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Der 🔮"Rote Fluss"🔮 an der Grube BlĂŒcher EarthCache

Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Bitte beachtet den Sicherheitshinweis auf der Informationstafel.
Bei der Probenentnahme empfiehlt sich die Verwendung von Einmalhandschuhen.

Please note the security warning on the information board.
While taking the samples, using disposable gloves is recomended.

 
 

Deutsche Version (English version below):

Der Cache befindet sich hier auf dem GelĂ€nde der Blei-/ Zinkerzgrube BlĂŒcher. Sie entstand Anfang des 19. Jahrhunderts, als man industrielle Verfahren zur VerhĂŒttung von Zinkblende entwickelt hatte. Insgesamt 13 Grubenfelder, die sich beinahe ĂŒber das gesamte Waldgebiet der Hardt erstreckt haben, bildeten zusammen die „Consolidierte Grube BlĂŒcher“.

Im Bereich der Grube BlĂŒcher wurde hauptsĂ€chlich Zinkblende abgebaut. Zinkblende ( ZnS - Sphalerit, Zinksulfid) ist neben Zinkspat ( Zn[CO3] - Smithsonit, frĂŒher auch "Galmei" genannt, Zinkcarbonat) eines der beiden wichtigsten Zinkerze.

Zink


In den ersten Betriebsjahren hat man hier auf der Talsohle, wo mehrere Förderstollen zu Tage kamen, die Erze zunĂ€chst per Hand verlesen (geklaubt). Um auch kleinere Erzkörner gewinnen zu können, wurde das zerkleinerte Fördergut dann wie beim „Goldwaschen“ mit Wasser von umgebenden „tauben“ Gestein getrennt. Übrig blieben die sogenannten Waschberge, die man in der Umgebung als Haldenmaterial wie eine „Mondlandschaft“ wahrnimmt.
 

 

An dieser Stelle tritt heute rotes Wasser zu Tage.


Zum VergrĂ¶ĂŸern bitte anklicken

Um diesen Earthcache zu loggen, erfĂŒlle bitte folgende Aufgaben:

  • Nimm mit einem Schraubdeckel-Glas eine Wasserprobe an der Stelle, wo es aus dem Berg kommt.
    Beschreibe die FlĂŒssigkeit.
  • Leere das Glas, folge dem Bachlauf nur wenige Schritte und nimm dort erneut eine Probe.
    Wie sieht die die FlĂŒssigkeit jetzt aus?
Nimm die Probe mit zur Infotafel und stelle sie fĂŒr drei bis fĂŒnf Minuten ab.
Beschreibe danach, was mit der FlĂŒssigkeit geschehen ist.

In der Zwischenzeit kannst du folgende Fragen beantworten:
 
  • Wodurch wird das Trennen des zerkleinerten Fördergutes beim "Goldwaschen" mit Wasser von umgebenden "tauben" Gestein ermöglicht?
  • Warum ist das Wasser rot gefĂ€rbt?
  • Hat sich der Fluss zwischen Anfang und Ende sichtbar verĂ€ndert?
    Wenn ja: wie?
    Wenn nein: warum nicht?
  • SchĂ€tze (oder miss) die LĂ€nge des „Roten Flusses von der „Quelle“ bis zu seiner MĂŒndung in den Lerbach.
  • [Optional:] Mach ein Foto von dir oder von deinem GPS vor dem "Roten Fluss".
     

Sende mir die Antworten ĂŒber das Message Center oder als E-Mail.
Du kannst sofort loggen; ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt.


Zusatzinformation, bereitgestellt durch das Team Tequila Luigi:
Neben den hier geförderten Blei- und Zinkerzen findet sich hier noch eine weitere geologische Besonderheit. Hierbei handelt es sich um Ton aus Tonmineralien.
Tonminerale sind ĂŒberwiegend feinstkörnige Minerale mit einer KorngrĂ¶ĂŸe von weniger als 2 ”m.
Diese Minerale können auf zwei unterschiedlichen Wegen entstehen:
1. Durch chemische Verwitterung silikatischer Minerale (Feldspat, Glimmer, Granit ua.)
2. Durch ÜbersĂ€ttigung des Bodens mit Ionen (Aluminium, Calcium, Magnesium und Kalium). Hierbei spielt der pH-Wert (Maß fĂŒr SĂ€ure und Base) des Bodens eine wichtige Rolle. Bei saurem Boden entsteht ĂŒberwiegend eine Mineralschicht aus verschiedenen Aluminiumsilikaten und bei basischem und/oder neutralem Boden entstehen vorwiegend Dreischichttonminerale.
Tonminerale werden hauptsĂ€chlich als Rohstoff fĂŒr die Herstellung von Keramik, Zement oder Bildhauermaterial genutzt.
(Quelle: vgl. www.steine-und-minerale.de & www.wikipedia.org)

