Wegekreuze
(auch:
Flurkreuze) sind Mahnmale, die Menschen seit alters her aufgestellt
haben, zur Erinnerung oder zum Dank an ein Ereignis. Sie zeugen vom
Glauben und der Frömmigkeit vergangener Generationen und des
Könnens der Steinhauer und Schmiede die Sie geschaffen haben. Sie
können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie etwa Holz,
Stein oder Metall. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe gestaltet.
Steinkreuze werden auch Hussitenkreuze, Schweden- oder Sühnekreuze
genannt.
Viele
Flurkreuze dienten einfach als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung
schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf
Wegekreuzungen.
An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen
ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von
wem.
Bei meinen
Cache-Touren sind mir diverse dieser frommen Kunstwerke
aufgefallen.
Da sie oft eine
interessante Geschichte haben stelle ich sie hier in einer offenen
Reihe vor.
Das
Forsthauskreuz

Das Kreuz aus dem 18. Jahrhundert ist 3,60 m hoch und aus
Trachyt.
Über der mehrfach abgestuften Basis des Sockelteils befindet sich
ein geschweifter Sockel für ein hohes Steinkreuz. Auf dem Sockel
befindet sich ein vertieftes Feld mit ingezogenen Ecken. Das Feld
überschneidend befindet sich eine große, sorgfältig gearbeitete
Wappendarstellung die von Roncallien und Muschelwerk eingefasst und
als oberen Abschluß eine Krone oder Kurhut besitzt..
Auf dem Kreuz befindet sich anstelle des Korpus genagelte Füße, ein
dreifachdurchbohrtes Herz, im Schnittpunkt der Balken eine
Dornenkrone und darüber ein Schriftband mit: INRI. Auf den
Querbalken befinden sich genagelte Hände, deren Zeige- und
Mittelfinger gestreckt sind. Die übrigen Finger und Daumen sind
gekrümmt dargestellt.
Quelle: Geschichtsverein für Dormagen, Nievenheim und Zons
e.V.