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Langsamfahrer unterwegs Mystery Cache

Hidden : 3/9/2009
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Welcher Autofahrer kennt das nicht? Es gibt Tage, da hat man den Eindruck, dass alle langsamen Fahrzeuge auf der gleichen Route unterwegs sind.

Genau so ging es mir, als ich vor einigen Tagen von Steyr nach Hause, nach Perg fuhr. Auf der Ennser Bundesstraße, der B115, war ich unterwegs als mir auffiel, dass an diesem Tag besonders viele sehr, sehr langsame Fahrzeuge in meiner Richtung unterwegs waren, während glücklicherweise in der Gegenrichtung kaum etwas los war. Also war das Überholen auf dieser Strecke gar nicht so schwierig und ich konnte auf der neu ausgebauten Straße die um Dietachdorf herumführt bereits gefahrlos eine ganze Gruppe von Wohnwagengespannen hinter mir lassen.

Ich begann, mir die auffälligen Fahrzeuge die ebenfalls Richtung Norden fuhren, zu merken. Zuerst war da der klapprige alte Kastenwagen aus Ungarn. Die verwitterte Aufschrift sagte mir, dass dieser Wagen einmal bei Magyar Posta im Dienst stand. Dort wurde er sicher schon vor vielen Jahren ausgemustert. Kurz danach war dann gleich der alte Käfer mit Vorarlberger Kennzeichen vor mir. Ihr wisst schon, diese schwarzen Nummertafeln die man heute nur mehr ganz selten sieht. Stoßstange und Radzierkappen auf Hochglanz poliert, der hellblaue Lack in bestem Zustand. Als er gleich darauf links blinkte und abbog war ich auch schon wieder vorbei an ihm.
„Kronsdorf“, Ortsgebiet, 50km/h, Polizisten in zivilem Fahrzeug auf der Lauer, Radarkasten am Straßenrand, usw. Ich kenne diese knapp drei Kilometer durch Kronsdorf und weiß auch, dass man bis zur Ortsendetafel leicht zum Gasgeben verleitet wird. Aber dann, außerhalb des Ortsgebietes auf dem geraden Straßenstück, was war da?

Ein Fahrzeug der Straßenmeisterei, das die Leitpflöcke reinigte. An dem war ich schnell vorbei. Kurz vor Thaling war aber dann dieses Wohnmobil aus Luxemburg, das ich wegen des Gegenverkehrs nicht sofort überholen konnte und so hatte ich Gelegenheit die verschiedenen Aufkleber am Heck zu studieren. Könnte das nicht ein kleines Geocaching-Logo neben der Nummertafel gewesen sein? Das wäre doch eine Idee, mit der fahrbaren Wohnung von Cache zu Cache!

Und während ich so nachdachte, kam dann in Thaling von einem Parkplatz ein knallrotes flaches Etwas langsam auf die Bundesstraße zu. Wie es sich gehört, blieb er stehen und ließ mich vorbeifahren. Ja, die Regeln des Straßenverkehrs gelten eben auch für einen Ferrari. Er war nur kurz hinter mir, dann bog er in eine Seitenstraße ab. Von wo war dieses rollende Bügelbrett? Ich habe Null Ahnung. Aber was war das? Schon wieder ein Kleinlaster der Straßenmeisterei. Dieser hatte eine von diesen rotierenden Bürsten im Einsatz um den Straßenrand zu säubern. Auch dieser war wieder sehr langsam unterwegs und ich war schnell vorbei an diesem Arbeitsgerät. Und schließlich kurz vor den Autobahnauffahrten in Enns war da noch ein kleiner Golf. Nicht mehr der Jüngste, aber ganz OK. Voll bepackt und auch Einiges am Dach. Drinnen sah ich junge Leute, die mir den Eindruck machten als ob sie nicht so recht wussten welchen Weg sie nehmen sollten. Leider konnte ich nicht helfen, denn es war kein Platz zum Stehenbleiben, außerdem kann ich nicht norwegisch.

So. jetzt ging’s durch Enns, Österreichs ältester Stadt. Vorbei an der Kaserne, Kreisverkehr, Wienerberg hinunter, über die restaurierte Ennsbrücke und an der Ampel links Richtung Mauthausen. Dieser Straße folgte ich bis ich nach ein paar Kilometern auf der Mauthausener Brücke die Donau überquerte. Der Verkehr auf diesem Abschnitt war erträglich, die Geschwindigkeitsbeschränkungen lassen hier ohnedies nur ein „Mitschwimmen“ zu. Nach der Donaubrücke musste ich der Bundesstraße B3 in östlicher Richtung folgen.

