Der Reinhold Forster-Erbstolln ist der Erbstollen der Grube Eisenzecher Zug, dessen besonders schönes Stollenmundloch, welches aus den 1870er Jahren stammt und typisch für den Siegerländer Bergbau war, im Siegener Stadtteil Eiserfeld liegt. Der Erbstollen war der am tiefsten gelegene Stollengang, der u.a. das Wasser des Bergwerks, aber auch das Wasser höher gelegener Bergwerke abfließen ließ, "erbte". Am 21. März 1805 wurde der Stollen "angeschlagen" und anfangs täglich ca. 5 cm vorangetrieben, später bis zu 15 cm. Der Reinhold Forster Erbstolln, benannt nach dem berühmten Geologen Johann Reinhold Forster, ist Teil und Eingang des großen Stollennetzwerkes, das die Siegener Stadtteile Eiserfeld und Eisern untergräbt.
Vom Eingang bis zum Kaiserschacht misst der Stollen mit den Seitengängen insgesamt eine Länge von fast 7,6 km und machte ihn damit zum zweitlängsten Stollen in Nordrhein-Westfalen.
Nach der Stilllegung im Jahre 1902 wurde im Stollen während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht vor Bombenangriffen gesucht, wohingegen der Sollen später bis 1977 als Sprengstofflager diente. Heute befindet sich dort ein gut besuchtes Schaubergwerk.
Direkt vor dem Stollen befindet sich ein ehemaliges Transportmittel. Auf einer Tafel findest du mehr Infos über das Gefährt. Achte besonders auf die vierstellige Fabriknummer (ABCD). Um an die Koordinaten des Finals zu kommen musst du folgende Berechnung anstellen:
N 50°49.[A+C][B-C]D
E 007°59.[C-(A+D)][C-D][(A+B+C+D)-21].
Der Final befindet sich nicht weit vom Stollenmundloch, kann aber nicht auf direktem Weg angegangen werden. Am Final angekommen, kannst du beim Loggen darüber nachdenken, dass sich weit unter dir ein riesiges Netz aus Stollengängen befindet.
Das Siegerland blickt auf eine lange und traditionsreiche Kultur zurück: den Bergbau.
Die ersten Spuren der Eisenverhüttung konnten bereits auf die frühe Eisenzeit um 600 v. Chr. datiert werden. Im Laufe der Jahrhunderte nahmen der Bergbau und damit einher gehend auch die Weiterverarbeitung des hochwertigen Eisenerzes verschiedene Formen an und erfuhren ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich das Siegerland zu einem der bedeutendsten Zentren des Eisenerzbergbaus und dessen Weiterverarbeitung in Europa. Als am 31.März 1965 mit den Gruben Georg in Willroth und Füsseberg bei Daaden die letzten beiden Gruben geschlossen wurden, endeten über 2500 Jahre Erzbergbau im Siegerländer Erzrevier.
Noch heute zeugen an vielen Stellen des Siegerlandes Industriedenkmäler von der großen Zeit des Siegerlandes Eisenerzes.
Hiermit möchten wir, die Knicklichter, eine neue Reihe initiieren, um auf all die vielen, häufig versteckt liegenden Industriedenkmäler des Siegerlandes aufmerksam zu machen. Wer sich daran beteiligen möchte, der übernehme bitte die beiden Texte in die Cachebeschreibung und wähle eine einheitliche Cachebezeichnung für die Reihe: Industriedenkmäler Siegerland: Name.
Art und Größe des Caches sind euch überlassen, aber in der Cachebeschreibung sollten wissenswerte Informationen über die Geschichte des Denkmals enthalten sein.
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. Geochecker.com.