Fritz Encke (* 5. April 1861 in Oberstedten;
† 12. März 1931 in Herborn) war Gartenarchitekt, königlicher
Gartenbaudirektor und städtischer Gartendirektor, der zahlreiche
Parkanlagen und Plätze entwarf. In seiner Zeit in Köln prägte er
als Planer bis heute das Gesicht der Kölner Grünanlagen und
Volksgärten wie etwa den Blücherpark, Friedenspark (früher:
Hindenburgpark), Beethovenpark, Klettenbergpark,
Fritz-Encke-Volkspark, Vorgebirgspark, Humboldtpark und den
Rheinpark („Rheinvolkspark“ in seinem Bestand bis
1945). Er wirkte bei der Stadtwalderweiterung mit. Auch eine
Erweiterung des Kölner Zoos im Jahre 1913 fand unter seiner Regie
statt. Daneben gestaltete er zahlreiche Kölner Plätze, die er als
multifunktionale Stadtplätze in einen Spielbereich und einen
Schmuckbereich (Anlagen bzw. Blumengärten) untergliederte, etwa den
Manderscheider Platz in Sülz oder den Lindenthaler Lortzingplatz.
Fritz Encke verfolgte in seinen Werken schon früh den Gedanken
des „sozialen Grüns“ in der Großstadt, der anderenorts
erst nach dem Ersten Weltkrieg zur Anwendung kam. Seine grünen
Stadtplätze, vor allem in den Vororten, wurden multifunktional
angelegt. Er gliederte sie in Spielplätze und Schmuckgärten auf,
die den Bewohnern der Mietshäuser den häuslichen Garten ersetzen
sollten. In seinen Parkanlagen verfolgte er den Gedanken des
„Volksparks“ mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für
die Bevölkerung – Blumenanlagen, Architektur und Raum für
Sport in einem Parkgelände. Nach dem ersten Weltkrieg bekam er mit
Unterstützung von Konrad Adenauer zusammen mit dem Hamburger
Stadtplaner Fritz Schumacher die Gelegenheit, beim Ausbau der
Kölner Festungsringe zu Grüngürteln mit zu wirken. (Quelle:
Wikipedia)
Fritz Encke hat hier von 1903 bis zum Ende seiner Dienstzeit
1926 mit seiner Familie gewohnt. Das Gebäude gehörte ursprünglich
zum preußischen Festungsring um Köln. Die dicken Mauern im Keller
und der Wall in Richtung Volksgarten erinnern noch an die Funktion
als Pulvermagazin (Lünette III). Auf das flache Gebäude wurde im
Zuge der Schaffung des Volksgartens die Villa des ersten Kölner
Gartendirektors Adolf Kowallek gebaut. Drumherum entstand eine
Gärtnerei, die noch bis vor kurzem als solche betrieben wurde.
Weitere Informationen zur Geschichte des Gebäudes gibt es
auf den Internetseiten der Orangerie.