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Der EBV - Grube Carolus Magnus in Übach-P. (4) Multi-Cache

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essand87: Heute auf einer Cache-Kontroll-Tour diesen Behälter nicht mehr gefunden...[:(] Dann wird er eben auch raus genommen...

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Hidden : 11/21/2008
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Der EBV -
Grube Carolus Magnus in Übach-Palenberg (4)

1892 erwarb der Eschweiler Bergwerks-Verein die Rechte des Feldes "Boscheln III", das auf dem Gebiet der Gemeinden Frelenberg und Übach lag. Da der EBV vermutlich die Gefahren und die Kosten des Abteufens einer Schachtanlage auf diesem Areal wegen des widrigen Deckgebirges fürchtete, verkaufte er im Jahr 1910 die Rechte an drei französische Stahlunternehmen: die Compagnie des Forges et Aciéries de la Marine et d'Homécourt in Paris, die Société Anonyme des Hauts Fourneaux et Fonderies Pont-á-Mousson in Nancy und die Société Anonyme des Aciéries de Micheville in Paris.

Hinter der Kaufabsicht stand das Bestreben der drei Firmeninhaber über ein eigenes Steinkohlenbergwerk zu verfügen, mit dem die firmeneigenen Hochöfen befeuert werden sollten.

Erste Probebohrungen im Jahre 1910 hatten ausreichende Kohlevorkommen nachgewiesen.

Neben dem Feld "Boscheln III" werden noch eine Reihe kleinerer Teilfelder mit veräußert. Im folgenden Jahr wird nach der rechtsgültigen Überschreibung der einzelnen Felder aus dem Zusammenschluss das Consolidationsfeld "Carolus Magnus". Der Name geht auf die lateinische Bezeichnung Karls des Großen zurück, der auch von den Franzosen als Staatsgründer beansprucht wird. Im selben Jahr wird die Gewerkschaft Carolus Magnus gegründet.

Nachdem endlich alle benötigten Grundstücke, die auf den Flächen der damals noch eigenständigen Gemeinden Frelenberg und Übach lagen, gekauft waren, konnte mit den Vorarbeiten zum Abteufen der Schächte begonnen werden.

Noch im Jahr 1911 wird mit dem Bau der Übertageanlagen begonnen. Parallel zu den Arbeiten an der Zechenanlage wird auch mit dem Bau von Bergarbeiterhäusern in unmittelbarer Nähe der Grube angefangen.

Im Jahr 1912 erhält die Grube einen Eisenbahnanschluss. Dazu wird vom Bahnhof Palenberg ein Anschlussgleis bis auf das Grubengelände gelegt.

Die Abteufarbeiten zur Doppelschachtanlage in Übach-Palenberg erwiesen sich schon bald als äußerst schwierig, da die ohnehin sehr tief liegenden Steinkohlenflöze von mächtigen, wasserreichen Schwemmsandschichten überlagert werden. Trotz des Einsatzes des neuartigen Gefrierverfahrens brachen 1913 während der Teufarbeiten die Schachtstöße ein und die einstürzenden Sandmassen begruben 13 Bergleute unter sich. Ein Jahr später, gut 15 Monate nach Beginn der Arbeiten, wurde in einer Teufe von 400 m kohleführendes Gestein erreicht. Dennoch konnte die Grube ihre Förderung noch nicht aufnehmen. Bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs fehlte es an Mann und Material für den zügigen Weiterbau der Grube. So konnte mangels Kohle das Kesselhaus nicht ausreichend Dampf produzieren, um die Gefriermaschine zu betreiben. Schacht II war noch nicht fertig gestellt und die Abteufarbeiten konnten nur mit einer stark dezimierten Belegschaft fortgeführt werden. 1915 war auch dieser Schacht von einem massiven Wassereinbruch betroffen, der die Arbeiten stark verzögerte. Erst nach weit über einem Jahr war der Schaden soweit behoben, dass die Arbeiten fortgeführt werden konnten.

Am 1.1.1918 war dann auch Schacht II fertig gestellt; auf den Tag genau ein Jahr später konnte die erste Kohle gefördert werden. Nach Ende des Krieges standen wieder ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung. Nach Beendigung der Abteufarbeiten wurden darüber hinaus noch zahlreiche weitere Arbeitskräfte benötigt. Um auch hier attraktive Anreize zu schaffen, ließ die Gewerkschaft Carolus Magnus weitere Bergarbeiterhäuser errichten. Auch die nächsten Jahre stehen im Zeichen des rasanten Aufbaus, der durch die Inflation nur kurzzeitig gebremst wurde. So besaß man nicht genug Geld um Waren und Löhne zu bezahlen. Es wurde kurzerhand - ohne Genehmigung - eigenes Geld gedruckt und an die Kumpel ausgezahlt. Nachdem die Grube im Jahre 1923 kurz vor dem Ruin stand, wurde ab 1926 kräftig weitergebaut. In diesem Jahr wurden die Fördertürme auf Carolus Magnus errichtet. Ebenso wurde eine Kokerei mit 100 Koksöfen zur Verarbeitung der geförderten Fettkohle in Betrieb genommen. Zusätzlich wird eine Kohlenwäsche und eine Benzolanlage installiert. In Jahr 1928 entsteht das heute noch vorhandene Verwaltungsgebäude.

