
Mit meinem ersten selbst versteckten Cache möchte
ich euch etwas über den Ort nahe bringen, in dem ich seit 2001
lebe.
Neuendorf ist ein Ort, den Durchreisende eigentlich gar nicht
richtig genießen können, denn die Hauptstrasse führt nicht durch
das ursprüngliche „alte Dorf“.
Wenn ihr zu diesem Cache fahrt, werdet ihr aber genau diesen Teil
des Ortes sehen. Hier befindet sich beispielsweise die alte
Feldsteinkirche mit einem Giebelturm aus Fachwerk, die
wahrscheinlich auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und sehr
wahrscheinlich einen Vorgängerbau hatte. Der Bau ist heute
weitgehend verputzt. In der Kirche befindet sich eine Glocke, die
aus dem Jahr 1690 stammen soll. 1839 wurde der Turm aufgesetzt,
1890 erfolgte eine Renovierung.
Neuendorf wurde im Jahre 1337 erstmals als Nyendorf urkundlich
erwähnt.
Bis 1815 war Neuendorf für Brandenburg von großer Bedeutung, da das
Dorf der letzte Grenzposten in der Märkischen Zauche in Richtung
Sachsen war. Erst mit dem Wiener Kongress 1815 fiel der nördliche
Teil des sächsischen Kurkreises, dem auch Brück und Belzig angehört
hatten, endgültig an Preußen.
Neuendorf ist seit altersher landwirtschaftlich geprägt. Mit den
umfangreichen Meliorationsmaßnahmen unter Friedrich dem Großen im
Baruther Urstromtal kamen die Neuendorfer Bauern zu Wohlstand. Denn
hatten sie ihre Äcker bislang auf dem sandigen, trockenen und eher
unfruchtbaren Zaucheboden anlegen müssen, konnten sie ihre
Anbauflächen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in die zu großen
Teilen trockengelegte und fruchtbare Talung verlagern. Reste des
ehemals ausgedehnten Erlenbruchwaldes Linther Oberbusch zwischen
Neuendorf/Stromtal und der Autobahn 9 sowie eine Vielzahl an
Entwässerungskanälen erinnern heute an die sumpfige
Niederung.
Genau an diese Gräben soll euch dieser Cache führen.
Der verhältnismäßig hohe Wohlstand der Bauern in dieser Zeit
spiegelte sich darin wider, dass sie 1795 mit 26 000 Talern das
höchste Gebot abgaben, als das hochverschuldete Rittergut in
Neuendorf versteigert werden sollte. [3] Besitzer wurde dann
allerdings Karl Rudolf Gans Edler zu Putlitz aus der noch heute
bestehenden märkischen Uradelsfamilie Gans zu Putlitz, die
insbesondere in den Jahrhunderten des Spätmittelalters zu den
einflussreichsten Familien in der Prignitz gehört hatte. Putlitz
starb hier 1824 völlig verarmt. Jan Feustel gibt eine Erzählung
wieder, nach der die Tochter des edlen Herrn mit einem Napf von Hof
zu Hof gegangen sei, um Nahrung zu erbetteln und endlich vor
Entkräftung im Stall eines Bauern gestorben sei.
(Texte teilweise aus Wikipedia.de)
Parken solltet ihr am Ende der Alten Dorfstrasse / Einheimische
fahren jedoch eigentlich den Weg in Richtung Cache. Ist aber so
halblegal ;)
Über Fotos von eurer Entdeckungstour würde ich mich sehr
freuen.

Wenn ihr die
Alte Dorfstrasse entlangfahrt entdeckt ihr vielleicht
Lirks
Cachebulli.

Den könnt
ihr gern discovern.