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der schnelle Erwin Mystery Cache

This cache has been archived.

eigengott: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert.

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Hidden : 4/9/2009
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Kleine Wanderung (ca. 6 Kilometer, 14 Stationen) durch einen ruhigen Wald mit schönen Aussichten.




Nein, das war wirklich keine gute Zeit um an einem Samstag aufzustehen. Aber den Wecker hatte er sich selbst gestellt. Auf fünf Uhr morgens. Trotzdem hatte er null Bock, jetzt seine müden Knochen aus dem Bett zu zwingen. Auf allen Vieren kroch er schließlich zum fahlen Lichtkegel in der einzigen aufgeräumten Ecke seiner armseligen Behausung. Der PC war aus Gewohnheit die ganze Nacht über an geblieben, denn auf diese Weise hatte er schon so manchen FTF ergattern können. Wenn er morgens um 3 nach einem der zahlreichen DNF-Alpträume schweißgebadet aufwachte, hatte schon oft eine published-mail den Weg auf seine Festplatte gefunden. Abends trank er immer eine Flasche Wasser vorm Schlafengehen, damit er auch dann automatisch wach wurde, wenn die Alpträume ausblieben und der Wecker streikte. In seinem 90-Kilometer-Radius hatte er sich so bisher alle neuen Caches sofort sichern können. Jedes Logbuch im weiten Umkreis trug seinen Namen auf der ersten Seite. Der Gedanke daran erfüllte ihn mit tiefem Stolz.
Aber heute gab es nur einen einzigen Cache, der ganz frisch zuvor veröffentlicht worden war. Es war sein eigener Cache – und das war gut so. Denn heute war ein ganz besonderer Tag und er wollte zum ersten Mal seit vielen Monaten nicht auf Dosensuche gehen.

Seit jeher war er der einzige FTF-Jäger in der Region, der mit dem nötigen Ernst auf die Jagd ging. Für ihn war es mehr als nur ein Hobby. Es war sein Leistungssport, seine Berufung, der Sinn seines Lebens und seine Religion.
Aber die Zeiten waren auf einmal härter geworden. Denn plötzlich gab es Konkurrenz aus dem Nachbarort. Die Halbmuggels "HappyCacher07" hatten Spaß daran gefunden, an seinem Thron zu wackeln. Noch waren alle Versuche kläglich gescheitert, denn den dreisten HappyCachern fehlte es an Erfahrung und an Verbissenheit. Sie begaben sich nur bei schönem Wetter auf die Suche und wenn Sie gerade Lust und Zeit hatten.
"Was für ein lächerlicher Haufen blutiger Anfänger!" hatte er anfangs noch gedacht.
Aber sein Spott wich schnell nackter Verzweiflung. Spätestens seit letzter Woche, als er sie in der Ortschaft mit Tempo 90 überholen mußte, um ihren ersten FTF zu vereiteln, stellten die HappyCacher eine ernstzunehmende Gefahr für ihn dar! Er faßte also den diabolischen Entschluß, ihnen eine Falle zu stellen...

Ihre Gewohnheiten hatte er schon lange sehr genau studiert. Die HappyCacher hatten keine Ahnung und peilten es nicht, dass ihr Haus seit ein paar Tagen fast ständig unter seiner Beobachtung stand. Jeden Samstagmorgen saßen sie zusammen beim Frühstück. Sie aßen Schoko-Croissants, hörten Radio, lachten viel... und wenn sie grade keine anderen Pläne hatten, schauten sie danach meistens auch noch kurz im Netz nach, ob es zufällig einen neuen Cache in ihrer Nähe gab.

Erwin war sich sicher: Heute würden die HappyCacher fast direkt vor ihrer Haustür einen absolut harmlos klingenden, kinderfreundlichen und noch jungfräulichen Tradi entdecken. Denn er hatte an den Tagen zuvor viel Zeit und Mühe investiert, um den alten Truppenübungsplatz zugänglich zu machen. Weg mit dem Stacheldraht, den Totenköpfen und den Verbotsschildern! Sein professionelles Metallsuchgerät war eine große Hilfe, um den einzig sicheren Zick-Zack Kurs durch das Minenfeld zu finden. Und genau dort, wo sein Metallsuchgerät vor ein paar Tagen am heftigsten ausgeschlagen hatte, mußte er – während seine Konkurrenten ahnungslos frühstückten – nur noch schnell eine kleine Dose als Köder auslegen. Sein Plan war schlicht und einfach genial. Eins war sicher und stand ohne Punkt und Komma fest: Es konnte gar nicht schiefgehen!