Aber was war das? Das durfte ja nicht wahr sein! Schon wieder ein oranges Fahrzeug das im Schneckentempo vor mir auftauchte. Große Drehlichter am Dach, Warnstreifen an den Ecken und in großen Lettern über der Hecktüre „Streckenkontrolle“. Diesmal musste ich geduldig folgen, bis es an der Abzweigung nach Mitterkirchen – an der Ampel – der rechten Spur folgte. Aber da an der roten Ampel war noch der weiße Nobel-BMW vor mir. Bei Grün setzte er sich nur zögerlich in Bewegung und ich dachte schon, das geht so weiter mit der Kriecherei. Aber zu der Werkstätte war es für den Italiener nur mehr ein paar Meter und ich konnte auch diesen Wagen hinter mir lassen.

Und, wie hätte es an diesem Tag auch anders sein können? Nach nur einem Kilometer waren schon wieder zwei auffällige, langsame Fahrzeuge in meiner Richtung unterwegs. Kein Gegenverkehr und ausreichende Sicht und schon war ich vorbei an den beiden. Ein weinroter 2CV und ein bulliger, heller Volvo, beide sicher mehr als vier Jahrzehnte alt und natürlich mit französischem bzw. mit schwedischem Kennzeichen. Internationale Oldtimerfreundschaft?

Ich folgte den Wegweisern nach Perg und kam so durch Furth und an die Eisenbahnkreuzung. Und, was war da? Mit großem Abstand vor der roten Ampel standen da „David und Goliath“ am Straßenrand. „Goliath“ nannte ich den Sattelzug-Lkw mit nach vorne geklapptem Führerhaus und zum kleinen, gelben Kombi passte „David“. Dieser Fernlaster hatte Kisten und Paletten auf der Ladefläche; ein „P“ für Portugal konnte ich auf der Stoßstange erkennen. Zwei Männer werkten im Motorraum herum und ich erkannte an dem zweiten Auto – „Hydraulik Bärenthaler“ oder so ähnlich – ein Klagenfurter Kennzeichen. Was täte der Große ohne dem Kleinen? Nachdem ich den Zug und die rote Ampel abgewartet hatte ging’s mit erlaubter Geschwindigkeit weiter. Aber natürlich! Nach dem Ende dieser Beschränkung, tauchte wieder eine Schnecke auf. Ein schwarzer Kastenwagen aus amerikanischer Fertigung, dunkle Fenster, breite Reifen, eine Dachgalerie mit Leiteraufstieg und einem fetten Reserverad am Heck. Eigenartig, und dann nur mit 40 km/h auf dieser Straße! Irgendwie kamen mir da Szenen aus Mafiafilmen in den Sinn; so ein Blödsinn, der Wagen war in Belgien angemeldet. Kein Gegenverkehr und schon war ich an dem Van vorbei.

Endlich in Perg. Eigentlich hatte ich es nicht vor, aber es kam mir einfach so in den Sinn. Ich bog kurz entschlossen auf den Parkplatz vor dem Restaurant ein, nahm das Handy zur Hand und rief meine Frau Lucia an. „Hast du nicht auch Lust auf Pizza oder Mexikanisch? Ja, dann komm doch gleich jetzt zu N48°15.007’ E14°37.680’, du weißt schon, wo das ist.“ Und während ich noch in Gedanken auf die Tasten des Handys blickte dachte ich mir: „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt einen neuen Cache auszulegen.“ Vorbereitet hatte ich alles ja schon lange, und da ich ihn hier in der Nähe platzieren wollte, war jetzt der richtige Zeitpunkt.



So, und jetzt seid ihr an der Reihe mit Italienisch oder Mexikanisch, vielleicht mit einem Gläschen Rotwein und mit einem Ewald9798-Cache als Vorspeise oder als Nachtisch. Den Restaurant-Gutschein darf sich nehmen, wer den Cache als VIERTER findet. Für den FTF ist eine kleine Urkunde in der Box.

Guten Appetit von Ewald.

Kontrolle der Final-Koordinaten gefällig? Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. Geochecker.com.

Additional Hints (Decrypt)

FGENFFRAQVRAFG VFG RVAF

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)