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Schoenhorster Bildungsoffensive Multi-Cache

Hidden : 2/10/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Multicache zur Geschichte der Schönhorster Dorfschule

Dieser Cache ist auch in OPENCACHING als
"Schönhorster Bildungsoffensive" (OC7E00) gelistet.

Ihr steht hier vor einer Widmungstafel von 1738, die das tiefgeduckte Haus am Schönhorster Dorfteich als Schule („der Jugend zum Besten ...“,     3. und 4. Zeile) ausweist, die gleichzeitig als Armenhaus (Zeilen 5-7) diente.
Bitte bleibt auch oben auf dem Fußweg - das Grundstück selbst ist Privatgelände.



Schulen konnten nur dort entstehen, wo es auch Schulmeister gab. In den Kirchdörfern waren das Küster, Organisten oder die Vorsänger in der Kirche. In den übrigen Dörfern wie Schönhorst gab es solche Leute nicht und so war für das Amt des Schulmeisters qualifiziert, wer lesen, etwas schreiben und rechnen konnte. Der Bericht des Generalsuperintendenten von 1741 erwähnt, dass „alle Schulen die Catechisation (= Religionsunterricht) betreiben, so gut die Schulmeister es können.“ Meistens wurde in den Schulen nur gelesen, selten auch geschrieben. Rechnen wurde nur in Schönberg unterrichtet.
Unterrichtet wurde damals (Anfang 18. Jahrhundert) nur im Winter. Die Kinder waren als notwendige Arbeitskräfte im Haus und auf dem Hof unentbehrlich und auch der Lehrer brauchte die Sommerpause, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, denn sein Schulmeistergehalt allein reichte dafür nicht aus.
In der Schule selbst herrschte nach heutigen Begriffen drangvollste Enge und sicher ein recht strenger Geruch. Für jedes Kind gab es etwa einen dreiviertel Quadratmeter Platz im Schulraum und wir müssen von 80-90 Schulkindern zwischen 6 und 14 Jahren ausgehen, die dort alle gleichzeitig unterrichtet wurden. Der Ofen qualmte, die Fenster mussten wegen des teuren Heizmaterials geschlossen bleiben, manchmal hatte der Schulmeister auch noch etwas Kleinvieh im selben Raum und die Körperausdünstungen aller Beteiligten besorgten den Rest.

Was den Unterricht angeht, so bringt die Zeichnung von Wilhelm Busch die Dinge recht genau auf den Punkt :
„Lesen im singenden Ton, leierndes Aufsagen des Auswendiggelernten, leises Murmeln der Kleinen, die sich mit dem ABC abquälen, lautes Nachsagen des Gelesenen oder der aufgesagten Lektion, hin und wieder Aufschrei des Schmerzes wegen bereits empfangener Züchtigung oder Seufzen der Angst wegen gedrohter oder noch bevorstehender Strafe, das sind die mannigfachen gemischten Töne, die jedem Vorübergehenden im Dorfe aufs deutlichste anzeigen : Hier ist die Schule !“ ( Bericht des Pastors HUTWALKER aus Neukirchen von 1794)

Das Schönhorster Schulhaus beherbergte nicht nur die Wohnung des Schulmeisters und den Schulraum, sondern nach Auskunft der Widmungstafel auch noch vier Arme (...einschließlich ihrer eventuellen Familien !). In einer Zeit ohne Versicherung und ohne staatliche Hilfe war das kommunale (nicht kirchliche !) Armenwesen eine recht neue Errungenschaft, die sich damals im Geiste der Aufklärung langsam zu entwickeln begann und runde hundert Jahre später während der Industrialisierung ihren traurigen Höhepunkt erreichte.
Laut Auskunft der Widmungstafel am Schönhorster Schul- und Armenhaus hat der Gutsherr Detlef Rantzau, der auf dem Gute Oppendorf wohnte (zu dem auch das jetzt nicht mehr existierende Gut Schönhorst gehörte), sein Gut Nübbel (am Südwestrand von Rendsburg) mit 3400 Talern belastet. Daraus machte er eine Stiftung „auf ewigen Tagen“, deren Zinsen die Bezahlung des Schulmeisters, die „Rente“ der vier Armen-Familien, sowie den Unterhalt des Schönhorster Schul- und Armenhaus trugen.
(Zum Verständnis der letzten Zeilen der Widmungstafel : Das Originaldokument befand sich sich in der Kirche und eine beglaubigte Kopie davon in der Schule.)
Hach ja, die „gute alte Zeit“ .... !

Nun zum Cache selbst :
Dessen Koordinaten müsst Ihr Euch selbst besorgen, und zwar – wie es sich für einen Schul-Cache gehört – durch ..... LESEN und RECHNEN.

Entnehmt der Widmungstafel dazu folgende Angaben - aber bitte : Bleibt dabei oben auf dem Fußweg und geht NICHT hinunter direkt ans Haus (Privatgrund !) :
· Wie hoch war der Zinssatz der Stiftung (14. Zeile) ?
  Zinssatz = A
· Wieviele Taler Zinsen waren das jährlich auf die Summe von 3400 Talern ?
  Zinsen = B
· Wieviele Taler Gehalt bekam der Schulmeister ?
  Sein Gehalt = C
· Vier Arme wohnten in dem Haus. Wieviel Taler bekamen sie zusammen?
  Armengeld = D
· Wieviele Taler bleiben nach Abzug des Schulmeistergehaltes und des
  Armengeldes zur Unterhaltung des Hauses übrig ?
  Restgeld = E
· Wieviel Prozent der Zinsen B beträgt dieses Restgeld E ?
   Prozentsatz = F

Daraus lassen sich die Koordinaten des Caches berechnen.
Die Koordinaten der Widmungstafel (N 540 20,137’ E 100 14,732’) kürzen wir mal ab mit N 540 20, NNN und E 100 14, EEE.
Dann gilt für die Cachekoordinaten N 540 20, XXX und E 100 14, YYY :

Nicht vorsagen da hinten !!
Wen ich nochmal erwische, kriegt den Hintern voll !!!

XXX = NNN – [ E - D– ( E – D ) : C ]

Wehe, einer schreibt ab ... ! Und aufhören zu schwatzen !
YYY = EEE – [ B : A + F + E + A + C : (B : E ) ]
(Au! Aua ! Auaaaaaa ! Heuuul !)
Zur Kontrolle : XXX + YYY = 684

Wer hat das nicht ?!? In die Ecke stellen und zwei Stunden nachsitzen !

Der Rest von Euch geht jetzt den Cache suchen


Erstausstattung :
zylindrische Erstfinder-Urkunde
Versteinerung, polierter Schmuckstein, Achatplatte
TB "Stinker

Additional Hints (Decrypt)

Erpugf fhpu', bu Jnaqere, jb Rsrh fvpu jvaqrg.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)