Ausführliche Beschreibung:
Der
Kirchberg
Der alte Stadtkern von Helmbrechts lehnt sich an den Südosthang
des 678m hohen Kirchbergs, der wie eine grüne Kuppel die
Straßenzüge überwölbt und mit dem Aussichtsturm das Wahrzeichen der
Stadt darstellt. Beschauliche Spazierwege führen durch die
Anlagen,die eine Gesamtfläche von ca. 90.000 m²
aufweisen.
Im Rahmen eines markgräflichen Landeswachtdienstes entstand
1498 auf dem Kirchberg ein Wartturm. In der Wartordnung hieß es
damals: „Die dritte und virdte Wart soll seyn uff dem Berg ob
Helmbrechts, so auch Schauenstein mit uffrichten und bewachen
soll.“ Benachbarte Signaltürme bzw. –stationen standen
auf dem Weißenstein bei Stammbach, auf dem Großen Waldstein, dem
Epprechtstein und im Osten von Hof bei Jägersruh. Die Türme sollten
Tag und Nacht mit zwei Wächtern besetzt sein. Waren Anzeichen
räuberischer oder kriegerischer Ausschreitungen festzustellen, so
musste sofort die Signalisierung erfolgen, bei Tag durch
Rauchzeichen, bei Nacht durch hell scheinende Feuer.
Eine Fotografie um die Wende zum 20. Jahrhundert beweist, das
um diese Zeit der Kirchberg noch völlig unbewaldet war. Das aus
diesem nackten Berg eine bewaldete, parkähnliche Höhe wurde, die
wie eine grüne Krone das Stadtbild abschließt, ist der Verdienst
des am 01. Mai 1887 gegründeten Verschönerungsvereins. Dessen
jahrzehntelanger Vorsitzender, späterer Bürgermeister und
Ehrenbürger Georg Seidel war der Initiator bei der Schaffung und
Erstgestaltung der Kirchberg-anlagen. So erfolgte am 15. September
1895 die Einweihung des Aussichtsturms in Rundform nach dem Muster
des ehemaligen Wartturms.
Dem Besucher bietet sich bei gutem Wetter ein hervorragender
Rundblick: nach Südosten über die Münchberger Gneismasse zur
Nordkette des Fichtelgebirges und weiter zu Ochsenkopf, Schneeberg
und Kösseine; nach Südwesten über den Kriegswald und Kamm bis zu
den Jurabergen am Obermain; nach Nordwesten zum Döbraberg und auf
die Höhen des Frankenwaldes und nach Osten über die Kuppen des
Bayrischen Vogtlandes bis zum Hainberg bei Asch in
Böhmen.
Bei dem verheerenden Sturm „Kyrill“ in der Nacht
vom 18./19. Januar 2007 wurden auch die Kirchberganlagen schwer in
Mitleidenschaft gezogen. Die Wiederaufforstung wurde zwar bereits
eingeleitet, aber es werden noch etliche Jahre vergehen, bis die
Anlagen wieder in Ihrer früheren Pracht zu genießen
sind.
Nahe des Turms lädt der Hermann-Löns-Gedenkstein (N50° 14.382
E011° 42.630) zum stillen Verweilen ein und am Südhang wurde 1958
der Georg-Seidel-Brunnen (N50°14.374 E011° 42.777) dem Schöpfer der
Anlagen gewidmet.
Es erwartet Euch ein Multi von ca. 2km Länge mit 5 Stationen +
Final rund um den Kirchberg und mit schönen Aussichten auf die oben
genannten Landschaften. Bitte bleibt bei der Suche auf den
befestigten Wegen, es muss nicht querfeldein gelaufen werden. Auch
muss bei keiner Station irgendeine Form von Gewalt angewendet
werden, nur die Augen aufmachen bzw. die grauen Zellen anstrengen,
dann solltet Ihr keine Probleme mit meinem „Hausberg“
haben.
Parken könnt Ihr bei N50°14.559 E011°43.025
Station 1
Bei den oben genannten Startkoordinaten findet Ihr ein Schild, auf
dem Ihr die Hinweise auf die Koordinaten für die nächste Station
ablesen könnt. Es zählen nur jeweils die Zahlen vor dem Punkt:
- Die früheste Morgenstund hat A im Mund
- Je später der Abend desto eher findet man BC
- Am Samstag nachmittag ist DE zu finden
- Der Tag des Herrn geht von FG bis HI
Station 2 (N50°14.(D+E) C (H+I) E011°42.(A+B) (F+B)
E)
Hier habt Ihr Gelegenheit bei Eurer Suche nach den Koordinaten der
nächsten Station einen schönen Blick auf Helmbrechts und besonders
auf die Johanniskirche zu werfen.
Aussichtspunkt:
Am Platz des ursprünglichen Finals bei N50°14.342 E011°42.687 hab
Ihr eine tolle Aussicht auf Helmbrechts, sowohl am Tag als auch bei
Nacht.
Bonus Code:
Auf der ersten Seite des Logbuchs findet Ihr einen Bonuscode den
Ihr Euch bitte sorgfältig notiert. Er wird Teil des geplanten Bonus
werden.