Als die vier HappyCacher – wie an fast jedem Samstagmorgen nach dem Frühstück – einen kurzen Blick ins Internet warfen, stolperten Sie recht schnell über einen neuen Cache, der ziemlich genau 2 Kilometer von ihrem Haus entfernt liegen sollte…

"Welcher Vollidiot legt denn einen Cache in dem militärischen Sperrgebiet?" fragten sie sich.

"Schneller_Erwin? Ist das nicht dieser Bekloppte aus dem Nachbarort, der schon vor Sonnenaufgang im Tarnanzug alleine durch die Wälder streift? Dieser durchgeknallte Besessene, der letzte Woche mit geballter Faust drohend unser Auto rammen wollte, als wir auf dem Weg ins Freibad waren?"

Doch bevor sie Antworten auf diese Fragen fanden störte ein ohrenbetäubend lauter Explosionsknall die morgendliche Ruhe in der Vorstadtsiedlung. Die Fensterscheiben wackelten, eine dunkle Rauchwolke stieg über dem kleinen Waldstück am alten Truppenübungsplatz auf und schon bald kündigten schrille Sirenen die herbeieilenden Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst an.

Nachdem viele Stunden später das Feuer gelöscht und das Gelände vom Kampfmittelräumdienst gesichert war, konnten die freiwilligen Helfer nur noch ein Paar verdreckte, qualmende Lederstiefel, ein verkohltes Metallsuchgerät und eine fast vollständig geschmolzene Tupperdose bergen, in der sich ein kleines, schwarzes Buch befand. Die Seiten darin waren aber auf wundersame Art und Weise vom Feuer und vom Löschwasser fast vollkommen verschont geblieben.
Herbeigerufene Kriminaltechniker konnten mit dem vermeintlichen Bekennerschreiben eines offensichtlich geistig verwirrten Selbstmordattentäters, der sich wohl auf die Sprengung von seit vielen Jahren nicht mehr genutzten militärischen Anlagen spezialisiert hatte, aber nur sehr wenig anfangen...





----- Ende des Rätsels -----


Wenn ihr zu der ersten, plausiblen Koordinate geht könnt ihr dort die unscheinbarste Bank Windecks bestaunen. Ihr könnt euch drauf setzen und euch fragen, was ihr dort sollt. Aber bitte immer schön abwechselnd, denn die Bank ist wirklich klein. Außerdem könnt ihr dort lange über die fehlende Aussicht philosophieren. Aber irgendwann werdet ihr hoffentlich merken, daß ihr euch lediglich an einem Referenzpunkt befindet. Die erste Station dieser Runde liegt nämlich an einem anderen Ort.
Geht also lieber direkt dorthin als die stark eingeschränkte Sitzmöglichkeit am Referenzpunkt zu nutzen.

Am Final werdet ihr erfahren, wie "schneller_Erwin" kurz vor seinem tragischen Ende ausgesehen hat. Über eure ehrlichen Kommentare zu seiner äußeren Erscheinung würden wir uns sehr freuen.

Als Erstfindergeschenk liegt eine nagelneue, noch nicht aktivierte und auf 100 Stück limitierte GeoCoin in der Dose.

Herzlichen Dank an Tandemtourer, der als "Mystery-Betatester" eine große Hilfe war.
Das Rätsel ist also lösbar – ihr müßt euch lediglich ein klein wenig anstrengen...

Den Rätseltext bitte nicht ganz so ernst nehmen. Denn ganz egal, ob ihr bisher gar keinen oder zehn oder hundert oder tausend FTFs ergattern konntet: Geocaching soll Spaß machen – und dieser Cache soll es auch. Mehr nicht.





Eure Lösung für die Koordinaten des Referenzpunktes könnt ihr dank www.geochecker.com hier prüfen und die Koordinaten von Station 1 könnt ihr hier bestätigen lassen.



Additional Hints (Decrypt)

[Rätsel:] ahe "rvaf" vfg "rvaf" [ST 1:] xyrvar Uöuyr [A:] Rejva ung rvara Ibxhuvyn [ST 2+3+10+13+Final:] pn. va Nhtrauöur [ST 8:] mrua Fpuevggr yvaxf ibz Jrt [ST 11:] Eüpxfrvgr [ST 12:] Zrgnyy

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)