Wintereinbruch 2008 Mystery Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Es war im November 2008. Der Wetterbericht hatte bis ins Flachland Schnee gemeldet. Mein Kollege lag mit Grippe im Bett. "Au weia" dachte ich so für mich "ich will nicht ins Sauerland, ich mag den Schnee doch nicht!" Aber es half nix! Am Vortag traf ich die ersten Vorbereitungen für den Notfall und startete einen Großeinkauf. Ca. 1 kg Zwieback, 5 Liter Getränke, diverse Knabbersachen und ein Sudokublock gegen Langeweile landeten im Staufach. Des weiteren wurde der Tank mit Diesel vollgerotzt, damit die Standheizung im Notfall das ganze Wochenende arbeiten konnte. Sollte ich irgendwo in den Schneemassen festsitzen, brauchte ich weder Kälte noch Hunger und Durst leiden!
Mit Bauchweh startete ich in der darauffolgenden Nacht meine Reise ins Ungewisse. Doch alles verlief unerwartet gut: keine Probleme. Erleichtert vernichtete ich auf dem Heimweg zur Feier des Tages die Pringles (nicht das die noch schlecht werden). Doch ich hatte mich zu früh gefreut: ab Münster schneite es wie verrückt, die Fahrbahn war komplett weiß und das Durchschnittstempo betrug nur noch knapp 50 kmh! "Gleich hast du es geschafft, schnell die Brücken absetzen und dann ist Wochenende!" Doch es kam anders....
An einer Steigung ging auf einmal nix mehr! "So ein Mist, eigentlich muß hier gestreut werden, hier fahren doch Linienbusse der Stadt!" Da stand ich nun mitten auf der Fahrbahn, Zug leicht eingeknickt und schaute dumm! Ein entgegenkommender Linienbus konnte zum Glück noch stehenbleiben. "Ich muß weiter!" "Sorry, der dreht nur noch! Können Sie einen Streuwagen anfordern?" Doch leider scheiterte dieser Versuch. "Das hat mit dem Räumdienst im Sauerland besser geklappt!" dachte ich stinkwütend und rief meinen Chef an. Erneut schaltete ich die Antriebsdifferentialsperre ein und startete einen letzten verzweifelten Versuch dem Busfahrer Platz zu machen. Und das Unheil nahm seinen Lauf: unter dem Schnee hatte sich inzwischen Eis gebildet und der Zug begann zu rutschen. Quer über die Fahrbahn driftete er nach links, Feststellbremse war eingelegt, nix ging mehr! Langsam näherte ich mich dem tiefer gelegenen Parkplatz eines Museums. "Wenn der da jetzt abschmiert habe ich den Zonk gezogen!" Und in diesen Gedanken mischte sich auf einmal die Stimme meines ehemaligen Fahrschullehrers: "Im Zweifelsfalle Tür aufmachen und springen!" Nach dem Motto Frauen und Kinder zuerst öffnete ich die Tür, sprang hinaus und lief nach vorne weg. Von nun an mußte ich von außen hilflos mit ansehen wie mein 3achsiger Kumpel mitsamt dem Anhänger ins Verderben rutschte.....
Aber dann war da noch ein Holzmasten: ich hatte ihn nicht gesehen, doch er machte dem Desaster vorerst ein Ende! Mit dem Kotflügel lehnte mein Kumpel nun an dem Masten und stand endlich still!!! Heulend stand ich vor dem Mist und wartete auf meinen Chef. Als er dann endlich kam lachte er und sagte: "An der Stelle bin ich auch schon mal abgeschmiert!" In der Zeit wo er den Unglücksort genauer unter die Lupe nahm beschloß ich diesem Ort eine Dose zu widmen, falls diese Geschichte ein gutes Ende nimmt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich der Bergungstrupp an, den zum einen Teil mein Chef organisiert hatte, zum anderen Teil durch Zufall entstanden war. Die Polizei war inzwischen auch eingetroffen.(jemand meinte die Jungs alamieren zu müssen, war aber im Endeffekt besser) Während sie mit Blaulicht alles abriegelten wurde ich mit einem Radlader und einem Trekker aus dem Schlamassel befreit. Ich schwitzte, heulte, kam fast um vor Angst (der Aufenthalt im Fahrerhaus war die Hölle) bis mein Kumpel endlich wieder auf der Straße stand! Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger wurde ich den Berg hinaufgezogen, um dann endlich Richtung Wochenende zu fahren.
Mein Kumpel überlebte das Ganze unverletzt: keine Macken, keine Schrammen, nicht einmal der Kotflügel war eingeknickt. Mein Dank gilt in erster Linie meinen Chef, der das Ganze so humorvoll hingenommen hat, dem Bergungstrupp (in meinen Gedanken knuddel ich Euch heute noch), allen die mitgeholfen haben, meinen Papa der sich von den Schneemassen nicht abhalten ließ und mir vor Ort beigestanden hat und auch den 2 (von ca. 100) vorbeischliddernden Autofahrern, die mich gefragt haben ob ich o.k. bin!
Und wenn ihr nun wisst wo das Ganze gewesen ist, seid ihr der Dose schon ein ganzes Stück näher gekommen: Fragt den, der Schlimmeres verhindert hat: der weiß wo der Cache liegt! Sucht bitte nicht von der Straße aus. Zu der Dose führt bis auf wenige Meter ein Weg. Unten findet ihr noch ein Foto von der Unglückststelle, daß Euch sicherlich weiterhelfen kann!
Additional Hints
(Decrypt)
Xrva Qevir va!!
Treasures
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