Skip to content

MS V - Postraub Mystery Cache

Hidden : 9/4/2008
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Die „MS“- (Mystic Styria-) Caches sollen auf Plätze in der Steiermark hinweisen an denen Geschichte(n) stattfand(en). Historische Stätten, sagenumwobene Winkeln, Kultplätze … Fenster in eine andere/vergangene Welt. Gerade auch diejenigen die ohnehin schon „Kernöl im Blut“ haben sollen ihre Umgebung auch mal „als Tourist“ erkunden. Viel Spaß dabei!

Mystic Styria V: Postraub

Ein Drive-In-Rätsel-Cache auf den Spuren einer Legende:

Und es begab sich zu jener Zeit, lang bevor sich die erste Eisenbahn durchs Land schlängelte, dass sich ein Postkutscher auf den Weg vom Schloss Thannhausen in Richtung Graz begab. Ganz wohl war im auf seiner Reise nicht zumute, hatte er doch eine wertvolle Fracht. Hinten in der Kutsche transportierte er nämlich eine schwere eichene, mit massiven Eisen beschlagene Truhe. Diese war gut verborgen unter allerhand anderem Transportgut. In ihr befanden sich Steuergelder der Herrschaft die nach Graz abzuliefern waren.
Nachdem der Kutscher schon etliche Meilen hinter sich gebracht hatte stand bei einem Kreuz auf einem Hügelgrat, ein Bauersmann am Wegesrand und bat um Mitfahrgelegenheit. Mit der Aussicht auf ein wenig Kurzweil unterwegs ließ der Kutscher den Mann aufsteigen und so fuhren sie gemeinsam plaudernd ein gutes Stück des Weges.

Als nun Gleystorff schon lange hinter ihnen lag stieg der Bauer von der Kutsche da er in der Nähe etwas zu erledigen habe. Nun trat der Postkutscher wieder alleine seine Weiterfahrt an. Um sich die Reise etwas zu verkürzen kramte er nach seinem Posthorn um ein paar Lieder zu blasen. Bei der Gelegenheit wollte er auch gleich nach seiner wertvollen Fracht schauen. Blankes Entsetzen stieg in sein Gesicht als er der Tatsache gewahr wurde dass die Truhe unauffindbar war. Wieder und wieder drehte er die Kutsche schier über, doch es half nichts. Die Truhe hat sich in Luft aufgelöst.
Schweigend und in banger Ungewissheit was ihn erwarteten würde, fuhr er nun zurück nach Thannhausen. Dort warf man ihn umgehend in den finstersten Kerker. Alle Schwüre und jede Unschuldsbeteuerung verfehlten ihre Wirkung – niemand glaubte ihm. Er wurde zum Tode verurteilt!

Auf der Richtstätte der Herrschaft* versammelte sich eine Menschenmenge um die Vollstreckung des Urteils zu verfolgen. Keiner hatte Mitleid mit dem Dieb denn das Verschwinden des Geldes bedeutete eine erneute Steuereinhebung. In der Menge stand im Schatten der Bäume auch ein bleicher Bauersmann. Der steingemauerte Galgen war nur wenige Klafter vom Fladnitzbach entfernt errichtet worden. Der Kutscher beschwor ein letztes Mal die Menge ihm doch zu glauben – vergeblich. Am Galgen stehend sprach er nun: „Um meine Unschuld zu beweisen soll nach meinem Tod der Bach dort vertrocknen und sein Bett verstauben!“
Und so geschah es auch. Das Bächlein verschwand…

* siehe Cache: “Welcome to: The three gallows”

Soweit zur Legende. Was uns jetzt noch interessiert ist der Verbleib des Schatzes!
Vielleicht hat es sich ja wie folgt zugetragen:

