Celts in Luxembourg: "Kasselslay" Multi-Cache
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Celts in Luxembourg: "Kasselslay"
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Um den am Ortsrand von Fischbach gelegen Felsen, der sich weit über
die Our erhebt und Kaasselslay genannt wird, ist es in letzter Zeit
ruhig geworden. Doch das war nicht immer so. Seit über 100 Jahren
bietet die Kaasselslay vielen mehr oder minder ernsthaften
Historikern die Gelegenheit, die verschiedensten Theorien zu
entwickeln.
So brachte Michael Bormann „die „Caselsley“ mit den Ereignissen
nach Cäsars Rückkehr von der zweiten Britannienexpedition 54 v.
Chr. im Lande der Belgae in Zusammenhang. Er sah in ihr den
geeigneten Platz für das Lager des Labienus. Er hat den Burgberg
1839 von Osten her kommend – er war Pastor in Daleiden – besucht
und vom tiefen Tal der Our aus bestiegen. Er rühmt die „erhabene,
imposante, wahrhaft malerische Lage“ sowie „ die noch deutlich
sichtbare künstliche Umwindung der Oberfläche“ und die ringförmigen
Erhöhungen auf derselben. Auch fand er den 50 Jahre vor seiner Zeit
zugeworfenen Pütz (Brunnen). „Vorn auf der Frontspitze sieht man
noch die Abrundungen, wo die Soldaten gelagert waren. Die Steine,
welche dazu verbraucht und hier sich fanden, sind teils durch die
Urbarmachung der Fläche den Berg hinabgeschoben und die Reste in
den Pütz zusammengeführt worden. Doch bemerkt man noch hie und da
im Boden Überbleibsel von Mauerwerk.“ Zwischen der Kaasselslay und
dem Römerberg auf der Ostseite der Our befindet sich eine Furt. Die
Geländebeschaffenheit entspricht nach Bormann ganz den
Beschreibungen in Cäsars Buch 5 Kap. 54. „Ure aufwärts, der
Caselsley gegenüber liegt die sog. Königsley. Hier dürfte
vielleicht Indutiomar enthauptet worden seyn, was zu dieser
Benennung die Veranlassung gab.“
„Der Kasselsbierg ist eine Befestigungsanlage der besonderen Art.
Man erreicht ihn über einen Feld- und Waldweg, der in östlicher
Richtung von der RN7, Kiemel genannt, hinter Marnach oder an der
Hauptkreuzung in Fischbach abzweigt.“ Besonders schön und somit
sehr empfehlenswert ist auch der Rundweg „Auto-pédestre“ von Roder.
„Die Befestigungsanlage liegt auf einer langgestreckten, nach Osten
breit ausladenden Höhe, die nur von Westen her einen schmalen
Zugang hat und an den übrigen drei Seiten durch tief
eingeschnittene Täler dreier Gewässer so gut wie unangreifbar
ist.
Zwei in die Our mündende, von Nordwest zufließende Bäche, die
„Stroumbaach“ im Nordosten und die „Kenzelbaach“ im Südwesten
fassen das Bergoval an den Landseiten ein. Die Ostseite wird
zwischen der Einmündung der genannten Zuflüsse von einem Teil der
S-förmigen Ourschleife geschlossen. Nur wer die Örtlichkeit kennt,
kann ermessen, was die Natur hier geschaffen hat: die Hänge rings
um den „Kasselsbierg“ steigen aus den Talungen um 125-142 m steil
in die Höhe.
Die Talschluchten der beiden Seitengewässer schnüren den
langgezogenen Schieferrücken an der Höhe 401 zu einem engen Hals
mit schmalem, leicht zu verteidigenden Berggrad zusammen. Darauf
folgt ein Engpass, den die Alten zur Anlage einer Doppelsperre
nutzten. Der Wegdurchbruch und ein Steinbruch haben Teile der zwei
Wälle beseitigt.“
„Hinter den beiden Wällen ebnet sich die Fläche nun und erreicht
beim sogenannten Pütz, einem gemauerten römerzeitlichen Brunnen
eine Breite von 220 m. An dieser Stelle ist als deutlicher
Geländeabsatz eine Randbefestigung vorhanden, die sich um die ganze
Rundung des Burgkopfes herumlegt. Wenn sie an dieser dem Feind
offensichtlich abgewandten Seite existiert, muss sie auch auf den
beiden freibleibenden Längsseiten bestanden haben. Im Südosten ist
sie durch den in neuerer Zeit erfolgten Bau eines Weges unkenntlich
gemacht worden.
Die Planierraupe hat jedoch für Beweise ihres einstigen
Vorhandenseins gesorgt, denn es sind durch die Erdbewegungen Mengen
rotgeglühter Schieferbrocken und Schlackensteine freigewühlt
worden, die man auf einer Länge von 200 m an den Wegrändern
aufsammeln kann. Sie dürfen nach den Erfahrungen an anderen Burgen
als Indiz für eine durch Feuer vernichtete, mit Holz und Steinen
gebaute Randmauer gelten. Da sich angeglühte Schieferbrocken auch
an der Oberfläche des zweiten Walles befinden, schließt sich die
Beweiskette.
Die Burg, die man ihrer Lage wegen für uneinnehmbar halten würde,
ist durch Feuer zerstört worden.“

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