
Zu DDR-Zeiten wurde hier in den 80er Jahre nach Öl gebohrt.
Die sogenannten Probebohrungen sollten Erdölvorkommen erschließen. Ob man wirklich Öl fand, konnte ich leider noch nicht recherchieren. Man stieß jedoch auf Giftgas.
Leider ließ sich das ausströmende Gas nicht entzünden, was zu einer ernsten Bedrohung der angrenzenden Ortschaften führte. Heute wissen wir, dass die Menschen und Tiere in der Giftgaswolke keine Überlebenschance gehabt hätten. Bei ungünstiger Windrichtung wäre auch die „Willi Bredel Oberschule“ in Neu Lübbenau betroffen worden. Mein Bruder und ich besuchten diese Schule zu dieser Zeit und können uns noch gut an die Alarmbereitschaft der Rettungswagen und die vielen Ikarus-Busse vor der Schule erinnern, die bei ertönen der Sirene, die ganze Schule hätten evakuieren sollten…
Das Bohrloch hat man dann versiegelt.
Wenige Jahre später bohrte man wieder an derselben Stelle und es gelang das Gas zu entzünden. Ich kann mich noch gut an den großen Stahlmast erinnern, mit dem man Tag und Nacht das Gas in einer riesigen Flamme abfackelte.
Heute zeugt noch ein 2m großes Ventil und Betonplatten von der damaligen Geschichte.
Ein Fuchs hat unter den Beton schon seit Jahren seinen Bau gegraben und Rehe äsen ganz seelenruhig in der Nähe, auf den Hohenbrücker Spreewiesen.
Das Manometer steht an diesem Ventil bei 35Bar.