Wie gewöhnlich wartete Balduin der Astronom und Medicus am frühen Vormittag auf der Burgmauer und sinnierte über seine Zukunft. Auch heute träumt er von seiner Reise nach Salamanca. Zufrieden, denn nun konnte er sich die Reise nach Spanien endlich leisten. Als derer von Thannhausen vor Wochen auf der Burg zu Gast waren konnte er Gesprächsfetzen bezüglich des Goldtransports erlauschen. Den einfältigen Bauern (einen entfernten Bekannten aus Unterflatnitz) hat er inzwischen mit etwas Gold abgespeist und der „Schuldige“ wurde gehenkt, also konnte es bald losgehen!
Bald könnte er sich auf einer Universität mit wirklichen Gelehrten austauschen, bald! Sein Handeln war nur im Dienste der Wissenschaft, er war doch kein Sünder – oder? Sein Blick folgte bei diesem Gedanken dem langen Schatten, den er über den Abhang warf und verlängerte ihn im Geiste bis zum Horizont. Ja, genau da hinten lag er versteckt. Er konnte ihn zwar nicht sehen, eine Hügelkuppe war im Weg, doch er spürte genau wo sein Gold vergraben lag. Just dort wo alles begann. Dort wo er in dem Moment da der Bauer wortreich und umständlich den Postwagen erklomm, die Goldkiste entwenden konnte! Hier auf der Burg wäre sie nicht sicher gewesen. Den neugierigen Mägden entging nie etwas…
In diesem Moment hörte er aus dem offenen Fenster seiner Stube das leise Schlagen seiner Uhr. Sie schlug neun. Ein unbezahlbares Meisterstück aus dem Schwarzwald – mit Schlagwerk. Vor Monaten stellte er sie mithilfe von Kompass und Sonnenstand und bis zum heutigen Tag geht sie nur 2 Minuten und 56 Sekunden (Astronomen messen genau!) nach. Beim Schatz wären es nur genau 2 Minuten - und in Salamanca? Da müsse er sie ohnehin wieder neu stellen. Hier heroben zahle sich das gar nicht mehr aus.
„Wo bleibt Trudbert nur?“ Trudbert, ein Neffe 2. Grades (oder so) der Burgherrin, war sein Lehrbub. Gegen Balduins Willen, aber die Gallerin bestand darauf! „Selbst schuld“ dachte Balduin, „hätte ich ihr nicht von der einzigartigen (von wegen) Stellung der Burg berichtet in welcher der Achspol und der Magnetpol des Erdballs in exakt gleicher Richtung erscheinen!“ Die Burgherrin war davon so angetan dass ihr anvertrautes Balg unbedingt in die hohe Kunst der Astronomie eingewiesen werden musste. Das sei doch ein himmlisches Omen für Jahrhunderte! Was sie nicht wusste: Der Pol wird wandern und das Omen verwehen!
Auch Balduin würde bald wandern.
Aber da stolperte Trudbert auch schon keuchend durch das letzte Burgtor. „Entschuldigt Meister, ich war nur noch eben … … Meister?“
Nur langsam konnte Balduin seine Gedanken vom „Schatz“ wegreißen. War er auch gut genug versteckt? Als der Lehrling keuchend bei seinem Meister ankam murmelte dieser noch gedankenverloren: „Wenn ihn mir nur kein anderer wegschnappt…“

Das Rätsel lässt wohl einigen (event. 100m) Spielraum zu. Um sicher zu gehen rundet einfach eure Koordinaten auf ganze „Minuten“ - dann steht ihr vor einem „Kreuz“!
Dort stand der Legende nach jenes Kreuz bei dem der Postkutscher den Bauern aufsteigen ließ. Beachte die Ecke die zu "Balduins Burg" zeigt!
Wer weiß, vielleicht ist dort noch heute ein „Schatz“ versteckt!

Die Headerkoordinaten sind mehr oder minder zufällig gewählt! Ein Besuch dort ist definitiv NICHT zielführend!
Um sicher zu gehen (und um Irrwege zu vermeiden) kontrolliere dein (gerundetes!) Ergebnis bitte bei GeoCheckers.com (visit link)

Cache (thematisch) ideal in Kombination zu „the three gallows“, weil (zweiter) Originalschauplatz. Bei einem Besuch dort aber unbedingt auch den (ausgetrockneten) Bach auf der anderen Straßenseite beachten! Jetzt wisst ihr nämlich wie es dazu kam.

Additional Hints (Decrypt)

ibearerpugfhagra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)