Schoenhorster Bildungsoffensive Multi-Cache
Schoenhorster Bildungsoffensive
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Multicache zur Geschichte der Schönhorster Dorfschule
Dieser Cache ist auch in OPENCACHING als
"Schönhorster Bildungsoffensive" (OC7E00) gelistet.
Ihr steht hier vor einer Widmungstafel von 1738, die das
tiefgeduckte Haus am Schönhorster Dorfteich als Schule
(„der Jugend zum Besten ...“, 3. und 4.
Zeile) ausweist, die gleichzeitig als Armenhaus (Zeilen 5-7)
diente.
Bitte bleibt auch oben auf dem Fußweg - das Grundstück selbst
ist Privatgelände.
Schulen konnten nur dort entstehen, wo es auch Schulmeister gab. In
den Kirchdörfern waren das Küster, Organisten oder die Vorsänger in
der Kirche. In den übrigen Dörfern wie Schönhorst gab es solche
Leute nicht und so war für das Amt des Schulmeisters qualifiziert,
wer lesen, etwas schreiben und rechnen konnte. Der Bericht des
Generalsuperintendenten von 1741 erwähnt, dass „alle Schulen
die Catechisation (= Religionsunterricht) betreiben, so gut die
Schulmeister es können.“ Meistens wurde in den Schulen nur
gelesen, selten auch geschrieben. Rechnen wurde nur in Schönberg
unterrichtet.
Unterrichtet wurde damals (Anfang 18. Jahrhundert) nur im Winter.
Die Kinder waren als notwendige Arbeitskräfte im Haus und auf dem
Hof unentbehrlich und auch der Lehrer brauchte die Sommerpause, um
seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, denn sein
Schulmeistergehalt allein reichte dafür nicht aus.
In der Schule selbst herrschte nach heutigen Begriffen drangvollste
Enge und sicher ein recht strenger Geruch. Für jedes Kind gab es
etwa einen dreiviertel Quadratmeter Platz im Schulraum und wir
müssen von 80-90 Schulkindern zwischen 6 und 14 Jahren ausgehen,
die dort alle gleichzeitig unterrichtet wurden. Der Ofen qualmte,
die Fenster mussten wegen des teuren Heizmaterials geschlossen
bleiben, manchmal hatte der Schulmeister auch noch etwas Kleinvieh
im selben Raum und die Körperausdünstungen aller Beteiligten
besorgten den Rest.
Was den Unterricht angeht, so bringt die Zeichnung von Wilhelm
Busch die Dinge recht genau auf den Punkt :
 |
„Lesen im singenden Ton, leierndes Aufsagen des
Auswendiggelernten, leises Murmeln der Kleinen, die sich mit dem
ABC abquälen, lautes Nachsagen des Gelesenen oder der aufgesagten
Lektion, hin und wieder Aufschrei des Schmerzes wegen bereits
empfangener Züchtigung oder Seufzen der Angst wegen gedrohter oder
noch bevorstehender Strafe, das sind die mannigfachen gemischten
Töne, die jedem Vorübergehenden im Dorfe aufs deutlichste anzeigen
: Hier ist die Schule !“ ( Bericht des Pastors
HUTWALKER aus Neukirchen von 1794) |
Das Schönhorster Schulhaus beherbergte nicht nur die Wohnung des
Schulmeisters und den Schulraum, sondern nach Auskunft der
Widmungstafel auch noch vier Arme (...einschließlich ihrer
eventuellen Familien !). In einer Zeit ohne Versicherung und ohne
staatliche Hilfe war das kommunale (nicht kirchliche !) Armenwesen
eine recht neue Errungenschaft, die sich damals im Geiste der
Aufklärung langsam zu entwickeln begann und runde hundert Jahre
später während der Industrialisierung ihren traurigen Höhepunkt
erreichte.
Laut Auskunft der Widmungstafel am Schönhorster Schul- und
Armenhaus hat der Gutsherr Detlef Rantzau, der auf dem Gute
Oppendorf wohnte (zu dem auch das jetzt nicht mehr existierende Gut
Schönhorst gehörte), sein Gut Nübbel (am Südwestrand von Rendsburg)
mit 3400 Talern belastet. Daraus machte er eine Stiftung „auf
ewigen Tagen“, deren Zinsen die Bezahlung des Schulmeisters,
die „Rente“ der vier Armen-Familien, sowie den
Unterhalt des Schönhorster Schul- und Armenhaus trugen.
(Zum Verständnis der letzten Zeilen der Widmungstafel : Das
Originaldokument befand sich sich in der Kirche und eine
beglaubigte Kopie davon in der Schule.)
 |
Hach ja, die „gute alte Zeit“ .... ! |
Nun zum Cache selbst :
Dessen Koordinaten müsst Ihr Euch selbst besorgen, und zwar –
wie es sich für einen Schul-Cache gehört – durch ..... LESEN
und RECHNEN.
Entnehmt der Widmungstafel dazu folgende Angaben - aber bitte :
Bleibt dabei oben auf dem Fußweg und geht NICHT hinunter direkt ans
Haus (Privatgrund !) :
· Wie hoch war der Zinssatz der Stiftung (14. Zeile) ?
Zinssatz = A
· Wieviele Taler Zinsen waren das jährlich auf die Summe von 3400
Talern ?
Zinsen = B
· Wieviele Taler Gehalt bekam der Schulmeister ?
Sein Gehalt = C
· Vier Arme wohnten in dem Haus. Wieviel Taler bekamen sie
zusammen?
Armengeld = D
· Wieviele Taler bleiben nach Abzug des Schulmeistergehaltes und
des
Armengeldes zur Unterhaltung des Hauses übrig ?
Restgeld = E
· Wieviel Prozent der Zinsen B beträgt dieses Restgeld E ?
Prozentsatz = F
Daraus lassen sich die Koordinaten des Caches berechnen.
Die Koordinaten der Widmungstafel (N 540 20,137’ E
100 14,732’) kürzen wir mal ab mit N
540 20, NNN und E 100 14, EEE.
Dann gilt für die Cachekoordinaten N 540 20, XXX und E
100 14, YYY :
Nicht vorsagen da hinten !!
Wen ich nochmal erwische, kriegt den Hintern voll !!!
XXX = NNN – [ E - D– ( E – D ) : C ]
Wehe, einer schreibt ab ... ! Und aufhören zu schwatzen
!
YYY = EEE – [ B : A + F + E + A + C : (B
: E ) ]
(Au! Aua ! Auaaaaaa ! Heuuul !)
Zur Kontrolle : XXX + YYY = 684
Wer hat das nicht ?!? In die Ecke stellen und zwei Stunden
nachsitzen !
Der Rest von Euch geht jetzt den Cache
suchen
Erstausstattung :
zylindrische Erstfinder-Urkunde
Versteinerung, polierter Schmuckstein, Achatplatte
TB "Stinker
Additional Hints
(Decrypt)
Erpugf fhpu', bu Jnaqere, jb Rsrh fvpu jvaqrg.
Treasures
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