Eine kleine Info vorab:
Dieser Wandermulti wurde 2008 von "theis jungen" gelegt und später durch uns adoptiert.
Wir bemühen uns, den Cache in seiner ursprünglichen Form zu erhalten und nehmen nur dann kleine Anpassungen vor, wenn es sich nicht anders machen lässt.
Viel Spaß wünschen euch logstoff.
Doch nun zum eigentlichen Listing:
Der Cache führt euch durch das Übachtal.
Die Wege sind bei entsprechender Wetterlage matschig und bewachsen.
Allerdings sind mit der Änderung vom 14. November 2009 die schwierigsten Passagen rausgenommen worden!
Die Alte Burg hat mich schon als Kind fasziniert, obwohl ich hier nur bewachsene Fläche und ein paar Mauerreste entdecken konnte. Ich habe euch unten mal Ausführungen zur Alten Burg aus dem Buch " Niederndorf 1423-1998, Eine Ortsgeschichte in Texten und Bildern" abgetippt.
Genug Platz und auch die offizielle Erlaubnis zum Parken habt ihr an der ersten Station!
Hier sollt ihr den Fisch mit dem gleich lautenden lateinischen Doppelnamen finden. Schreibt euch unbedingt auch den deutschen Namen auf!
Die Summe der einzelnen Buchstabenwerte (A=1; B=2; ...) des kompletten lateinischen Doppelnamens ist Q.
Der nächste Hinweis liegt bei: N 50°51.726 - Q E 7°55.150 + Q .
Auf eurem Weg durch das Übachtal dürft ihr die Burgkarte nicht vergessen!
„Spuren vergangenen Lebens im Uebachtal Vom hohen bis zum späten Mittelalter herrschte betriebsames Treiben im Uebachtal. Burgbewohner, Gutshofleute, Köhler, Bergleute, Schmelzer und Schmiede gingen hier einige Jahrhunderte lang ihren verschiedenen Tätigkeiten nach. Die Betriebsamkeit dieser Leute konzentrierte sich auf die Alte Burg, den Hof Uebach und die Hütte Uebach mit dem ihr zugehörigen Hammerwerk. Zu Beginn der Neuzeit kehrte wieder Ruhe im Uebachtal ein, die bis heute das Tal erfüllt. Die Alte Burg Heute kaum noch erkennbar Mauerreste und Erdwerke auf einer Anhöhe im oberen Uebachtal lassen auf die Existenz einer Burg in längst vergangener Zeit schließen. Etwa zwei Kilometer südöstlich von Niederndorf springt eine vom Giebelwald herabziehende Bergnase oder Bergzunge in das Uebachtal vor. Die aus Grauwackensandstein bestehende Bergzunge, die zwei wasserführende Wiesentäler voneinander trennt, fällt nach drei Seiten, nämlich nach Westen, Norden und Osten, steil ab. Nur ein schmaler Sattel verbindet sie im Südosten mit dem hier leicht ansteigenden Giebelwaldmassiv. Zur Schaffung einer Besiedelungsfläche wurde der vermutlich vorher gradartig ausgebildete vordere Teil der Zunge um einige Meter abgetragen und das anfallende Material zur Vergrößerung des Plateaus an der Nordostseite angekippt. Auf diese Weise entstand eine ca. 400m2 große, fast horizontale Fläche, die die Burg trug. Diese Burg - im Volksmund auch Alte Burg, Uebachsburg oder Silberburg genannt - hatte den durch das Gelände bedingten Grundriß eines unregelmäßigen Vielecks (siehe Skizze!). (...) Über die Bedeutung der an der Westgrenze des Siegerlandes angelegten Festung herrscht noch keine völlige Klarheit. Die Art der Anlage entspricht der eines kleinen Adelssitzes im frühen Mittelalter. Urkundliche Hinweise auf die Erbauer der Burg, ihren ursprünglichen Namen und ihren Zweck fehlen. Geht man bei der Suche nach der Bedeutung der Feste von ihrer geographischen Lage aus, nämlich der Lage in einem umstrittenen Grenzgebiet aus, so liegt die Vermutung nahe, daß es sich bei der Burg um eine Grenzfestung im Kampf der Grafen von Nassau mit den Grafen von Sayn und den Herren von Wildenburg handelte. Demnach wäre ihre Existenz zeitlich im 11. oder 12. Jahrhundert anzusetzen. Dafür spräche auch die Tatsache, daß sich um diese Zeit hier die Bildung der Territorien vollzog. Leider lassen auch die auf der Burganlage ausgegrabenen Fundstücke (z.B. die Keramikfunde) keine genaue Datierung zu. Über die Umstände, die zum Untergang der Burg führten, gibt es unterschiedliche Vermutungen. Zum einen könnte die Festung nach dem Bau der landesherrlichen Burg Freudenberg, welche erstmalig 1389 erwähnt wird, verlassen und verfallen sein, weil sie ihren Zweck als Grenzfeste nicht mehr entsprach. Zum anderen könnte die Festung auch in der Wildbannfehde zwischen den Grafen von Nassau und den Grafen von Sayn im Jahre 1259 durch die Grafen von Sayn zerstört worden sein. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine alte Volksüberlieferung, nach der Rudolf von Habsburg die Burg vom „Schelder Hä“ aus zerschossen haben soll.“ zitiert nach: Niederndorf 1423-1998, Eine Ortsgeschichte in Texten und Bildern, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Niederndorfer Dorfvereine, Freudenberg-Niederndorf, Selbstverlag 1998, Seite 37-40