Man sagt ja immer, die Heidjer seien
steinreich. Doch dieser Reichtum besteht leider nur aus einem
Haufen eiszeitlicher Findlinge, die weder zu mehr Geld noch zu
irgend etwas anderem führen. Oder...? Man munkelt jedoch in der
Gegend von einem kleinen Dorf namens Steenbeck, dass sich dort vor
vielen Jahren eine schier unglaubliche, aber doch wahre Begebenheit
zugetragen hat. Mein Urgroßvater hat sie mir einmal erzählt und nun
will ich sie Euch nicht vorenthalten.
Zu der Zeit lebten zwei alte Brüder auf
einem kleinen Hof im besagten Ort. Sie waren arm, denn ihre Felder
waren steinig und gaben kaum mehr her als eine tägliche karge
Mahlzeit. Doch eines Tages änderte sich dies plötzlich und sie
trugen feine Kleider, aßen erlesene Köstlichkeiten und leisteten
sich allerhand Tand. Ihre Felder aber blieben unbestellt. Statt
dessen werkelten sie des Nachts in der Scheune und ließen auch
niemand mehr auf ihren Hof, außer einem alten Tagelöhner, der die
Steine von den Feldern herbei schleppen musste. Keiner konnte sich
diesen plötzlichen Reichtum erklären, außer der Teufel hätte seine
Hände im Spiel. Eines Tages geschah dann ein großes Unglück, der
Hof brannte bis auf die Grundmauern nieder. Außer einigen Phiolen
und vielen eisernen Kesseln fand man nichts mehr, von den Brüdern
keine Spur. Doch es hielt sich das Gerücht, dass unermessliche
Schätze irgendwo dort vergraben seien und so machten sich die
Dorfbewohner auf die Suche, jedoch ohne Erfolg.
Mein Urgroßvater fand allerdings ein
verkohltes Pergament und da es ihm nichts sagte, bewahrte er es in
seiner Büchertruhe auf. Als er mir nun die Geschichte erzählte, gab
er es mir und meinte, vielleicht könne ich damit etwas
anfangen.

Vielleicht könnt Ihr mir helfen? Doch seid
vorsichtig, es sollen dort unheimliche Dinge geschehen und so
mancher Schatzsucher kehrte nie wieder zurück!
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