Wernprethesprunn
Im 10. Jahrhundert schon, so vermutet man, hat ein gewisser Wernbrecht nahe Gruenwald einen Brunnen gegraben, der dem Ortsteil den heute noch gueltigen Namen gab. Heute ist das Forsthaus Woernbrunn mit seinem Dammwildgatter eine beliebte Ausfluggaststaette im Gruenwalder Forst (Gehzeit um das Gatter ca. 20 Minuten, Wildfuetterung im Winter taeglich gegen 08:00 Uhr). Große Terrasse im Sommer - uebrigens inklusive einem nostalgischem Kinderkarussell.
Ein bewusst einfacher Tradi (Achtung zickiger Empfang - nicht punktgenau suchen, nehmt den Klassiker!), der prima mit einem kleinen Spaziergang, einer Radltour oder auch dem Sonntagsausflug mit Familie kombiniert werden kann.
Bitte die Dose nach eurem Fund wieder sorgfaeltig verschliessen und abdecken (!) - besten Dank fuer's mitmachen! Stift, Stash-Note und Logbuch bitte im Cache belassen.
Viele Gruesse und allseits happy hunting SaRa -Sabine + Rainer

Eine bewegte Historie - siehe auch Chronik Forsthaus Woernbrunn
Erstmals wird der Hof "Wernprethesprunn" um 1170 urkundlich erwaehnt, als Graf Konrad von Valley seinen "Zeitlerhof" in Woernbrunn dem Kloster Schaeftlarn uebergibt und das in Gegenwart von nicht weniger als sechzehn angesehenen Muenchner Buergern als Zeugen. Die Verbindung Muenchen-Woernbrunn besteht also schon seit mehr als 800 Jahren.
In der weiteren wechselvollen Geschichte konnte sich einmal das Kloster Bernried als Eigentuemer bezeichnen, dann wieder das Kloster Dietramszell. Das Haus Wittelsbach wollte nicht nachstehen und so trug sich als erster Herzog Albrecht IV der Weise in die Besitzerliste ein.
Betrieben wurde die Schweige "Wernprunn" von Bauern, die es als Unterpaechter nicht leicht hatten, einmal mit den Unbilden der Natur und zum anderen mit ihren Behausungen -" ist ganz paufoehlig"- wie es einmal in einem Gesuch beschrieben wird.
Manchen Aerger gab es mit dem Wirt vom benachbarten Gruenwald, weil die Schwaiger in Woernbrunn ueber ihre Erlaubnis Bier nur fuer ihre "Ehehalten" (das sind die Dienstboten) und Tagloehner auszuschenken (zu "verleiten") hinaus, ihr Bier auch an jedermann "auszaepfelten".
Der Wirt von Gruenwald fuehlte sich stark benachteiligt, noch dazu als er erfahren hatte:" es zechen manchmals Leute beiderlei Geschlechts bis in den hellen Morgen. Nach schier endlosen Streitereien mußte 1789 der Gruenwalder Wirt den Bierausschank der Woernbrunner dann doch dulden.
1846 wurde Woernbrunn mit ca. 120 ha Land verkauft und vom koeniglichen Forstamt und dem Revierfoerster bewirtschaftet. Auch Ludwig Thoma besuchte dort oefter seine Onkel, die dort Foerster waren und den Buben gerne als Waidmann im gruenen Rock gesehen haetten. Dort schrieb er dann seine Lausbubn G'schichtn und verewigte darin u.a. den Stand der Foerster.
Wer weiß, vielleicht trank auch Koenig Ludwig I. in Woernbrunn eine frische Maß. Denn alljaehrlich kam der Koenig nach Woernbrunn zur Jagd. Foerster Anton Thoma und sein Gehilfe notieren z. B. ueber die Jagd in Woernbrunn vom Oktober bis Dezember 1847, 69 Hirsche, dabei zwei 14-Ender, 16 Rehe, 54 Wildschweine, 13 Hasen, 1 Ente, 3 Rebhuehner, 2 Wachteln. Ein 16-Ender, der am 13. August 1847 geschossen wurde, wog 290 Pfund. Die Schwaige Woernbrunn hatte sich immer mehr in ein Forsthaus verwandelt.
1891 schließlich bekam der amtierende Foerster Bauer fuer sein Forsthaus eine echte Konzession zum Betrieb einer Gastwirtschaft ausgehaendigt. Der Techniker des Bezirksamts hatte nach einer gruendlichen Untersuchung berichtet, daß die Lokalitaeten in Woernbrunn zur Ausuebung einer Wirtschaft geeignet sind, "sie erscheinen geraeumig, nur etwas zu niedrig".
1935 zogen die Forstleute aus und der Gastwirt Kaspar Adam aus Oedenpullach als Gaststaettenpaechter ein. 1961 erwarb Kaspar Adam das Anwesen vom Bayerischen Staat.
1975 ging das Forsthaus Woernbrunn in den Besitz der Familie Suessmeier ueber, die ab 1983 nach umfangreichem Umbau die Gaststaette in eigener Regie betrieben. Der Dachstuhlbrand am 14. Juni 1991, durch ein schweres Unwetter hervorgerufen rief die Handwerker wiederum in Scharen ins Forsthaus. Erneut kam es zum Auf- und Umbau.
Von April 1997 bis Juni 2003 wurde das Forsthaus Woernbrunn von den Wirtsleuten Elke und Hanns-Werner sowie ihren Kindern Michael und Stephanie Gloeckle betrieben.
Am 1. April 2006 uebernahm der Wirt Franz Schmid mit seiner Geschaeftsfuehrerin Edith Pongratz das neu renovierte Forsthaus Woernbrunn – und wer weiß, vielleicht waechst bald wieder zusammen, was Jahrhunderte lang immer zusammen gehoerte – die Schwaige mit dem Gutsteil Woernbrunn.