies wird durch den Umstand bewiesen, daß viele umliegende Ortschaften bis ins 19. Jhdt. hinein in Burg das Kirchweihfest feierten und daß diese Orte bei Sterbefällen den Burger Mesner die Totenglocke läuten ließen und ihm alljährlich eine bestimmte Zahl von "Läutgarben" (Getreidegarben) ablieferten. Der Filialbezirk Burg umfaßte die Ortschaften Burg, Bermoos, Fisching, Haseneck, Mönchspoint, Stecken, Steineck und Wimpasing.
Die Totenglocke läutete für die Einwohner der Orte Bromberg, Einöd, Hörgassing, Limberg, Mauerham, Mollstätten, Pertenham, Salling, Schönhofen, Schröckenbauer, Sicharting und Weitgassing in der Pfarrei Taching, für Hechenberg, Lampertsham, Reitmayr, Schwank, und Unter- und Mitterroidham in der Pfarrei Palling. Die Burger Sterbeglocke läutete darüber hinaus für Assing, Buchberg, Eging, Grendach, Gröben, Haunerting, Hirschpoint, Moosmühl und Obertaching. Außerdem stand dem Mesner in Burg das Läuten der Sterbeglocke und der Bezug von Läutgarben im ganzen Vikariat Tengling zu.
DER CACHE:
Der Besuch an der umfriedeten Burgkirche ist allemal ein lohnender Ausflug auch wenn meistens die Kirche verschlossen ist. Die Fresken wurden neu freigelegt und wären mit Sicherheit eine Sehenswürdigkeit.
Man sollte auch die Kreuzigungsgruppe im Rundbau an der Ostseite ausserhalb der Mauer mal kurz anschauen.
Der Cache liegt wohl verborgen und gut getarnt winterfest bei folgenden Koordinaten:
N 47° 59.379
E 12° 42.912
Der Empfang ist etwas mäßig, deshalb auch der Hint.
Bitte vorsichtig heben und wieder exakt wie vorgefunden platzieren.
Nun viel Spaß und Erfolg bei der Suche.
Ein Foto würde mich freuen !
GH von - Rudi -
Additional Hints
(Decrypt)
Nhpu orv Ertra thg mh ybttra