Keiner der Einwohner Lohbrügges hat es sich wohl 1937 vorstellen können, wie es hier nicht einmal vierzig Jahre später aussehen würde: durch das Groß-Hamburg-Gesetz wurde das preußische Dorf mit der selbständigen, zu Hamburg gehörenden Stadt Bergedorf vereinigt, die ihrerseits 1938 in die Hansestadt Hamburg eingegliedert wurde. So wurde aus der kleinen Gemeinde Lohbrügge ein Stadtteil am Rande Hamburgs.

Lohbrügge Nord ca. 1977
Nach dem 2. Weltkrieg herrschte in Hamburg aufgrund großflächiger kriegsbedingter Zerstörungen und starkem Bevölkerungswachstum (durch z.B. Zuwanderung) großer Wohnungsmangel.
Zwischen Anfang der sechziger und Mitte der siebziger Jahre wurde der "Aufbauplan 60" umgesetzt: auf einem nach Kriegsende kaum erschlossenen, überwiegend landwirtschaftlich genutztem, etwa 243 ha umfassenden Gebiet, das die Hansestadt als Siedlungsgebiet außerhalb seines Stadtkerns als Baugebiet ausgewiesen hatte, entstand "Lohbrügge-Nord" nach der "Gartenstadt"-Konzeption. Nach diesem Konzept, deren Leitbild die funktionale Trennung von Arbeiten, Wohnen, Erholung und Bewegung vorsah, wurde die Wohnsiedlung um eine als Zentrum dienende großflächiche Grünanlage erbaut, die um kleinere dezentrale Einrichtungen der Nahversorgung ergänzt wurde. Grünzüge verbinden die einzelnen Einheiten der Siedlung, ihre Wegeverbindungen darin stellen fußläufiges Erreichen der Nahversorgung und der öffentlichen Einrichtungen sicher. Eine abwechsungsreiche Gestaltung sollte durch Kombinieren verschiedener Wohn- und Gebäudetypen - vom mehrgeschossige Zeilenbauten über Reihenhäuser bis zum freistehenden Einfamilienhaus - erreicht werden. Im Ergebnis wurden etwa 6000 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe und Lage erbaut, wozu neben z.B. den fünf 11- bis 17geschossigen Punkthochhäusern an der Korachstraße auch der 400 m lange sogenannte „Lindwurm“, ein drei- bis neungeschossiger Wohnblock am Röpraredder mit insgesamt 258 Wohnungen, gehört. Er sei Deutschlands längstes Wohngebäude, wird behauptet.

Heute ist der "Lindwurm", der stadtentwicklungsmäßig inzwischen dem Gebiet Lohbrügge-Ost zugeordnet wird, mehr noch als die Siedlung am Billebogen ein sozialer Brennpunkt, an dem sich Armut, Arbeitslosigkeit und Integrationsprobleme als Problemlagen konzentrieren. Darunter leidet auch die nachbarschaftliche Atmosphäre. Durch Studien sind Kinderarmut und deren Tendenzen zur Verwahrlosung (Kriterien sind beispielsweise: häufiges Zuspätkommen, ungewaschenes Erscheinen, schmutzige Kleidung, ohne Frühstück) belegt.

Die problembehaftete Mieterschaft der Wohnanlage "Lindwurm" scheint überfremdet, ihre Nationalitäten sind recht bunt gemischt; weniger als 20 Prozent der Bewohner sind in Deutschland geboren. Die nachbarschaftlichen Kontakte, die oft nur (noch) in geringem Umfang bestehen, existieren meist nur bei Erstmietern und älteren Bewohnern. Die Mieter mit Migrationshintergrund, insbesondere die Aus- und Übersiedler im jugendlichen Alter, haben vielfach Integrationsschwierigkeiten, die zu gravierenden Problemen bei der Teilnahme am öffentlichen Leben führen. Die Bewohner mit existenziellen Schwierigkeiten haben diese Probleme ebenfalls.
In der Folge führt dies bei den Betroffenen oft zu einem teilweise freiwilligen Rückzug in Gruppen Gleichgestellter oder sogar in die Isolation, einer Stigmatisierung von sozial schwachen Bevölkerungsgruppen und einer zunehmenden Ablehnung gegenüber Aus- und Übersiedlern.
Durch den Rückzug aus der Öffentlichkeit manifestieren sich Erscheinungen von Armut oder Verwahrlosungstendenzen allerdings nicht oft im Straßenbild; jedoch wird, insbesondere bei Jungerwachsenen, eine Zunahme von (zum Teil gravierenden) Defiziten im Sozialverhalten festgestellt.

Gegen das ungepflegt und vernachlässigt wirkende Wohngebäude, dessen grau-weiße Optik so bleiben wird, und sein Umfeld wurden im Frühjahr 2011 vom derzeigen Eigentümer der Anlage (Paribus) Maßnahmen durchgeführt. Neben Modernisierungen im Gebäude wurden für 284000 Euro die drei Spielbereiche westlich des Blocks hergerichtet und auf der Ostseite der Gartenbereich umgestaltet und die Pflasterung der Eingansbereiche erneuert. Die Hälfte der Kosten wurden vom Rahmenprogramm Integrierte Stadtteil-Entwicklung (RISE) übernommen.

Zur Aufgabe:
Die Startkoordinaten bezeichnen eine Position, an der fast der gesamte Gebäudekomplex zu sehen ist. Dieser Punkt muss allerdings nicht zwingend aufgesucht werden.
Das Gebäude besitzt drei Durchgänge, um vom Vordergarten (Ostseite) zum Hintergarten (Westseite) zu gelangen, ohne den gesamten Komplex umrunden zu müssen.
Die Antworten auf folgende Fragen sind an den Durchgängen zu finden, sie werden benötigt, um über eine Peilung die Finalposition zu ermitteln.
Station 1: südlicher Durchgang: Anzahl der gekachelten Stützpfeiler am südlichen Durchgang = s
Station 2: mittlerer Durchgang: Anzahl der gekachelten Stützpfeiler am mittleren Durchgang = z
Station 3: nördlicher Durchgang: Anzahl der gekachelten Stützpfeiler am nördlichen Durchgang = n
Die Dose befindet sich in 2*z²+n² ° TN und (s+z)²+z m Entfernung von der Startposition.
Startinhalt der Dose:
- Logbuch (bitte im Cache belassen)
- Kugelschreiber (bitte im Cache belassen)
- Reflektor "Bär"
- Erfrischungstuch
- Spielzeugauto HotWheel
- Pin Krombacher Bierglas
- FTF-Urkunde