Kehler Kirchen - #3: St. Johannes Nepomuk Traditional Cache
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Kehler Kirchen - #3: St. Johannes Nepomuk
A cache by [DELETED_USER]
Hidden
:
3/9/2009
-
Difficulty:
-
-
Terrain:
-
Size:
 (small)
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Ich möchte hier, wie auch in vielen anderen Städten üblich, eine
kleine Cachereihe ins Leben rufen, die die Kirchen Kehls und der
Kehler Gemeinden in den Vordergrund stellt.
ACHTUNG: Die Kirchen wurden
ursprünglich ja nicht als nette Kulisse für diverse Cachebehälter
errichtet, sondern als Ort für diejenigen, die die Kirche zu
religiösen Zwecken besuchen. Behaltet dies bitte im Kopf, bevor ihr
über die zahlreichen Muggels beispielsweise am Sonntagvormittag
beschwert. Verhaltet euch mit der dem Ort angemessenen
Rücksicht.
Bei der Auswahl des Verstecks wurde hierauf besonders geachtet.
Wenn euch euer GPS andeutet, ihr solltet außen am Turm hochklettern
oder mit der Spitzhacke tragende Gebäudeteile entfernen, so ist das
sicher falsch!

Die ersten Kirchen am "Wilden Rhein", wie man die Landschaft
zwischen Kehl und Straßburg früher nannte, weisen auf eine bewegte
Geschichte hin. Die an einer wichtigen Fährstelle errichtete Kirche
im 13. Jahrhundert wurde bei einer der vielen Überschwemmungen
zerstört. Ebenfalls die im 14. Jahrhundert auf einer Rheininsel
gelegene Kirche. Als 1388 die erste Rheinbrücke, die "Lange Bruck",
erbaut wurde - über lange Zeit die einzige zwischen Basel und der
Rheinmündung! - entstand auf dem Hochgestade eine neue Kirche. Mit
der Reformation im frühen 16. Jahrhundert wurde Kehl samt Umland
evangelisch.
Eine katholische Kirche wurde erst wieder notwendig, als 1698 Kehl
französisch wurde und in der rechtsrheinischen Vauban-Festung für
Soldaten und weitere Zuwanderer in der Garnisonskirche
Gottesdienste stattfanden. Nach einer völligen Zerstörung Kehls
durch die Revolutionsheere Frankreichs wurde erst 1817 wieder eine
kleine katholische Notkirche gebaut, die in den folgenden Jahren
auch von der evangelischen Gemeinde mitbenutzt wurde. 1851 bauten
die beiden Konfessionen eine sog. Simultankirche, die heute als
evangelische "Friedenskirche" auf dem Kehler Marktplatz steht.
1914 wurde auf einer ehemaligen Rheininsel die katholische
Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk erbaut. Auch sie weist auf eine
bewegte Geschichte hin: schwere Einschüsse während des 2.
Weltkrieges, 1945-1953 französische Pfarrkirche (die deutsche
Bevölkerung konnte nur mit "laissez-passer-Scheinen" für Stunden
die Kirche betreten, sehr hoher Aufwand an Renovierungskosten.
Der auffallend hohe Turm mit seinen 56 m Höhe, der neuromanische
Baustil mit seinen wuchtigen Bögen, das bemalte Giebelfeld
(„Christi Himmelfahrt“) an der Fassade geben dem Bauwerk in
unmittelbarer Nähe zu einem Altrheinarm einen imposanten Eindruck.
Mit dem danebenstehenden Pfarrhaus bildet die Kirche eine
„malerische Baugruppe“, wie es der rührige Architekt, der Erzb.
Bauinspektor Johannes Schroth, ausdrückte.
Der Gesamteindruck des Innenraumes ist in seinen Proportionen
stimmig und harmonisch, was der entscheidende Grund dafür sein
dürfte, dass tagsüber viele Besucher und Beter hierher kommen. Über
dem Hochaltar ist der Kirchenpatron, der Brückenheilige St.
Johannes Nepomuk (1350-93), dargestellt. Er wie auch der als Brücke
dargestellte Altar ist für die Brückenstadt Kehl ein sprechendes
Symbol.
Additional Hints
(Decrypt)
hagre Fgrvara
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