Hunsrücker Sagen #1 - Die versunkene Glocke von St.
Quintin
Die Geschichte der Kirche geht bis zur Erbauung noch vor dem
Jahre 1000 zurück. Sie ist damit eine der ältesten Kirchen im
Hunsrück. Zerstört im Dreißigjährigen Krieg, wurde sie neu erbaut
und 1751 neu eingeweiht. In der Kirche ist ein Holzaltar von 1275
und eine Quintinstatue aus dem 14. Jahrhundert zu sehen.
Die Sage:
Die Wallfahrtskirche St. Quintin besaß früher einen
Turm. Dieser wurde baufällig, so dass man die drei Glocken, welche
dort hingen, anderswo unterbringen musste.
Man erzählt, eine Glocke wurde nach Wellmich, bei St. Goarhausen
verkauft. Die zweite Glocke kam nach St. Anna im Ort Karbach. Mit
der dritten geschah etwas Seltsames:
Mit der wohl größten Glocke hatten die Karbacher Männer wenig
Glück: Sie luden die schwere Glocke auf einen Wagen, da man Sie
nach Karbach bringen wollte. Die Wagen waren zur damaligen Zeit
nicht so gebaut wie heute. Auch die Wege waren nicht so wie heute,
viel schlechter und die Wiesen waren sehr sumpfig. So geschah es,
dass plötzlich unterwegs ein Wagenrad brach und die Glocke vom
Wagen auf die sumpfige Wiese fiel. Die Männer handelten schnell und
versuchten mit Ketten und Gäulern die Glocke auf festen Grund zu
ziehen. Es gelang aber nicht. Am nächsten Morgen war die Glocke
schon tief im Sumpf versunken. Nie wieder konnte sie herausgeholt
werden. Noch heute liegt sie darin. Die Stelle, an der sie
versunken ist, wird heute noch gezeigt. Doch wer am hl. Abend um
die Mitternachtsstunde an dieser Stelle vorbeikommt, kann die
versunkene Glocke von St. Quintin läuten hören. Wenn ihr richtig
sucht, könnt ihr die Glocke jederzeit läuten hören.
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Viel Spass wünscht Euch die
Bücklerbande!