Kreutzmann's Mühle

I.
Geschichte:
Am
23.Februar 1881 erhielt der Mühlenbesitzer Wilhelm Kreutzmann vom
Herzog von Arenberg im Amte Meppen die Genehmigung zum Bau einer
Windmühle an der Kirchstraße. Die Familie Kreutzmann besaß schon
seit Jahrzehnten die Windmühle auf dem Mühlenfeld (etwa 500 m vom
jetzigen Standort dieser Mühle in östlicher Richtung). Eine erste
urkundliche Erwähnung von dieser „Crusemanns Mühle“,
dem Vorläufer der Kreutzmann Mühle, finden wir bereits im Jahre
1545.
Doch nun
zur jetzigen Windmühle:
Der
Mühlenstumpf aus roten Klinkern wurde im Jahre 1881 erbaut und ist
beim letzten Wiederaufbau ausgebessert worden. Alle anderen Teile,
wie Achtkant, Galerie und die Kappe mit Flügeln, die wir heute
sehen, sind neu, da diese Holzteile bei einem Brand 1920 zerstört
wurden. Es erfolgte kein vollständiger Wiederaufbau. Der Mahlgang
wurde auf Dampfbetrieb umgerüstet. Es war die Zeit des
Mühlensterbens. Viele Windmühlen wurden aufgegeben oder wurden auf
andere Antriebsarten umgerüstet.
Windmühlenvorkommen in
Norddeutschland:
1918:
22.000 Windmühlen; 1936: 4.500 Windmühlen; 1960: 744 Windmühlen
davon 159 windgängig.
Zwischen den Weltkriegen wurde eine
Sägerei Angebaut, die im Jahre 1994 restauriert und dem
Heimatverein als Heimathaus übergeben wurde. In den letzten
Kriegswochen in 1945 wurde die Mühle durch Beschuss vollständig
zerstört. Die Familie Kreutzmann erwarb ein gebrauchtes Mahlwerk
und begann, dieses Mal mit elektrischem Antrieb, noch im Jahre 1945
mit dem erneuten Mahlbetrieb. Zu Beginn der 70er Jahre wurde der
Mahlbetrieb eingestellt und der Mühlenstumpf bis 1989 als
Kornspeicher verpachtet. Danach drohte der
Abriss.
II. Der
Wiederaufbau:
Im Jahre
1990 erwarb die Gemeinde Werlte dieses Grundstück samt dem
Mühlenstumpf mit der Verpflichtung, die Kreutzmanns Mühle
wiederaufzubauen. Ein Mühlenverein wurde gegründet, der auch sofort
an die Arbeit ging. Zunächst galt es, das Projekt finanziell
abzusichern.
Ausgehend von Gesamtkosten von 650.000 DM,
kamen 40% aus EG-Mitteln, 20% vom Land Niedersachsen, 20% von der
Gemeinde Werlte aus Spenden. Nach vielen Besichtigungen,
Besprechungen war es dann im Sommer 1992 soweit. Der
niederländische Mühlenbaubetrieb „Roemeling Molema“
wurde mit dem Wiederaufbau der Kreutzmanns Mühle
beauftragt.
In den
folgenden Monaten wurden in den Niederlanden alle Mühlenteile
vorgefertigt und erst hier an der Kirchstraße zu Achtkant und Kappe
zusammengebaut. Hier an Ort und Stelle wurde der Mühlenstumpf
ausgebessert, etwas erhöht und mit einem Betonringanker versehen.
Werlter Zimmereibetriebe erstellten die Galerie. Im Sommer 1993
wurde der etwa 30 to. Schwere Achtkant mit einem Autokran auf den
Mühlenstumpf gehoben. Danach die Kappe (etwa 17 t ) auf den
Achtkant gesetzt. Nachdem im Herbst 1993 die Flügelruten durch die
Achsen gezogen wurden, erreichte die Mühle ihre stolze Höhe von
etwa 32 Metern. Im Frühjahr 1994 beendete der Mühlenbauer seine
fast zweijährige Bauzeit. Die Zeit bis zur Einweihung im Frühjahr
1995 brachte für den Mühlenverein und viele freiwilligen Helfer
eine Menge Arbeit. Es ging um den Innenausbau des Mühlenstumpfes
und die Restaurierung von alten Geräten. Insgesamt sind von der
Planung bis zur Einweihung gut vier Jahre
vergangen.
Auf dem
Gelände der Kreutzmanns Mühle befindet sich unter anderem das
Backhaus.

ACHTUNG: Bitte die Dose wieder genauso
verstecken wie ihr sie gefunden habt. Es gibt nur eine einzige
Stelle wo sie nicht zu erkennen ist.
Nur so kann sie von Muggeln, die es hier
zeitweise in Massen gibt, nicht gesehen
werden.
Danke