1930 erhielten die beiden Schächte ihre Teufe von fast 710 m bzw. 699 m. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schacht I nochmals um weitere 140 m abgeteuft. Nach den Jahren des Auf- und Ausbaus trifft der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Grube wie ein Schlag ins Gesicht. Bereits ein Jahr zuvor hatte die Kohlenhandelsgesellschaft der Grube, die Carbona ihre Verkaufstätigkeit in Deutschland eingestellt. 1940 wird die Grube dann unter deutsche Zwangsverwaltung gestellt. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verschlechterte sich die Versorgungslage auf Carolus Magnus immer weiter. Es fehlte vor allem an Fachkräften, die nur unzureichend durch "bergfremde Kräfte", Kriegsgefangene und Internierte kompensiert werden konnten. Kriegsbedingt wurde die Grube im Jahre 1944 geschlossen. Im September wurden die Tagesanlagen durch Bombenangriffe stark zerstört. Die Kokerei fiel diesen Angriffen fast vollständig zum Opfer. Die vor Ort verbliebene Notbelegschaft konnte nicht verhindern, dass Teile der Grube absoffen, da kein Strom zum Betrieb der Pumpen zur Verfügung stand. Oktober 1944 wurde Übach-Palenberg von alliierten Truppen eingenommen. Durch die besonderen Besitzverhältnisse - die Grube war immer noch oder besser gesagt wieder in französischer Hand, wurde der Wiederaufbau stark vorangetrieben. Carolus Magnus war somit eine der ersten deutschen Gruben, die die Produktion wieder aufnehmen konnte. In den Jahren 1948 bis 1956 wurden nicht nur die technischen Anlagen modernisiert, sondern auch 560 neue Werkswohnungen geschaffen.

1963 wurden auch die Schächte verfüllt. Von 1972 bis zum Ende der 80er Jahre wurden die Bergehalden teilweise abgetragen, um die dort enthaltene Restkohle zurückzugewinnen. Im Sommer 1967 werden die Schachtgerüste abgebrochen.

Bemerkenswert für die Grube Carolus Magnus ist jedoch der Umstand, dass nach dem Ende der Bergbautätigkeit große Teile der Verwaltungsgebäude erhalten blieben. Daneben bildet der charakteristische Wasserturm ein Wahrzeichen für die gesamte Region.

Das Verwaltungsgebäude wurde zu einem Dienstleistungszentrum umgestaltet, wobei wichtige Elemente im Innern wie z.B. die Lohnhalle erhalten blieben. In jüngster Zeit wurde die ehemalige Waschkaue vollständig ausgebaut. So wurde ein repräsentativer Veranstaltungsort geschaffen, in den Nebenräumen sowie im gesamten Kellergeschoss konnten kleinere Gewerbebetriebe und Fortbildungsinstitutionen eingerichtet werden.

Infos zum Cache

Dies ist ein MINI-Night-Cache der Größe "micro".

Die oben angegebene Koordinate ist der Startpunkt. Der Cache sollte wegen zwei Reflektoren bevorzugt abends gemacht werden.

Startet beim angegebeben Wegpunkt in Richtung Brücke (an der Kneipe vorbei).

Die Brücke hat auf jeder Seite eine Treppe. Am Anfang einer Treppe findet ihr einen Reflektor. Dort geht ihr hoch.

Am Ende der Treppe angekommen, geht nach rechts weiter (mit dem Straßenverlauf)!

Um den nächsten Wegpunkt herauszufinden, müsst ihr folgenden Fragen beantworten:

1. Wie viele Laternen stehen auf der linken Seite des Bürgersteiges bis zur Bushaltestelle? = A

2. Ihr kommt zur einer Ampel. Wie viele Buchstaben stehen über dem Knopf? = B

3. Folgt ihr der Straße weiter kommt ihr an ein Wegkreuz. Zählt dort die Buchstaben (ohne Ausrufezeichen) und bildet die Quersumme der Zahl. = C

4. Geht die Straße weiter entlang. Ihr kommt an ein kleines Versorgungshäuschen. Bildet die Quersumme der Zahlen unter dem Buchstaben "L". = D

5. Wenn ihr auf der Straßenseite weitergeht, kommt ihr an einen Zebrastreifen. Überquert diesen und zählt dabei die weißen Striche. = E

N C0°CC.(D-C)8(D-C) E 00E°0E.EA1

Nun habt ihr die Koordinaten des nächsten Wegpunktes.

Schaut von diesem Wegpunkt mit der Taschenlampe nach einem Relikt aus der Bergbauzeit.

Ganz in der Nähe findet ihr den Cache;)

Alle Caches dieser Serie:

Der EBV - Grube Adolf in Merkstein (1)

Der EBV - Grube Anna in Alsdorf (2)

Der EBV - Grube Carl-Alexander in Baesweiler (3)

Der EBV - Grube Carolus Magnus in Übach-Palenberg (4)

Der EBV - Grube Emil Mayrisch in Siersdorf (5)

Der EBV - Grube Maria in Mariadorf (6)

Additional Hints (No hints available.)