Der Cache ist ein größeres Gurkenglas. Bitte verstecke den Cache
wieder gut, damit ihm auch der Winter nichts anhaben kann.
Das habsüchtige Kräuterweibl
Der Reichenstein, erzählt eine Sage, ist ein
"reicher" Berg, denn in seinem Inneren, besonders in Schatz- und
Zauberhöhlen, soll viel Erz verborgen sein. Wer eine solche Höhle
findet, darf sich Gold holen, soviel er nur tragen kann. Dieses
Glück wird aber nur hilfreichen und vor allem uneigennützigen
Menschen zu Teil.
Einst stieg ein altes Kräuterweib aus Eisenerz
auf den Reichenstein um oben für einen Schwerkranken ganz
besondere, nur dort oben wachsende Heilkräuter zu suchen. Sie
sammelte eifrig die seltenen Pflanzen und übersah dabei das
herannahende Gewitter. Vor dem plötzlich einsetzende Platzregen
flüchtend, fand sie weiter oben eine Höhle, in die sie rasch
hineinschlüpfte. Vom steilen Anstieg atemlos setzte sie sich auf
einen Stein um zu verschnaufen. Nach einer Weile wurde sie
neugierig, schaute sich in der Höhle um und entdeckte einen lichten
Schein, der sie tiefer in die Höhle lockte. Erstaunt betrachtete
sie die goldenen Zapfen, die dort von der Decke hingen. Sie riß
einen ab und entdeckte, dass er aus purem Gold bestand. Mit
gierigen Fingern brach sie Zapfen um Zapfen ab und steckte sie in
ihre Tasche. Sie warf die schwer gesammelten Kräuter aus der
Tasche, um mehr Platz für die Zapfen zu haben. Sie füllte auch ihre
Schürze und schleppte die schwere Last aus der Höhle hinaus. Trotz
des Regens stieg sie eilends bergab. Die anfangs schwere Last wurde
jedoch immer leichter und leichter. Besorgt blickte sie in die
Schürze und blieb erschrocken stehen. In der Schürze und auch in
ihrer Tasche waren statt der goldenen Zapfen nur gewöhnliche
Fichtenzapfen. Als sie sich von dem Schreck erholt hatte, dachte
sie wieder an die weggeworfenen Heilkräuter und machte sich auf, um
sie aus der Höhle zu holen. Da sie die Höhle nicht mehr finden
konnte, musste sie mit leeren Händen uns Tal hinab.
Hätte sich die alte Frau mit ein paar Goldzapfen
begnügt und die Heilkräuter dem Schwerkranken gebracht, wäre sie
reich geworden. Doch der Berggeist des Reichensteins hatte sie für
ihre Habsucht bestraft.