Der hier findbare Ton (jenseits der MĂŒndung des "Roten Flusses" auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Lerbachs) hat technisch keine Bedeutung, wurde auch nie abgebaut und ist keinesfalls fĂŒr die Verarbeitung zu Ton-Teilen geeignet. Die typische FĂ€rbung des Tons kommt von einem hohen eingeschlossenen Bleianteil, welcher seinen Weg durch den hier betriebenen Bergbau in den Ton fand. Deshalb wird dringend davon abgeraten, das Material mit bloßer Hand anzufassen, da das Blei in derartig feiner Konsistenz bereits von der Haut aufgenommen werden und zu schweren Vergiftungen fĂŒhren kann. Sollte doch jemand das Material "zur Hand" nehmen wollen, sind (Einweg-)Handschuhe zu empfehlen.

 

Stollenkarte BlĂŒcher

Stollenkarte Grube BlĂŒcher  Quelle: S. Eichhorn (Team Tequila Luigi), nach Archivdokumenten
schwarz: 40m-Sohle    hellblau: 100m-Sohle
rot: FahrschÀchte    dunkelblau: KlÀrteiche    gelb: Aufbereitungsanlage und GebÀude


Quelle/Literatur:
Das Erbe des Erzes, Band 2
Die Gruben auf den GangerzlagerstÀtten im Erzrevier Bensberg
336 Seiten, 170 Abbildungen, ISBN-10: 3-00-014668-7, ISBN-13: 978-3000146688
Kapitel 2.3.3 Grube BlĂŒcher, Seite 68 ff.

Das Buch ist leider vergriffen. Einsehbar im Lesesaal Stadtarchiv Bergisch Gladbach unter WL 5/76
Dem Owner ist es nach Jahren endlich im MĂ€rz 2018 gelungen, ein Exemplar antiquarisch zu erwerben - mit Original-Widmungen der drei Autoren Gerhard Geurts, Herbert Ommer und Herbert Stahl.

 

English version

The cache is located here on the site of lead / Zinkerzgrube Blucher. It was at the beginning of the 19th century when it had been developed an industrial process for smelting of sphalerite. A total of 13 mining concessions, which have extended over nearly the entire forest area of Hardt together formed the mine “Consolidierte Grube BlĂŒcher".

In the field of mine BlĂŒcher mainly sphalerite was produced. Sphalerite ( ZnS - sphalerite, zinc sulfide) is one of the most important zinc ore beside smithsonite ( Zn[CO3] - smithsonite, formerly known as calamine, zinc carbonate).

In the first years of operation you have here on the valley floor, where several underground galleries came to light, the ore is first read out by hand ("geklaubt"). In order to win smaller ore grains, the cut was then conveyed as the "gold washing" with water from the surrounding "stone dove" separately. What remained were the so-called wash mountains, which are perceived in the area as a dumping ground material such as a "lunar landscape".

 

At this point nowadays red water comes to light.


Click for enlargement

To log this earthcache, perform the following tasks:

  • Take a sample of the red-colored water with a screw cap glass, where it comes out of the mountain.
    Describe the liquid.
  • Empty your glass, follow the creek only a few steps and get again a new sample.
    Describe the liquid now.
Take the sample with the info panel and set it off for three to five minutes.
Describe what is done with the liquid.

In the meantime, you can answer the following questions:

 
  • What makes possible the separation of comminuted conveyed in "gold washing" with water from the surrounding "deaf" stone?
  • Why is the water dyed red?
  • Is there any visible change between the beginning and the end of the creek?
    If yes: Why?
    If not: Why not?
  • Estimate (or measure) the length of the „red river“ from its spring to the conjunction with the Lerbach.
  • [Optional:] Take a picture of yourself or your GPS in front of the "red river". (optional)

Sent me the answers via message center or by E-Mail.
You may log immediately. I will contact you if something is not correct.







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