In frühen Zeiten hatte jede Handwerkerschaft ihr eigenes Haus,
in dem Besprechungen, Feiern und sonstige Zusammenkünfte abgehalten
wurden. Es handelt sich um oft sehr prächtige Häuser. Besonders
bekannt sind die Zünfte der Zimmerleute und auch heute noch sieht
man gelegentlich Zimmerleute in schwarzer Kleidung mit Hut und
einem goldenen Ohrring mit dem Handwerkswappen auf der Walz. Ein
Geselle darf nur dann die Tippelei beginnen, wenn er ledig,
kinderlos und schuldenfrei ist. Ist der Geselle auf der Walz, so
darf er sich seinem Heimatort nur auf ca. 60 km nähern. Auch heute
noch wird vornehmlich zu Fuß oder per Anhalter gereist. Je nach
Zunftregeln sollten auch öffentliche Verkehrsmittel auf dieser
Wanderschaft gemieden werden. Eine moderne Zunftvereinigung, die
Anfang des 20. Jahrhunderts ihren eigenen Schacht gründete, sind
die Freien Vogtländer.
Das Zunfthaus in Bothfeld ist ein Fachwerkhaus aus dem Jahre
1720. Es ist die einzige Zunftherberge aus und in Gesellenhand. Die
gemeinnützige Handwerker-Gesellenschaft e.V. Hannover verwaltet das
Zunfthaus. Es finden regelmäßige Veranstaltungen dort statt. Bei
der Gesellenschaft kann man auch Informationen zu der "Gesellschaft
Freie Vogtländer Deutschlands" (FVD) bekommen. Auf der Walz sind
die Gesellen dieser Zunft zwei Jahre und einen Tag.
Zum Cache:
Ihr sucht eine schwarze Filmdose. Das unter Denkmalschutz stehende
Gebäude braucht nicht "befingert" zu werden. Bitte keine
Holzpflöcke entfernen.
Bitte Stift zum Loggen mitbringen!!
Viel Spaß beim Entdeckertag und auch sonst mit dem Cache.
Grüße Euer
Team GDI-NI