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PIDING -Kapellen und Flurdenkmäler VI- Traditional Cache

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Hidden : 8/13/2008
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Wappen

PIDING -Kapellen und Flurdenkmäler VI-
by sergeant_tom

Die Pranger-Säule

Die Pidinger Prangersäule

Die Prangersäule wurde im Jahre 1622 errichtet und 2000 komplett restauriert.

Einst stand sie am Prangerplatz, in der Nähe des Gasthauses Staufeneck neben der alten Salzstrasse. Viele Menschen mussten sich vor dieser Säule beugen, bevor sie auf den errichteten Pranger verbracht wurden. Heute hat dieses Flurdenkmal einen schönen Zweck, an einem ruhigen Ort.


GESCHICHTE ZUM THEMA:


Noch heute befinden sich eine Reihe von Wegkapellen und Flurdenkmälern in der Pidinger Flur, ja sie haben sich sogar vermehrt. Die stummen Zeugen bayerischer Frömmigkeit prägen unverwechselbar unser Landschaftsbild. Diese Bildstöcke, Betsäulen, Wegkapellen und Marterl, einschliesslich der Kirchen und Klöster, wurden aber nicht nur zur >>Verschönerung der Landschaft<< errichtet, sondern alle diese Bau - und Flurdenkmäler haben ihre eigene Geschichte. Nicht nur Oberbayern ist reich an diesen Zeugen frommer Erinnerungen, sondern auch das Frankenland und Tirol. Der Ursprung dieser Erinnerungsdenkmäler reicht in die graue Vorzeit zurück. Im Hochmittelalter musste mancher arme Sünder, der aus dem Affekt heraus jemand getötet hatte, an der Stelle des Tatortes ein schweres Sühnekreuz aus Stein aufstellen lassen. Am Oberhögl, in der Kapelle des Lachlbauern, oder am Wegrand zwischen Jechling und Anger, steht ein solches Sühnekreuz.

Im Laufe der Zeit wurden diese steinernen Kreuze abgelöst durch Bildstöcke. Statt dieser klobigen Sühnesteine entstanden kunstvoll geformte Bildsäulen mit einem tabernakelförmigen Aufbau, der ein Kruzifix oder eine Heiligendarstellung enthielt. Das Bild als Andachtsfigur wurde oft mit Datum, Widmung und Sinnsprüchen oder mit Bildauszügen versehen. Diese Bildstöcke wurden also zur Andachtsverrichtung, als Erinnerung an Verstorbene und als Sühnemal aufgestellt. Die Blütezeit der Flurdenkmäler reicht vom späten 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts.

Erstellt wurden sie nun nicht mehr allein als Sühnezeichen, sondern man hatte sie auch aufgrund einer Erretung vor grosser Not durch ein Gelübde *ex voto* -als Weihegabe- versprochen, indem man ein bleibendes Zeichen der Dankbarkeit setzte. Die Votivtafeln erinnern daher an manchen Unfall, Unwetter und an all die schlimmen Pestjahre. Besonders gern wurde an Wegkreuzungen ein Bildstock oder ein Marterl aufgestellt. Nach alter Überlieferung durften Mörder und Selbstmörder und manch ein Anderer aus den verschiedensten Gründen nicht in geweihter Erde bestattet werden. Ihre Seelen trafen sich daher mit Vorliebe an den Wegkreuzungen.

Darum dachte man auch an diesen Orten mittels der Marterl und Kapellen an die "Armenseelen". Besonders Salzfuhrleute mussten bei jeder Witterung unter heute unvorstellbar primitiven Wegverhältnissen weit hinaus, erlebten manches Unglück, brachten unbekannte Krankeiten mit, hatten aber auch wiederum Glück im Unglück. Diese Beweggründe formten sie kunstvoll in Stein und Holz, und die Votivbilder erinnern uns an ihren ursprünglichen Sinn. Hinzu kommt das damalige unverfälschte Gefühl für Raum und Landschaft, wie das tiefe Wissen um die schnelle Vergänglichkeit des Menschen. Die Stifter setzten daher alle Baudenkmäler wie diese Sühnezeichen, Armenseelentafeln, Kreuzsäulen oder die "einfachen Marterln" nicht einfach schmucklos in die freie Landschaft, sondern pflanzten Bäume und Sträucher herum und setzten Ruhebänke, die den Vorübereilenden zu einer kurzen Rast und zu einem Gebet einluden. Am häufigsten finden wir die Marterln. Der Name ist auf das Mittelhochdeutsche marter, martel = Kreuz, Kruzifix, als Zeichen des Leidens Christi zurückzuführen. Wetterkreuze wiederum wurden zum Schutz der Felder und Fluren aufgestellt. Denn seit alter Zeit wurzelt im Volk der Glaube, dass das Kreuz die gefürchteten Schauer, das Haglwetter abwehrt und zwar, soweit es die Flut überschaut.


All die vielen Generationen von Bauern, Handwerkern, Pflegern und Geistlichen, die anschliessend in den Hof und Familiengeschichten in Erinnerung gebracht werden, hatten unsere Heimat von der Naturlandschaft durch die kunstvollen Bauten der Kirchen, Klöster und der kleinen Flurdenkmäler erst zur Kulturlandschaft erhoben.

(Quelle: Max Wieser, ehem. Bürgermeister, Heimatpfleger und Ehrenbürger von Piding)  

Bildstock



  DER CACHE:

befindet sich natürlich winterfest versteckt bei den Koordinaten

N 47° 46.183
E 012° 55.069


Dieses Flurdenkmal hat nur indirekt mit meiner Serie zu tun ist für das Finden des Bonus-Caches ohne Beduetung.

Bitte achtet darauf, dass Ihr nicht erwischt werdet und legt den Cache wieder exakt ab.

Wie immer wünsche ich Euch eine Menge Spass und allzeit happy hunting.

Euer

sergeant_tom

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