Schützenhof
Es war einmal ein Mann mit dem
Namen Heinrich Cordesmeyer. Seinen Eltern gehörte die gut gehende
Gast- und Gartenwirtschaft „Schützenhof“ neben der Mühle am
Hemelter Bach in Eschendorf in der Nähe der Stadt
Rheine.
Als Jüngling im Alter von 23
Jahren reiste Heinrich in die Stadt der Liebe, Paris. Dort lernte
er die Gebrüder Lumière kennen, die 1885, also acht Jahre zuvor,
die ersten öffentlichen Filmvorführungen mit einer
Pathé-Filmmaschine veranstalteten. Er war von diesem neuen Medium
so begeistert, dass er so eine Filmmaschine kaufte und diese mit
nach Eschendorf nahm. Heinrich erweiterte das gastronomische
Angebot in der elterlichen Gastwirtschaft um die
kinematographischen Vorstellungen. In Zeitungsanzeigen warb er für
diese Vorstellungen, die immer Sonntagnachmittags um „4 Uhr“
stattfanden. Der Eintritt betrug im „1. Platz“ 30 und im „2. Platz“
20 Pfennige. Bald führte Heinrich im Schützenhof auch größere Filme
in Abendvorstellungen vor.
Der "Schützenhof" blieb bis zum
Bau des modernen Universum-Kinos vis-à-vis im Jahr 1958 eine
beliebte Gaststätte mit Kino. In den Räumlichkeiten befindet sich
nach wie vor noch eine Gaststätte. Sie heißt heute aber nicht mehr
„Schützenhof“ ….
Der "Schützenhof" ist also der
älteste Filmvorführraum in Rheine gewesen.
(Quelle: aus Rheine gestern
heute morgen 2/2005 Kinos-Filme-Filmclubs)
Die Dose findet Ihr im
öffentlich zugänglichen Wäldchen hinterm dem
„Schützenhof“.
Parkkoordinaten: N
52° 16.629 E 007° 27.669
Koordinaten können aufgrund der Bäume etwas schwanken.