Der EBV - Grube Adolf in
Merkstein (1)
Die Konzession Merkstein für die Steinkohleflöze
im Bereich der späteren Grube Adolf hatte der Eschweiler
Bergwerksverein (EBV) bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen
mit der Grube Anna in Alsdorf erworben. Aber erst Ende des
Jahrhunderts beschloss der EBV, zwischen Merkstein und Plitschard
auf freiem Feld eine neue Grube zu errichten. Am 12. Juni 1889
wurde für die Grube der erste Spatenstich getätigt. Ihren Namen
erhielt sie nach Adolf von Steffens, von 1871 bis 1898
Aufsichtsratsvorsitzender des EBV.
Aufgrund der starken Wasserführung in den
darüber liegenden Gesteinsschichten erreichte der abgeteufte
Schacht erst 1908 die erste Kohle. Ein Jahr später wurde ein
Durchschlag zur benachbarten Grube Anna II hergestellt, der der
Bewetterung diente. Die schwierigen Abteufarbeiten zwangen den EBV
sogar dazu, 1904 und 1910 benachbarte Kohlenfelder zu verkaufen.
1910 wurde auf Adolf die erste Dampffördermaschine aufgestellt.
1912 wurde eine Ziegelei auf dem Grubengelände errichtet. Der EBV
baute auch für die Bergleute neue Siedlungen in Merkstein, die den
Ort erheblich anwachsen ließen. 1913 gelang es schließlich, die
Förderung in Gang zu bringen. 1923 war der benachbarte
Wetterschacht fertig, seitdem war Adolf eine eigenständige Grube.
Insgesamt besaß Adolf zwei Schächte, die Bewetterung erfolgte
gemeinsam mit benachbarten Gruben. Die Grube besaß einen eigenen
Zechenbahnhof mit Gleisanschluss an den Bahnhof Merkstein sowie
eine eigene Gleisverbindung nach Alsdorf zum Bahnhof der Grube und
Kokerei Anna. 1929 wurde auf Adolf als erster Grube des EBV der
komplette Untertagebetrieb von Druckluft auf elektrischen Antrieb
umgestellt. In den 30er Jahren erhielt Adolf auch eine moderne
Kohlenwäsche.
Im 2. Weltkrieg wurde durch die Kämpfe im Raum
Aachen wiederholt die Stromversorgung der Gruben des Aachener
Reviers beeinträchtigt. Auch auf Adolf soffen dadurch mehrere
Sohlen ab und wurden schwer beschädigt. Nach Beseitigung der
Kriegsschäden konnte aber die Förderung rasch wieder in Gang
gebracht werden. 1959 erreichte sie mit 939.705 Tonnen Kohle ihren
historischen Jahreshöchststand. Im Jahre 1960 betrug die
Belegschaft 2.704 Mann. Mit dem seit 1963 vollständig mechanisch
erfolgenden Abbau erreichte Adolf 1971 eine Schichtleistung von 3,4
Tonnen je Mann.
1972 wurde auf der 800-m-Sohle der Verbund mit
der Grube Anna hergestellt. Damit endete die Förderung in
Merkstein, die beiden Schächte wurden kurze Zeit noch zur Seilfahrt
und dann nur noch als Wetterschacht genutzt. Die noch anstehende
Kohle wurde bis 1982 auf Anna und danach auf der Grube Emil
Mayrisch, der vorletzten Grube des Aachener Reviers, zutage
gefördert. Die Ziegelei war schon 1968 stillgelegt worden.
Infos zum
Cache
Dies ist ein kleiner Multi.
Die oben angegebene Koordinate ist der Startpunkt. Geht auf der
rechten Straßenseite (wo keine Häuser stehen) in Fahrtrichtung, bis
rechts eine Brücke kommt. Dort findet ihr die
Schilder!
Um die Koordinaten des Caches herauszufinden,
müsst ihr folgende Fragen beantworten:
1. Wie viele Schilder stehen auf der rechten
Seite der Brücke? = A
2. Wie viele Bergarbeiter kamen bei dem
Grubenunglück ums Leben? = B
3. Auf einem Schild stehen oben links in den
Vierecken drei Jahreszahlen angegeben. Zieht die unterste von der
mittleren Jahreszahl ab! = C
N 50° 53.C5A E 00C°
0C.9AB
Für weitere Informationen besucht die Seite des
Bergbaudenkmals Grube
Adolf.
Alle Caches dieser Serie:
Der EBV - Grube Adolf in Merkstein
(1)
Der EBV - Grube Anna in Alsdorf (2)
Der EBV - Grube Carl-Alexander in Baesweiler
(3)
Der EBV - Grube Carolus Magnus in Übach-Palenberg
(4)
Der EBV - Grube Emil Mayrisch in Siersdorf
(5)
Der EBV - Grube Maria in Mariadorf
(6)