Skip to content

Celts in Luxembourg: "Kasselslay" Multi-Cache

This cache has been locked, but it is available for viewing.
Hidden : 3/27/2009
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Um den am Ortsrand von Fischbach gelegen Felsen, der sich weit über die Our erhebt und Kaasselslay genannt wird, ist es in letzter Zeit ruhig geworden. Doch das war nicht immer so. Seit über 100 Jahren bietet die Kaasselslay vielen mehr oder minder ernsthaften Historikern die Gelegenheit, die verschiedensten Theorien zu entwickeln.

So brachte Michael Bormann „die „Caselsley“ mit den Ereignissen nach Cäsars Rückkehr von der zweiten Britannienexpedition 54 v. Chr. im Lande der Belgae in Zusammenhang. Er sah in ihr den geeigneten Platz für das Lager des Labienus. Er hat den Burgberg 1839 von Osten her kommend – er war Pastor in Daleiden – besucht und vom tiefen Tal der Our aus bestiegen. Er rühmt die „erhabene, imposante, wahrhaft malerische Lage“ sowie „ die noch deutlich sichtbare künstliche Umwindung der Oberfläche“ und die ringförmigen Erhöhungen auf derselben. Auch fand er den 50 Jahre vor seiner Zeit zugeworfenen Pütz (Brunnen). „Vorn auf der Frontspitze sieht man noch die Abrundungen, wo die Soldaten gelagert waren. Die Steine, welche dazu verbraucht und hier sich fanden, sind teils durch die Urbarmachung der Fläche den Berg hinabgeschoben und die Reste in den Pütz zusammengeführt worden. Doch bemerkt man noch hie und da im Boden Überbleibsel von Mauerwerk.“ Zwischen der Kaasselslay und dem Römerberg auf der Ostseite der Our befindet sich eine Furt. Die Geländebeschaffenheit entspricht nach Bormann ganz den Beschreibungen in Cäsars Buch 5 Kap. 54. „Ure aufwärts, der Caselsley gegenüber liegt die sog. Königsley. Hier dürfte vielleicht Indutiomar enthauptet worden seyn, was zu dieser Benennung die Veranlassung gab.“

„Der Kasselsbierg ist eine Befestigungsanlage der besonderen Art. Man erreicht ihn über einen Feld- und Waldweg, der in östlicher Richtung von der RN7, Kiemel genannt, hinter Marnach oder an der Hauptkreuzung in Fischbach abzweigt.“ Besonders schön und somit sehr empfehlenswert ist auch der Rundweg „Auto-pédestre“ von Roder. „Die Befestigungsanlage liegt auf einer langgestreckten, nach Osten breit ausladenden Höhe, die nur von Westen her einen schmalen Zugang hat und an den übrigen drei Seiten durch tief eingeschnittene Täler dreier Gewässer so gut wie unangreifbar ist.

Zwei in die Our mündende, von Nordwest zufließende Bäche, die „Stroumbaach“ im Nordosten und die „Kenzelbaach“ im Südwesten fassen das Bergoval an den Landseiten ein. Die Ostseite wird zwischen der Einmündung der genannten Zuflüsse von einem Teil der S-förmigen Ourschleife geschlossen. Nur wer die Örtlichkeit kennt, kann ermessen, was die Natur hier geschaffen hat: die Hänge rings um den „Kasselsbierg“ steigen aus den Talungen um 125-142 m steil in die Höhe.

Die Talschluchten der beiden Seitengewässer schnüren den langgezogenen Schieferrücken an der Höhe 401 zu einem engen Hals mit schmalem, leicht zu verteidigenden Berggrad zusammen. Darauf folgt ein Engpass, den die Alten zur Anlage einer Doppelsperre nutzten. Der Wegdurchbruch und ein Steinbruch haben Teile der zwei Wälle beseitigt.“

„Hinter den beiden Wällen ebnet sich die Fläche nun und erreicht beim sogenannten Pütz, einem gemauerten römerzeitlichen Brunnen eine Breite von 220 m. An dieser Stelle ist als deutlicher Geländeabsatz eine Randbefestigung vorhanden, die sich um die ganze Rundung des Burgkopfes herumlegt. Wenn sie an dieser dem Feind offensichtlich abgewandten Seite existiert, muss sie auch auf den beiden freibleibenden Längsseiten bestanden haben. Im Südosten ist sie durch den in neuerer Zeit erfolgten Bau eines Weges unkenntlich gemacht worden.

Die Planierraupe hat jedoch für Beweise ihres einstigen Vorhandenseins gesorgt, denn es sind durch die Erdbewegungen Mengen rotgeglühter Schieferbrocken und Schlackensteine freigewühlt worden, die man auf einer Länge von 200 m an den Wegrändern aufsammeln kann. Sie dürfen nach den Erfahrungen an anderen Burgen als Indiz für eine durch Feuer vernichtete, mit Holz und Steinen gebaute Randmauer gelten. Da sich angeglühte Schieferbrocken auch an der Oberfläche des zweiten Walles befinden, schließt sich die Beweiskette.

Die Burg, die man ihrer Lage wegen für uneinnehmbar halten würde, ist durch Feuer zerstört worden.“


Click To Rate This Cache

Additional Hints (No hints available.)