Die Wüste
Die Wüste ist ein Stadtteil von Osnabrück. Sie ist mit rund
14.000 Einwohnern der einwohnerstärkste Stadtteil Osnabrücks und
gliedert sich in die Vordere Wüste und die Hintere Wüste. Aufgrund
der zentralen Lage und guten Infrastruktur ist die Wüste eine
beliebte Wohngegend. Der Name „Wüste“ erinnert an die ursprüngliche
landschaftliche Beschaffenheit des heutigen Stadtteils: Dort befand
sich früher ein eiszeitlich gebildetes Niedermoor, das „wöst“
(plattdeutsch: unbewohnbar) war.
"Moskau": die russische Hauptstadt oder eine moosige
Aue?
Auf dem Gelände des heutigen Bades eröffnete 1834 das Kaffeehaus
"Moskau". Dieser Name taucht in Schriften schon zwei Jahrzehnte
vorher auf. Populär geworden ist eine Version, nach der es einen
Zusammenhang zwischen dem Rückzug Napoleons aus Russland im Jahr
1812 geben soll. Andere dagegen schließen jegliche Verbindung mit
der russischen Hauptstadt aus. Sie entdeckten im "Moskau" das
plattdeutsche Wort für die hochdeutsche Bezeichnung "moosige Aue".
Unabhängig davon haben russische Kriegsgefangene im ersten
Weltkrieg das Gebiet hinter dem jetzigen Bad urbar gemacht. Aus dem
"Russengärten", wie sie damals hießen, wurde die Kleingartenanlage
"Deutsche Scholle". Einen Zusammenhang mit dem Moskaubad gibt es
aber nicht. Als das Freibad 1926 eröffnet wurde, erhielt es
offiziell den Namen "Moskau". 1933 benannten es die
Nationalsozialisten um. Die Anlage hieß von da an "Neustädter
Freibad". Im Volksmund blieb es aber bei dem ursprünglichen Namen,
und jetzt heißt das Bad auch offiziell wieder "Moskaubad". Heute
ist das Moskaubad das beliebteste Freibad der Stadt: ein
Badeparadies mit dem historischen Charme der zwanziger Jahre, 1997
umfangreich saniert und umgebaut.
(Quellen: www.wikipedia.de, www.moskaubad.de)