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HISTORYCACHE "Maas-Rur Stellung" Traditional Cache

Hidden : 11/17/2008
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


HISTORYCACHE "Maas-Rur Stellung"

Die Maas-Rur-Stellung (vollständige Bezeichnung: Maas-Rur-Steilhang-Elmpter-Wald-Stellung, Tarnname: Steuben-Volker-Schenkendorf-Stellung) war eine im Herbst/Winter 1944/1945 zur Verstärkung des Westwalles erstellte feldmäßige Grabenstellung zwischen der Maas bei Venlo und der Rur bei Wassenberg. Die Stellung zeichnete sich vor allem durch die hinzugefügten Betonkleinstbunker aus (sog. MG-Ringstände), die in der Mehrzahl heute noch erhalten sind

Parallel zum Ausbau der Maasstellung auf dem östlichen Maasufer wurde die Maas-Rur-Stellung als zweite Linie vor der deutschen Grenze und dem alten Westwall ausgebaut. Die Maas-Rur-Stellung begann im Norden am Brückenkopf Venlo, den die Maasstellung ausbildete, verlief von dort über die Jammerdaalsche Heide, Heide südöstlich Tegelen, in Richtung der deutsch- niederländischen Grenze: Prinsendijk, Brachter Wald, Diergartscher Wald östlich Swalmen, Elmpter Wald, Nationalpark De Meinweg östlich Herkenbosch, Effelder Wald bis zur heutigen Deponie Rosenthal. Dort, nördlich von Wassenberg-Birgelen, spaltete sie sich T-förmig in eine Riegelstellung auf, südwestlich Richtung Rur bis Gut Kromland/ Schloss Elsum und nordöstlich Richtung Westwallstellung im Birgelner Wald. Einigen Quellen ist zu entnehmen, dass die Maas-Rur-Stellung bis Hückelhoven-Doveren ausgebaut wurde. Dafür sind dort aber bisher keine erhaltenen Spuren gefunden worden.

Die Stellung folgt in großen Teilen dem Verlauf des in ost-west-Richtung um etwa 5-10 Meter abfallenden Steilhanges, der in nord-südlicher-Richtung das ausgedehnte eiszeitlich entstandene Maastal begrenzt (dieser Hang stellt noch heute in weiten Teilen den Verlauf der Grenze dar). Er wird in seinem Verlauf durch die Täler der Schwalm und der Rur durchbrochen. Dort führt die Stellung durch offenes, ebenerdiges Gelände. Die Linie kann in weiten Teilen jedoch als Waldstellung bezeichnet werden. Als verteidigungsgeographischer Vorteil wurde sicherlich gesehen, dass ausschließlich auf deutscher Seite die schlecht einsehbaren, unübersichtlichen, erhöhten Wälder existieren, während sich auf der vermeintlichen „Feindseite“ im Westen die gut einsehbare, landwirtschaftlich genutzte Ebene des Maas- bzw. Rurtals erstreckt. Im vorgezogenen Stellungsteil südöstlich Herkenbosch verlief die Stellung auf der etwa 2-3 Meter erhöhten Geländestufe, die das Rurtal dort ausbildet

Ab Oktober 1944 führten Festungspionierkommandeure (Fest.Pi.Kdr.) unter dem Kommando der Kommandantur der Befestigungen Niederrhein den Ausbau durch. Den Fest.Pi.Kdr. standen für ihre Aufgaben je zwei bis drei Festungspionierstäbe (Fest.Pi.Stab) und das Volksaufgebot zur Verfügung. Für den Ausbau der Stellung war der Festungspionierkommandeur XXI zuständig. Dem Fest.Pi.Kdr.XXI waren die Fest.Pi.Stäbe 12 und 27 unterstellt wobei der Fest.Pi.Stab 27 im Südabschnitt des Fest.Pi.Kdr XXI zwischen Venlo und Vlodrop eingesetzt war. Das Volksaufgebot, das im wesentlichen die Schanzarbeiten durchzuführen hatte, setzte sich vorwiegend aus osteuropäischen ZwangsarbeiterInnen, aber auch aus der Bevölkerung der umliegenden deutschen und niederländischen Dörfer und Gemeinden zusammen. In der Maas-Rur-Stellung wurden neben einem gestaffelten Schützen-/Laufgrabensystem mit MG-Nestern, Erdbunkern und einem vorgelagerten durchlaufenden Panzergraben Beton-Kleinstanlagen des Typs 58c Ringstand erbaut. Bisher konnten über 40 Standorte lokalisiert werden, wobei 9 Anlagen bereits entfernt oder übererdet wurden. Davon befinden (befanden) sich 25 Bunker auf niederländischem Gebiet und 15 auf deutscher Seite.

Der Stellungsbereich verlief 1944/1945 genau durch die Abschnittsgrenze der Heeresgruppen H und B. Der südliche Abschnitt an der Rur bei Wassenberg wurde durch die 176. Inf. Division besetzt, während die nördlichen Stellungsteile abwechselnd durch die 7. bzw. 8. Fallschirmjägerdivision sowie die 190. Inf. Division besetzt wurden. Nach dem Beginn der US-Operation "Grenade" am 23. Februar 1945 wurde jedoch das Rur-Maas-Dreieck von deutschen Truppen geräumt, um einer Umfassung durch amerikanische Truppenteile zu entgehen. Tatsächlich waren die Stellungen nicht mehr besetzt, als am 1. März die "Task Force Byrne" des XVI. US-Corps von Arsbeck im Rücken der Stellung nach Venlo vorstieß. Roermond und Venlo wurden somit eingenommen, ohne dass ein Schuss aus den Bunkern der Maas-Rur-Stellung abgegeben wurde

Da die Stellung durch den überwiegend geschützten Naturraum des Naturparks Maas-Schwalm-Nette verläuft und somit die infrastrukturelle Erschließung nach Kriegsende gering blieb, sind noch viele der Bunkeranlagen, Feldstellungen und Panzergräben erhalten und unter Denkmalschutz gestellt worden. Erst im Juli 2007 wurde eine Betonanlage im Zuge des Ausbaues der Autobahn A52 bei Niederkrüchten-Elmpt aufwändig geborgen und an anderer Stelle als Mahnmal wieder aufgestellt.
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Ein Tradi der euch zeigt, daß noch heute die Wälder Wassenbergs mit resten von Panzer- und auch Laufgräben durchzogen sind.

Bitte wieder alles gut tarnen!
Viel Spaß!!!

Additional Hints (No hints available.)