
"Die Zeit ist reif! Der Priester
muss endlich Platz für einen Nachfolger machen. Er sieht fast
nichts mehr, hört nur schlecht, seine Ratschläge sind wirr und
widersprüchlich. Die Götter haben ihn auch schon abgeschrieben. Der
Stamm schwindet dahin: Kein Glück auf der Jagd, die Felder
versumpft und ständig diese Angst vor dem nächsten Angriff "der
Anderen". Letztes Jahr raubten sie unser Vieh und zwei der
stärksten Jungfrauen im Handstreich! Und der Priester, er brabbelt
dazu nur unverständliches Zeugs!"
So beratschlagen die germanischen
Stammesführer, hinter seinem Rücken, wie sie den einst mächtigen
Priester loswerden können. Nein, keiner will es ihm direkt ins
Gesicht sagen, hat er doch vielleicht noch Einfluss in der
Götterwelt und könnte sogar noch einen Fluch herabdonnern
lassen?
"Wenn wir es schaffen, ihm sein
Zaubergerät zu stehlen, dann wäre er nur noch ein sabbernder Greis,
vor dem sich keiner fürchten müsste." wirft Ansgul in die
Runde.
"Wer weiß denn von Euch, wo er das
Teil verwahrt?" geht Indir darauf ein.
"Ragnar könnte es wissen, sie
versorgt seinen schäbigen Haushalt." spinnt Hosta den
Gedanken weiter.
"Ragnar ist doch die kleine
Schwester deiner Frau, sprich im Verborgenen mit ihr und sag ihr,
wenn sie meinen Sohn wirklich liebt, muss sie uns in dieser Sache
helfen," fordert Indir Ansgul auf.
Und Rangar gibt zähneknirschend
Ansguls gemeiner Erpressung nach. Unter dem Vorwand, die Hütte zu
reinigen, geleitet Sie den tattrigen Priester hinaus. Die
mittägliche Sonne würde seinen kalten Knochen gut tun und sie
bringt ihm noch ein Gefäß Ansguls starkem Met, damit er sicher
schlummert. Oh dieses Chaos! In diesem Durcheinander das Teil zu
finden, ohne den Priester zu wecken, wird nicht einfach werden.
Doch endlich - die Sonne schlägt bereits lange Schatten - findet
sie das Instrument in einem Ledersack, verbirgt es unter ihrem
Gewand und eilt zum Waldrand, wo Ansgul sie bereits ungeduldig
erwartet. Er soll das Instrument außer Reichweite des Priesters und
"der Anderen" schaffen und verstecken, bis der Stammesrat einen
Nachfolger des Priesters gefunden hat. Dieser soll das Instrument
dann wieder
erhalten.
Der Priester erwacht von seiner
ausgedehnten Mittagsruhe und ächzt mühevoll in seine Hütte. Ragnar
ist nirgendwo zu sehen und sauber sieht es auch nicht aus. Sofort
beschleicht ihn ein übler Verdacht und er durchsucht seine
geweihten Geräte, Mittelchen, Kräuter und Talismane. Der Ledersack
hängt schlaff und leer an seinem Platz und als der Priester ihn
herunterhebt bemerkt er den Diebstahl sofort.
"Ansgul! Du Verräter!", wütet er
mit erstaunlicher Kraft über den Dorfplatz. "Ich verfluche dich auf
immer!" schleudert er den betroffenen Germanen ins Gesicht. "Du
sollst den morgigen Tag nicht mehr sehen und dein Geist soll der
Wind zerreißen!"
Eiskalt treffen diese Worte Ansguls
verschwitzen Nacken und er stolpert, wie von Sinnen, durch die
Wälder. Er macht sich hier und dort Zeichen, aus Sorgen, seine Spur
zu verlieren. Als aber der nächste Tag dämmert, ist Ansguls
Augenlicht verblasst. Er spürt den Tag, sieht aber weder Form noch
Farbe. Auch alle seine Gedanken sind wie der Morgendunst verflogen
und so irrt er ziellos umher bis zum kläglichen Ende seiner
Kraft.
Des Priesters wirkmächtiges
Instrument bleibt verloren und wenige, verzweifelte Winter später
verweht der gesamte Stamm im Nebel der Zeit.
Ansguls Schrift:

Doch an der Grenze zum Jahr 2009
scheint endlich Hoffnung zu bestehen, dass Instrument zu
finden!
Für Cacher ist
somit die Übersetzungstafel unbedingt erforderlich!
Ansgul hat 10 Hinweise
hinterlassen, die - in der richtigen Reihenfolge - den germanischen
Namen des Instrumentes nennen. Die Reihenfolge hat er mit einer Art
von Punkt markiert. Er hat in seiner wilden Flucht 5 Strecken
zurückgelegt, die jeweils bei den angegebenen Stages 1 - 5 mit
einem ROTEN Reflektor beginnen. Von dort hat er weiße Reflektoren
angebracht, die zum Hinweis am Ende der Strecke bei einem BLAUEN
Reflektor führen.
Damit er später noch weiß, wonach
er zu suchen hat, hat er als Gedächtnishilfe jeweils drei
unterschiedliche Reflektoren angebracht: Am Pfosten des Schildes an
der Weggabelung auf dem ein Text über den Wald steht und an einem
Baum beim Eintritt in den Wald auf dem Weg zum 1.
Hinweis.
Wie er von einer Strecke zur
nächsten gekommen ist, weiß er in seiner Furcht vor dem Fluch
selbst nicht mehr. Wie alles andere, hat dies der Wind aus seinem
Geist geweht.
Der germanische Name der sich aus
den Hinweisen ergibt ist der geheime Name des gestohlenen
Instrumentes. In diesem Namen stecken 3 deutsche Worte drin, die
ihr enträtseln müsst. Hierzu eine kleine Hilfe: Das erste Wort
beschreibt einen angeblich bei Germanen beliebten Gegenstand, der
gelegentlich befeuchtet werden muss, um seinem Zweck gerecht zu
werden.